Zynisch angehauchte Sozialkomödie, in der Adam Sandler als gestresster Familienvater dem Charme seiner mexikanischen Haushälterin erliegt. http://images.kino.de/flbilder/max05/mbiz05/mbiz03/z0503301/b150x150.jpg Spanglish

Filmdetails

Spanglish

Zynisch angehauchte Sozialkomödie, in der Adam Sandler als gestresster Familienvater dem Charme seiner mexikanischen Haushälterin erliegt.


Spanglish
Start: 07.04.2005

Komödie

USA 2004
Laufzeit: 131 Min.
FSK: ab 6 Jahre

Adam Sandler
Téa Leoni
Paz Vega

Regie: James L. Brooks
Verleih: Sony Pictures

So werten die bisherigen Besucher:

Gesamt
(3 Sterne bei 1 Bewertung)

Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
Besucheransturm: lau
Besucher-
ansturm

Temperatur

lau

Inhalt

Flor (Paz Vega), die junge Mutter und Wirtschaftsemigrantin aus Mexiko, lebt zwar schon seit zwei Jahren in den Barrios von South Central LA, doch ein Wort Englisch hat sie dort bisher nicht lernen müssen. Nun ziehen sie und ihre Tochter in den Haushalt der wohlhabenden Claskys und lernen die oberen Sprossen der amerikanischen Gesellschaftsleiter aus näherer Ansicht kennen. Familienvater John (Adam Sandler), ein netter, von der frustrierten Ehefrau (Tea Leoni) sträflich vernachlässigter Vier-Sterne-Koch, erliegt Flors naivem Charme auf Anhieb ...

James L. Brooks, hochdekorierter Fachmann für die moderne amerikanische Dramedy ("Besser geht's nicht"), lässt in seinem neusten Beziehungsreigen zwei Kulturen und Klassen aufeinander prallen.


Kritik

Ein mexikanisches Hausmädchen, das kein Wort Englisch spricht, verdreht Adam Sandler den Kopf. Warmherzige Komödie mit einem Schuss Romantik.

Großansicht Geplagter Daddy: John hat seine liebe Not mit den Kleinen (Foto: Sony Pictures)

Geplagter Daddy: John hat seine liebe Not mit den Kleinen (Foto: Sony Pictures)

"Besser geht's nicht" hieß der Komödienhit von Regisseur James L. Brooks vor sieben Jahren. Geht nicht? Gibt's nicht! Das beweist der Gag-Experte, der einst "The Simpsons" kreierte und "Der Rosen-Krieg" produzierte, jetzt mit seinem neuen Comedy-Streich.

Kalauerkönig Adam Sandler ("Die Wutprobe") brilliert als gestresster Sternekoch John Clasky, der mit seiner neurotischen Gattin Deborah (Téa Leoni), seiner trinkfesten Schwiegermutter und zwei Kids ein reichlich konfuses Familienleben führt. Damit endlich Ordnung bei den Claskys einzieht, engagieren sie die feurige Flor (Paz Vega) als Hausmädchen.

Zwar beherrscht die schöne Latina nicht die Sprache ihrer Arbeitgeber, doch mit ihrem Charme erobert sie auch ohne Worte die Herzen der verrückten Claskys.

Großansicht Buenos Diaz! Die mexikanische Einwanderin Flor zieht bei den reichen Claskys ein (Foto: Sony Pictures)

Buenos Diaz! Die mexikanische Einwanderin Flor zieht bei den reichen Claskys ein (Foto: Sony Pictures)

Seitenhieb mit Augenzwinkern

Problematisch wird das Zusammenleben, als Deborah sich zunehmend in die Erziehung von Flors kleiner Tochter einmischt und John unerlaubte Gefühle für seine Angestellte entwickelt.

Bittersüße Emotionen, garniert mit frechem Witz und liebevollen Seitenhieben auf die amerikanische und mexikanische Kultur. Die spanische Hauptdarstellerin Paz Vega ("Lucia und der Sex") lernte für ihr Hollywood-Debüt eigens Englisch.

Regisseur Brooks verriet augenzwinkernd: "Ich glaube, sie hat kein Wort von mir verstanden. Brauchte sie auch gar nicht. Paz hat die Rolle der Flor instinktiv gespielt, ganz wunderbar".

Spanglish

Darsteller:  Adam Sandler   als John Clasky
  Téa Leoni   als Deborah Clasky
  Paz Vega   als Flor Moreno
  Cloris Leachman   als Evelyn Norwich
  Shelbie Bruce   als Cristina
  Sarah Steele   als Bernice
  Ian Hyland   als Georgie
  Victoria Luna   als sechsjährige Cristina
  Cecilia Suarez   als Monica
  Rolando Molina   als Flors Ehemann
  Brenda Canela   als Luz
  Eddy Matin   als 14-jähriger Junge
 
Regie:  James L. Brooks  
Drehbuch:  James L. Brooks  
Produzent:  James L. Brooks  
  Richard Sakai  
  Julie Ansell  
Koproduzent:  Richard Marks  
  Aldric Porter  
  Christy Haubegger  
Ausf. Produzent:  Joan Bradshaw  
Kamera:  John Seale  
Schnitt:  Richard Marks  
Musik:  Hans Zimmer  
Produktionsdesign:  Ida Random  
  Tom Reta  
Kostüme:  Shay Cunliffe  
Ton:  Thomas Causey  
Casting:  Mary Vernieu  

"Für einen richtigen Beruf bin ich zu doof!"

