Regie: James L. Brooks
Verleih: Sony Pictures
Flor (Paz Vega), die junge Mutter und Wirtschaftsemigrantin aus Mexiko, lebt zwar schon seit zwei Jahren in den Barrios von South Central LA, doch ein Wort Englisch hat sie dort bisher nicht lernen müssen. Nun ziehen sie und ihre Tochter in den Haushalt der wohlhabenden Claskys und lernen die oberen Sprossen der amerikanischen Gesellschaftsleiter aus näherer Ansicht kennen. Familienvater John (Adam Sandler), ein netter, von der frustrierten Ehefrau (Tea Leoni) sträflich vernachlässigter Vier-Sterne-Koch, erliegt Flors naivem Charme auf Anhieb ...
James L. Brooks, hochdekorierter Fachmann für die moderne amerikanische Dramedy ("Besser geht's nicht"), lässt in seinem neusten Beziehungsreigen zwei Kulturen und Klassen aufeinander prallen.
Ein mexikanisches Hausmädchen, das kein Wort Englisch spricht, verdreht Adam Sandler den Kopf. Warmherzige Komödie mit einem Schuss Romantik.
"Besser geht's nicht" hieß der Komödienhit von Regisseur James L. Brooks vor sieben Jahren. Geht nicht? Gibt's nicht! Das beweist der Gag-Experte, der einst "The Simpsons" kreierte und "Der Rosen-Krieg" produzierte, jetzt mit seinem neuen Comedy-Streich.
Kalauerkönig Adam Sandler ("Die Wutprobe") brilliert als gestresster Sternekoch John Clasky, der mit seiner neurotischen Gattin Deborah (Téa Leoni), seiner trinkfesten Schwiegermutter und zwei Kids ein reichlich konfuses Familienleben führt. Damit endlich Ordnung bei den Claskys einzieht, engagieren sie die feurige Flor (Paz Vega) als Hausmädchen.
Zwar beherrscht die schöne Latina nicht die Sprache ihrer Arbeitgeber, doch mit ihrem Charme erobert sie auch ohne Worte die Herzen der verrückten Claskys.
Buenos Diaz! Die mexikanische Einwanderin Flor zieht bei den reichen Claskys ein (Foto: Sony Pictures)
Problematisch wird das Zusammenleben, als Deborah sich zunehmend in die Erziehung von Flors kleiner Tochter einmischt und John unerlaubte Gefühle für seine Angestellte entwickelt.
Bittersüße Emotionen, garniert mit frechem Witz und liebevollen Seitenhieben auf die amerikanische und mexikanische Kultur. Die spanische Hauptdarstellerin Paz Vega ("Lucia und der Sex") lernte für ihr Hollywood-Debüt eigens Englisch.
Regisseur Brooks verriet augenzwinkernd: "Ich glaube, sie hat kein Wort von mir verstanden. Brauchte sie auch gar nicht. Paz hat die Rolle der Flor instinktiv gespielt, ganz wunderbar".
| Darsteller: | Adam Sandler | als John Clasky | |
|---|---|---|---|
| Téa Leoni | als Deborah Clasky | ||
| Paz Vega | als Flor Moreno | ||
| Cloris Leachman | als Evelyn Norwich | ||
| Shelbie Bruce | als Cristina | ||
| Sarah Steele | als Bernice | ||
| Ian Hyland | als Georgie | ||
| Victoria Luna | als sechsjährige Cristina | ||
| Cecilia Suarez | als Monica | ||
| Rolando Molina | als Flors Ehemann | ||
| Brenda Canela | als Luz | ||
| Eddy Matin | als 14-jähriger Junge | ||
| Regie: | James L. Brooks | ||
| Drehbuch: | James L. Brooks | ||
| Produzent: | James L. Brooks | ||
| Richard Sakai | |||
| Julie Ansell | |||
| Koproduzent: | Richard Marks | ||
| Aldric Porter | |||
| Christy Haubegger | |||
| Ausf. Produzent: | Joan Bradshaw | ||
| Kamera: | John Seale | ||
| Schnitt: | Richard Marks | ||
| Musik: | Hans Zimmer | ||
| Produktionsdesign: | Ida Random | ||
| Tom Reta | |||
| Kostüme: | Shay Cunliffe | ||
| Ton: | Thomas Causey | ||
| Casting: | Mary Vernieu | ||
Adam Sandlers neuer Film "Spanglish" weicht vom bewährten Format von Comedy-Hits wie "50 erste Dates" ab. Nicht nur, dass er so hart arbeiten musste wie nie zuvor - er ließ sich dafür auch noch grün und blau schlagen!
