Clint Eastwood
Tommy Lee Jones
Donald Sutherland
Regie: Clint Eastwood
Verleih: Warner
Als ein russischer Satellit auf die Erde zu fallen droht, wird der alte Desperado Frank aus dem vorzeitigen Ruhestand geholt: Er ist der einzige, der sich mit der veralteten Technologie auskennt und soll ins Weltall geschickt werden. Frank schlägt ein - unter der Voraussetzung, dass seine drei besten, seinerzeit ebenfalls von der NASA übersehene Kumpels mitkommen dürfen.

Alter vor Schönheit - ein Karrieremotto, das Clint Eastwood seit etlichen Jahren mit Erfolg zur Anwendung bringt. Sei es "Erbarmungslos", "In the Line of Fire", "Absolute Power" oder "Ein wahres Verbrechen" - stets mimt Hollywoods knorrigste Eiche einen alten Hasen in seiner jeweiligen Profession, der Greenhorns eine Lektion erteilen kann. Genauso verhält es sich in dem klassisch unterhaltsamen Astronautenabenteuer, in dem sich der einstige Mann ohne Namen einmal mehr als Autor, Regisseur und Hauptdarsteller in Personalunion übt. Gemeinsam mit seinen in Ehren ergrauten Kollegen James Garner, Donald Sutherland und Tommy Lee Jones unternimmt er eine nervenaufreibende Reparaturmission eines Satelliten im Erdorbit, die keineswegs als "Armageddon" im Altersheim abgetan werden sollte.
Der Schwarzweiß-Prolog ist 1958 angesiedelt und zeigt die beiden Air-Force-Piloten Frank Corvin (Eastwood) und Hawk Hawkins (Jones) beim gewagten Überschallflug, der mit der Zerstörung ihres Raketenjets endet. Kurz darauf werden ihre Hoffnungen vom Weltraumflug von ihrem Vorgesetzten Bob Gerson (James Cromwell perfekt als unsympathischer Bürokrat) zunichte gemacht. 40 Jahre später ist Gerson ein hohes Tier bei der NASA und sieht sich gezwungen, seinen Erzrivalen Corvin um Hilfe zu bitten. Als Ingenieur hatte Corvin das veraltete und damit unentschlüsselbare Steuerungssystem für Skylab entwickelt. Just das selbe System befindet sich unerklärlicherweise in einem Sovietsatelliten, der innerhalb weniger Wochen auf die Erde zu stürzen und Russland sämtlicher Telekommunikation zu berauben droht. Corvin erklärt sich nur unter der Bedingung bereit, gemeinsam mit seinem alten Team an die Arbeit zu gehen. Die alten Haudegen müssen jedoch zuerst ein rigoroses Trainingsprogramm durchlaufen, das sie mit ein wenig Ächzen und Stöhnen auch bewältigen. Dabei versteht es der mittlerweile 70-jährige Eastwood stoisch-weise mit augenzwinkernder Selbstironie, das Altershandicap zur schlagfertigen Humorwaffe zu transformieren. Da wird staubtrocken über asymetrisch absackende Hinterbacken gewitzelt (inklusive der splitternackten Rückenansicht der fantastischen Senioren-Vier), kokett mit Zahnprothesen geklappert und den jüngeren Konkurrenten der Wind aus den Segeln genommen, indem ihnen gewieft mit Pointen zuvorgekommen wird. Es vergehen so etwa 80 relativ entspannte Minuten mit der Vorbereitung der Mission, in der auch Zeit für kleine Flirts mit jüngeren Damen (Eastwood selbst versieht sich mit einer attraktiven "älteren" Ehefrau) und kumpelhafte Rangeleien gefunden wird, um dann mit der Weltraumsequenz ans Eingemachte zu gehen. Die Produktion verfügte über die volle Kooperation der NASA, was ihr erlaubte, an Originalschauplätzen in Houston und Orlando zu filmen. Darüber hinaus durften Originalaufnahmen verwendet werden, die mit den hervorragenden Effekten von ILM eine perfekte und teils atemberaubende Illusion vom Weltraum vermittelt. Als die älteren Herren schließlich ans Ziel gelangen, erleben sie eine fatale Überraschung. In bester Sci-Fi-Thrillermanier gilt es das Wohl der Nation zu retten. Mit der Schlussaufnahme gelingt Eastwood ein majestätisch-ergreifender Moment, der die Klänge von Frank Sinatras "Man On The Moon" mit einem unauslöschlichen Bild versieht. Positive Mundpropaganda sollte Eastwoods ersten Weltraumausflug einen gesunden Höhenflug verleihen und dem coolsten Oldie der Traumfabrik ein mehr als solides Einspiel garantieren. ara.
