Kriminalfilm http://images.kino.de/flbilder/max09/auto09/auto45/09450281/b150x150.jpg SOKO Stuttgart (01. Staffel, Folge 1-20)

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SOKO Stuttgart (01. Staffel, Folge 1-20)


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Kritik

SOKO Stuttgart (01. Staffel, Folge 1-20)

Nun haben sie's geschafft: Mit der neuen Krimiserie aus Stuttgart hat das ZDF die letzte "SOKO"-Lücke geschlossen; montags bis freitags kann man sich nun an jedem Vorabend anschauen, wie spezielle Ermittler-Teams in München, Leipzig, Köln, Wismar, Wien, Kitzbühel und nun auch in der baden-württembergischen Landeshauptstadt Verbrecher jagen. Seit über dreißig Jahren gibt es das Format bereits. Prototyp war 1978 die bis heute laufende "SOKO 5113" (montags um 18.00 Uhr); einzig die Leipziger dürfen auch im Hauptabendprogramm ran.

Allerdings muss man schon ganz genau hinhören, um in den schwäbischen Geschichten bei einer der Figuren einen entsprechenden Zungenschlag herauszuhören. Ohnehin darf sich Stuttgart ähnlich wie im "Tatort" von einer ungewohnten Seite präsentieren. Gerade die Panoramaschwenks zeigen die Stadt als moderne Metropole, die allerdings auch ihre Schattenseiten hat: In der Unterwelt regiert eine Mafia, deren Drahtzieher höchst mondän mit fantastischem Ausblick residiert.

Ansonsten geht's naturgemäß eine Nummer kleiner zu als im Fernsehfilm oder in den Hauptabendserien, und das gilt nicht nur für den Aufwand, sondern auch für die Geschichten und die Darsteller. Mit Astrid M. Fünderich hat das ZDF allerdings einen ausgesprochen guten Griff getan: Sie versieht die SOKO-Chefin Martina Seiffert mit einer leicht spöttischen Gelassenheit, die der Figur viel Tiefe verleiht. Peter Ketnath hat als Porschefahrer Jo Stoll dagegen offenbar vor allem die Aufgabe, Blickfang für die Zuschauerinnen zu sein. Pendant für die Männer ist Nina Gnädig als attraktive halbitalienische Kommissarin Anna Badosi, die zumindest zum Auftakt weniger mit ihrer Ausbildung (Psychologie und Kriminalistik), sondern vor allem mit ihrem Aussehen punktet: Die hautengen Blusen sind stets einen Knopf zu weit geöffnet. Stiller Star der Serie ist Karl Kranzkowski als Kripo-Chef, dessen wenige Auftritte allerdings schon fast den Charakter einer Gastrolle haben.

Immerhin startet die Serie mit Knalleffekt: Ein Restaurant-Besitzer wird durch diverse Schüsse aus nächster Nähe getötet; dabei geht mit viel Geklirr auch die halbe Einrichtung zu Bruch. Weil die Wirte in der Umgebung von Schlägern zur Schutzgeldzahlung erpresst werden, vermutet die Soko, hier sei die Mafia am Werk. Allerdings gibt es da auch noch eine Ehefrau (Clelia Sarto), die durch den Mord zur wohlhabenden Witwe wird. Sie ist kürzlich zu ihrem Bruder gezogen, weil ihr Mann ein Verhältnis mit einer Kellnerin angefangen hatte; und der Bruder ist kein geringerer als der Stuttgarter Mafia-Boss.

Die Kamera irrlichtert gerade bei Gesprächen mitunter ein bisschen viel umher, und dass das ohnehin etwas unbedarft wirkende SOKO-Nesthäkchen (Benjamin Strecker) am Schluss durch seinen Schuss auf den Täter gewissermaßen seine Initiation erfährt, darf man durchaus fragwürdig finden; ansonsten aber werden sich die Ermittler aus Stuttgart ganz sicher in der "SOKO"-Familie etablieren. tpg.

SOKO Stuttgart (01. Staffel, Folge 1-20)

Darsteller:  Astrid M. Fünderich   als Martina Seiffert
  Peter Ketnath   als Joachim "Jo" Stoll
  Nina Gnädig   als Anna Badosi
  Benjamin Strecker   als Rico Sander
  Karl Kranzkowski   als Michael Kaiser
  Eva Maria Bayerwaltes   als Prof. Dr. Lisa Wolter
  Michael Gaedt   als Karl "Schrotti" Schrottmann
  Mike Zaka Sommerfeldt   als Jan Arnaud
  Christian Pätzold   als Friedemann Sonntag
  Anna Bullard-Werner   als Cordula Seiffert
 
Regie:  Michael Schneider  
  Gero Weinreuter  
  Daniel Helfer  
  Didi Danquart  
Drehbuch:  Andreas Knaup  
  Ralf Löhnhardt  
  Axel Hildebrand  
  Mike Bäuml  
  Jürgen Werner  
  Anja Weber  
  Uwe Petzold  
  Peter Ertel  
  Lorenz Stassen  
  Stephan Wuschansky  
  Jörn Precht  
  Ruth Fischer-Pusch  
  Carsten Unger  
  Oliver Hein  
  Klaus Arriens  
  Thomas Wilke  
  Edin Hadzimahovic  
  Axel Bold  
Produzent:  Oliver Vogel  
Kamera:  David Schultz  
  Thomas Ch. Weber  
  Notker Mahr  
  Pascal Rémond  
Musik:  Günther Illi  
  Peter Gromer  
Produktionsdesign:  Thomas Stromberger  
Ton:  Oliver Roggow  

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