Erfrischend anderer Vampirfilm aus Schweden, der sich dem Thema aus Kinderaugen nähert. http://images.kino.de/flbilder/max08/auto08/auto46/08460128/b150x150.jpg So finster die Nacht

Filmdetails

So finster die Nacht

Erfrischend anderer Vampirfilm aus Schweden, der sich dem Thema aus Kinderaugen nähert.


So finster die Nacht
Start: 23.12.2008

Originaltitel: Låt den rätte komma in

Horror / Drama

Schweden 2008
Laufzeit: 115 Min.
FSK: ab 16 Jahre

Kåre Hedebrant
Lina Leandersson
Per Ragnar

Regie: Tomas Alfredson
Verleih: MFA (24 Bilder)

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Inhalt

Der schüchterne Einzelgänger Oskar (Kåre Hedebrant) lebt bei Stockholm und wird von Mitschülern gnadenlos gehänselt. Seine alleinerziehende Mutter bekommt davon nichts mit, und der 12-Jährige flüchtet sich in Rachegedanken. In der neu zugezogenen Eli (Lina Leandersson) findet er eine Freundin. Sie wohnt bei ihrem Vater Håkan (Per Ragnar) und gibt Oskar Selbstvertrauen. Zeitgleich häufen sich unheimliche Morde. Und Eli erscheint nur nachts.

Die schwedische Romanverfilmung nach John Ajvide Lindqvists erzählt mit Arthaus-Mitteln eine tief bewegende Liebesgeschichte zwischen einem Jungen und einem Vampir. Der rundweg ungewöhnliche, romantische Nacht-Thriller gewinnt der Blutsauger-Thematik beeindruckende Aspekte ab.


Kritik

Junge trifft Vampir: eine romantische, aber keinesfalls zimperliche und enorm spannende Horror-Fantasie nach dem gleichnamigen Roman-Hit.

Großansicht Oskar will sich die Hänseleien nicht mehr gefallen lassen (Foto: MFA (24 Bilder))

Oskar will sich die Hänseleien nicht mehr gefallen lassen (Foto: MFA (24 Bilder))

Dieser Vampirfilm ist anders, ungewöhnlich und eine wohltuende Abwechslung zu den lärmenden und waffenstarrenden Blutsauger-Actionfilmen der letzten Zeit. Er spielt in langen und tiefgefrorenen nordischen Nächten und ist dennoch fast taghell erleuchtet - die mühsame Suche, wer da gerade im Halbdunkel vor einem steht, erübrigt sich ebenso wie die übliche Desorientierung im Schnittgewitter.

In der Ruhe liegt die Kraft: Dadurch bannt einen die poetische Erzählung über den einsamen Oskar (Kåre Hedebrant) und seiner engen Freundschaft zu einem weiblichen Vampir.

Großansicht Eli hat einen besonderen Bezug zu Blut (Foto: MFA (24 Bilder))

Eli hat einen besonderen Bezug zu Blut (Foto: MFA (24 Bilder))

Rettung in der Not

Leise rieselt der Schnee im Stockholmer Vorort Blackeberg, rot tropft das Blut der Opfer, die ein unbekannter Psychopath ausbluten lässt. Weihnachtsfilme gehen anders, und der 12-jährige Oskar glaubt auch kaum noch an das Gute: Dafür mobbt ihn eine brutale Clique gleichaltriger Schüler zu sehr. Der Einzelgänger, der bei seiner alleinerziehenden Mutter wohnt, hat den unmenschlichen Schikanen nichts entgegenzusetzen. Als er sich wieder einsam draußen herumtreibt und seinen Rachegedanken nachhängt, trifft er Eli (grandios: Lina Leandersson).

Das Mädchen ist neu hergezogen, wohnt bei ihrem Vater Håkan (Per Ragnar), hat Verständnis für den scheuen Jungen und taucht nur nachts auf. Lange braucht Oskar nicht, um zu begreifen, wer Eli ist und was die Menschen der Siedlung in Angst und Schrecken versetzt: Es ist der Beginn einer wunderbaren Freundschaft, die dem Mythos des Vampirs ein atemberaubend frisches Leben einhaucht. Seit "Interview mit einem Vampir" war es nicht mehr so tragisch, so wahrhaft, so nachfühlbar, was es heißt, ein Vampir zu sein.

So finster die Nacht

Darsteller:  Kåre Hedebrant   als Oskar
  Lina Leandersson   als Eli
  Per Ragnar   als Håkan
  Henrik Dahl   als Erik
  Karin Bergquist   als Yvonne
  Peter Carlberg   als Lacke
  Ika Nord   als Virginia
  Mikael Rahm   als Jocke
  Karl-Robert Lindgren   als Gösta
  Anders T. Peedu   als Morgan
  Pale Olofsson   als Larry
 
Regie:  Tomas Alfredson  
Drehbuch:  John Ajvide Lindqvist  
Produzent:  Carl Molinder  
  John Nordling  
Buchvorlage:  John Ajvide Lindqvist  
Kamera:  Hoyte van Hoytema  
Schnitt:  Dino Jonsäter  
  Tomas Alfredson  
Musik:  Johan Söderqvist  
Produktionsdesign:  Eva Norén  
Kostüme:  Maria Strid  
Maske:  Maria Strid  

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