| Darsteller: | Clint Eastwood | als Frank Corvin | |
|---|---|---|---|
| Tommy Lee Jones | als Hawk Hawkins | ||
| Donald Sutherland | als Jerry O'Neil | ||
| James Garner | als Tank Sullivan | ||
| James Cromwell | als Bob Gerson | ||
| Marcia Gay Harden | als Sara Holland | ||
| William Devane | als Eugene Davis | ||
| Loren Dean | als Ethan Grace | ||
| Courtney B. Vance | als Roger Hines | ||
| Barbara Babcock | als Barbara Babcock | ||
| Rade Serbedzija | als General Vostov | ||
| Blair Brown | als Dr. Anne Caruthers | ||
| Aleksandr Kusnetsow | |||
| Regie: | Clint Eastwood | ||
| Drehbuch: | Ken Kaufman | ||
| Howard Klausner | |||
| Produzent: | Clint Eastwood | ||
| Andrew Lazar | |||
| Ausf. Produzent: | Tom Rooker | ||
| Kamera: | Jack N. Green | ||
| Schnitt: | Joel Cox | ||
| Musik: | Lennie Niehaus | ||
| Clint Eastwood | |||
| Produktionsdesign: | Henry Bumstead | ||
| Jack G. Taylor Jr. | |||
| Kostüme: | Deborah Hopper | ||
| Ton: | Walt Martin | ||
Im Thriller "Before The Devil Knows You're Dead" vergnügt sich Philip Seymor Hoffman mit Filmehefrau Marisa Tomei im Bett. Doch anstatt lasziver Erotik erwartet den Zuschauer Philips behaarter Riesenhintern.
Eine zweifelhafte Ehre wurde jetzt Charakterkopf und Oscargewinner Philip Seymour Hoffman ("Capote") zuteil: Sein Auftritt in "Tödliche Entscheidung - Before the Devil Knows You're Dead" wurde in Großbritannien im Rahmen einer Onlineabstimmung zur schlimmsten Nacktszene aller Zeiten gekürt. Ausschlaggebend zur Wahl war Philips gigantischer Hintern, den er unverblümt in die Kamera streckte.
Dennis Dermody, der Initiator der Abstimmung, meinte dazu nur lapidar: "Das Bild seines großen, nackten wabbeligen Hinterteils hat sich in mein Gedächtnis gebrannt!". Scheinbar nicht nur bei ihm.
Mit seiner Blank-Performance verwies Hoffmann Frauenschwarm Patrick Dempsey in "Some Girls" und Terry Bradshaw in "Zum Ausziehen verführt" auf die Plätze zwei und drei. Ebenfalls grottenschlechte Nacktauftritte hatten Donald Sutherland mit seinem "Hänger" in "Space Cowboys", Kathy Bates mit ihrer Flitzereinlage in "Ein Pfeil in den Himmel" und Dame Julie Andrews mit dem Heben ihres Tops in "Hollywoods letzter Heuler-S.O.B.". Wir gratulieren!
Hölzern, sympathisch, aber nicht frei von Zynismus - so der Charakter der meisten der von Clint Eastwood in seinen Filmen verkörperten...
Der erbarmungslose US-Marshall Gerard, der den mordverdächtigen Arzt Dr. Richard Kimble (Harrison Ford) in der Spielfilmversion der TV-...
Film der Woche: Der Kult geht weiter, die Alien-Jäger blitzdingsen wieder! Will Smith reist in die Sixties, um den jungen Agent Kay (Josh Brolin) zu retten.
Preview der Woche: Schöne Komödie mit "Hannah Montana" Miley Cyrus, die sich in ihren besten Freund verliebt.