» Woher wussten Sie eigentlich, dass Sie Talent zum Komiker haben?
ADAM SANDLER: Ich wusste es gar nicht. Aber zu Hause brachte ich meine Familie mit meinen dummen Sprüchen zum Lachen. Als ich mich für die Uni bewarb, meinte mein Bruder: "Du solltest lieber Stand-up-Komiker werden." Und genau das versuchte ich. Für einen anspruchsvollen Beruf hätte ich sowieso nicht genügend Grips gehabt.
» Wie verliefen Ihre ersten Auftritte?
Sie waren die reine Katastrophe. Ich war so nervös, dass ich zu stottern anfing - danach war ich wochenlang am Boden zerstört. Aber ich wusste, dass ich es besser konnte. Deshalb arbeitete ich wie ein Wahnsinniger daran.
» Warum spielen Sie meistens denselben Typus: einen gutmütigen Kerl, der immer wieder in peinliche Situationen gerät?
Weil ich diesen Typus mag. Ich kann solche Menschen gut verstehen. Ich bin selbst jemand, der sich in der Öffentlichkeit schnell unbeholfen fühlt. Deshalb versuche ich mich von größeren Parties fernzuhalten und verbringe die Zeit lieber mit meinen Freunden.
» Bei einigen Ihrer Charaktere schlägt diese Gutmütigkeit aber in Aggressivität um. Kennen Sie dieses Gefühl auch?
Das hat mein Vater mir vererbt. Drei-, viermal am Tag raste ich aus. Das geschieht mit einer solchen Regelmäßigkeit, dass es fast schon wieder lustig ist.
» Jetzt scheinen Sie an reinen Komödien die Lust zu verlieren. Ihr neuer Film "Spanglish" erzählt eine recht ernsthafte Geschichte.
Ich hatte nie den Plan, eine neue Richtung einzuschlagen. Ich kannte Regisseur Jim Brooks schon länger, und als er "Spanglish" speziell für mich schrieb, war ich begeistert. Das war etwas Neues, das ich unbedingt ausprobieren wollte.
» Haben Sie bei "Spanglish", verglichen mit Ihren bisherigen Filmen, etwas dazugelernt?
Ich dachte immer, ich hätte hart an meinen Filmen gearbeitet. Aber James Brooks hat mich eines Besseren belehrt. Wir hörten beim Dreh nicht auf, bis jede Nuance stimmte. In einer Liebesszene musste Tea Leoni mir auf die Brust schlagen - und sie tat das so lange, bis ich grün und blau war. Zwischen den Takes trug man immer Make-up auf, damit meine Haut wieder ihre natürliche Farbe hatte.
» Haben Sie dadurch Lust bekommen, selbst Regie zu führen?
Nicht wirklich. Ich kann mich nicht so gut konzentrieren. Ständig schweifen meine Gedanken in alle Richtungen ab. Deshalb brauche ich auch Leute wie Jim Brooks, die diesen Job für mich erledigen.
» Sie könnten ja auch Koch werden. In "Spanglish" zeigen Sie dafür großes Talent.
Die Voraussetzungen würde ich schon mitbringen. Ich liebe Essen. Wenn ich in einem guten Restaurant bin, gehe ich immer in die Küche und hole mir Tipps vom Chefkoch. Vielleicht werde ich aber doch noch Regisseur. Mit meiner Esslust könnte ich bald 150 Kilo wiegen. Dann bin ich froh, wenn ich im Stuhl sitzen und andere Schauspieler herumkommandieren darf.
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