Marcus H. Rosenmüller erzählt in seiner Mischung aus Kostümfilm, Slapstick und Liebesgeschichte die turbulente Geschichte des Theaterregisseurs Schikaneder. http://images.kino.de/flbilder/max11/auto11/auto48/11481866/b150x150.jpg Sommer der Gaukler

Filmdetails

Sommer der Gaukler

Marcus H. Rosenmüller erzählt in seiner Mischung aus Kostümfilm, Slapstick und Liebesgeschichte die turbulente Geschichte des Theaterregisseurs Schikaneder.


Sommer der Gaukler
Start: 22.12.2011

Historienfilm / Komödie

Deutschland/Österreich 2011
Laufzeit: 110 Min.
FSK: ab 6 Jahre

Max von Thun
Lisa Maria Potthoff
Nicholas Ofczarek

Regie: Marcus H. Rosenmüller
Verleih: Movienet

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Inhalt

Im Sommer 1780 macht sich Emanuel Schikaneder, Chef einer Theatergruppe, samt Gattin und Schauspieler Wallerschenk auf nach Salzburg, um vor Wolfgang Amadeus Mozart aufzutreten. Die Kompanie strandet mangels Geld und Spielerlaubnis in einem Bergdorf, in dem gerade Bergleute für bessere Arbeitsbedingungen und Bezahlung protestieren. Die Revolte inspiriert Schikaneder zu einem neuen Stück seines "Welttheaters". Während er eifrig schreibt, entgleitet ihm die Kontrolle über sein Ensemble, das alsbald auch aus Unzufriedenheit auf die Barrikaden steigt.


Kritik

Sommer der Gaukler

Zwischen Theatergeschichte, Bauerntheater und Sozialdrama folgt Marcus H. Rosenmüller den Spuren des Emanuel Schikaneder.

Das Bayerische lässt Marcus H. Rosenmüller nicht los und so wandelt er auch mit seinem barocken Bühnenspektakel in heimatlichen Gefilden. Die turbulente Handlung basiert auf einer historischen Begegnung, das Allroundgenie Emanuel Schikaneder lernte 1780 in Salzburg Leopold Mozart und seinen Sohn Wolfgang Amadeus kennen, später schrieb er u. a. das Liberetto zu Mozarts "Zauberflöte" und übernahm in der Uraufführung sogar den Part des Papageno.

"Sommer der Gaukler" beschäftigt sich mit der Zeit vor dem Erfolg, als Schikaneder sich mit seiner ziemlich bankrotten Theaterkompanie aufmacht, Mozart in Salzburg vorzuspielen, weil der nie zu den Vorführungen kommt. Als man dem fahrenden Volk die Einreise in die Bischofsstadt verweigert, schlagen die Leutchen ihr Lager in einem Bergdorf auf, das Geld wird knapp, Schikaneders Frau vom Schauspieler Wallerschenk umgarnt, und in den Gassen demonstrieren obendrein Bergleute für bessere Arbeitsbedingungen und Bezahlung. Für Schikaneder ist die Revolte eine Inspiration zu einem neuen Stück seines "Weltentheaters", während er fleißig schreibt, kündigt ihm sein unzufriedenes Ensemble die Gefolgschaft auf.

Bei der Rekonstruktion einer vergangenen Welt im Umbruch geht's lebenslustig zu und immer wieder um die Frage nach der Bedeutung der Kunst für den Menschen. Rosenmüller mischt wie gewohnt eine Prise Ironie, eine Portion deftigen Humor und ein bisschen Ernsthaftigkeit zu einem rustikalen Potpourri, einer durchgedrehten Geschichte über soziale Konflikte, private Liebesaffären und künstlerische Freiheit. Unbekümmert wirbelt er die Genres durcheinander ohne sich um Regeln zu kümmern, springt vom Melodram über Slapstick bis hin zu einer herrlichen Musicalszene (Musik: Gerd Baumann) und wieder zurück, erzählt von Theaterhistorie und überrascht mit intelligentem Bauerntheater. Das Trio Max von Thun als dem Alkohol und dem Weibe zugeneigter Impressario, Lisa Maria Potthoff als geduldige Gattin und Nicholas Ofczarek als sie bedingungslos liebender Wallerschenk, haut bis zum Ende des stilistisch einfallsreichen Kostümmelodrams heftig auf die Pauke. Und die Aufführung der "Bernauerin" im Film hat schon ihren eigenen (Rosenmüller)Charme.

mk.

Sommer der Gaukler

Darsteller:  Max von Thun   als Emanuel Schikaneder
  Lisa Maria Potthoff   als Eleonore Schikaneder
  Nicholas Ofczarek   als Wallerschenk
  Michael Kranz   als Alfons
  Anna Maria Sturm   als Babette Paccoli
  Erwin Steinhauer   als Franz Paccoli
  Maxi Schafroth   als Georg Vester
  Butz Buse   als Richter
  Anna Brüggemann   als Maria
  Fritz Karl   als Baron von Playen
  Martin Weinek   als Gastwirt Kolber
  Christian Lerch   als Vorarbeiter
  Rainer Haustein   als Bergmann Hassl
  Florian Teichtmeister   als Wolfgang Amadeus Mozart
 
Regie:  Marcus H. Rosenmüller  
Drehbuch:  Robert Hültner  
  Klaus Wolfertstetter  
Produzent:  Hans W. Geißendörfer  
  Ernst Geyer  
Buchvorlage:  Robert Hültner  
Kamera:  Stefan Biebl  
Schnitt:  Georg Söring  
Musik:  Gerd Baumann  
Produktionsdesign:  Josef Sanktjohanser  
Kostüme:  Walter Schwarzmeier  
Maske:  Anette Keiser  
  Waldemar Pokromski  
Ton:  Michael Vetter  
Casting:  Franziska Aigner  

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