Adam Sandlers neuer Film "Spanglish" weicht vom bewährten Format von Comedy-Hits wie "50 erste Dates" ab. Nicht nur, dass er so hart arbeiten musste wie nie zuvor - er ließ sich dafür auch noch grün und blau schlagen!

Großansicht Sein Bruder riet Adam Sandler zum Beruf (Foto: Columbia TriStar)

Sein Bruder riet Adam Sandler zum Beruf (Foto: Columbia TriStar)

» Woher wussten Sie eigentlich, dass Sie Talent zum Komiker haben?

ADAM SANDLER: Ich wusste es gar nicht. Aber zu Hause brachte ich meine Familie mit meinen dummen Sprüchen zum Lachen. Als ich mich für die Uni bewarb, meinte mein Bruder: "Du solltest lieber Stand-up-Komiker werden." Und genau das versuchte ich. Für einen anspruchsvollen Beruf hätte ich sowieso nicht genügend Grips gehabt.

» Wie verliefen Ihre ersten Auftritte?

Sie waren die reine Katastrophe. Ich war so nervös, dass ich zu stottern anfing - danach war ich wochenlang am Boden zerstört. Aber ich wusste, dass ich es besser konnte. Deshalb arbeitete ich wie ein Wahnsinniger daran.

Großansicht Gerne unbeholfen: Sandler in "Punch-Drunk Love" (Foto: Senator)

Gerne unbeholfen: Sandler in "Punch-Drunk Love" (Foto: Senator)

» Warum spielen Sie meistens denselben Typus: einen gutmütigen Kerl, der immer wieder in peinliche Situationen gerät?

Weil ich diesen Typus mag. Ich kann solche Menschen gut verstehen. Ich bin selbst jemand, der sich in der Öffentlichkeit schnell unbeholfen fühlt. Deshalb versuche ich mich von größeren Parties fernzuhalten und verbringe die Zeit lieber mit meinen Freunden.

» Bei einigen Ihrer Charaktere schlägt diese Gutmütigkeit aber in Aggressivität um. Kennen Sie dieses Gefühl auch?

Das hat mein Vater mir vererbt. Drei-, viermal am Tag raste ich aus. Das geschieht mit einer solchen Regelmäßigkeit, dass es fast schon wieder lustig ist.

Großansicht Beziehungsspaß: "50 erste Dates" (Foto: Columbia TriStar)

Beziehungsspaß: "50 erste Dates" (Foto: Columbia TriStar)

» Jetzt scheinen Sie an reinen Komödien die Lust zu verlieren. Ihr neuer Film "Spanglish" erzählt eine recht ernsthafte Geschichte.

Ich hatte nie den Plan, eine neue Richtung einzuschlagen. Ich kannte Regisseur Jim Brooks schon länger, und als er "Spanglish" speziell für mich schrieb, war ich begeistert. Das war etwas Neues, das ich unbedingt ausprobieren wollte.

» Haben Sie bei "Spanglish", verglichen mit Ihren bisherigen Filmen, etwas dazugelernt?

Ich dachte immer, ich hätte hart an meinen Filmen gearbeitet. Aber James Brooks hat mich eines Besseren belehrt. Wir hörten beim Dreh nicht auf, bis jede Nuance stimmte. In einer Liebesszene musste Tea Leoni mir auf die Brust schlagen - und sie tat das so lange, bis ich grün und blau war. Zwischen den Takes trug man immer Make-up auf, damit meine Haut wieder ihre natürliche Farbe hatte.

Großansicht In "Spanglish" werden nicht nur Gags aufgekocht (Foto: Sony Pictures)

In "Spanglish" werden nicht nur Gags aufgekocht (Foto: Sony Pictures)

» Haben Sie dadurch Lust bekommen, selbst Regie zu führen?

Nicht wirklich. Ich kann mich nicht so gut konzentrieren. Ständig schweifen meine Gedanken in alle Richtungen ab. Deshalb brauche ich auch Leute wie Jim Brooks, die diesen Job für mich erledigen.

» Sie könnten ja auch Koch werden. In "Spanglish" zeigen Sie dafür großes Talent.

Die Voraussetzungen würde ich schon mitbringen. Ich liebe Essen. Wenn ich in einem guten Restaurant bin, gehe ich immer in die Küche und hole mir Tipps vom Chefkoch. Vielleicht werde ich aber doch noch Regisseur. Mit meiner Esslust könnte ich bald 150 Kilo wiegen. Dann bin ich froh, wenn ich im Stuhl sitzen und andere Schauspieler herumkommandieren darf.

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