Packendes Drama über einen Mann, der sich nach dem von ihm verschuldeten Unfalltod ihrer Tochter einer autistischen Frau annimmt. http://images.kino.de/flbilder/max06/mbiz06/mbiz40/z0640509/b150x150.jpg Snow Cake

Filmdetails

Snow Cake

Packendes Drama über einen Mann, der sich nach dem von ihm verschuldeten Unfalltod ihrer Tochter einer autistischen Frau annimmt.


Snow Cake
Start: 02.11.2006

Drama

Großbritannien/Kanada 2005
Laufzeit: 113 Min.
FSK: ab 6 Jahre

Alan Rickman
Sigourney Weaver
Carrie-Anne Moss

Regie: Marc Evans
Verleih: Studiocanal

So werten die bisherigen Besucher:

Gesamt
(0 Bewertungen)

Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
Besucheransturm: lau
Besucher-
ansturm

Temperatur

lau

Inhalt

Frisch aus dem Gefängnis entlassen, wo er einsaß, weil er den Fahrer tötete, der seinen Sohn überfuhr, schlittert Alex Hughes (Alan Rickman) sogleich ins nächste Unglück: Er baut einen Verkehrsunfall, bei dem eine junge Tramperin zu Tode kommt. Bedrückt von den unverkennbaren Parallelen will Alex die Familie der Toten aufsuchen und stößt auf deren Mutter Linda Freeman (Sigourney Weaver), eine zur Emotion nur begrenzt befähigte Autistin. Alex bleibt für ein Weilchen bei ihr und weckt bald die Aufmerksamkeit neugieriger Dorfbewohner.

Schuld, Sühne und das stete Streben nach dem Glück sind die Themen dieses einfach gestrickten, hübsch arrangierten Außenseiterdramas und Eröffnungsfilms der Berlinale 2006.


Kritik

Die Hoffnung stirbt zuletzt: Sigourney Weaver und Alan Rickman erleben nach einem tragischen Unfall, dass Glück und Neuanfang trotz Trauer möglich sind.

Großansicht Linda kann der Umwelt nicht mitteilen, wie nahe ihr der Unfalltod ihrer Tochter geht (Foto: Kinowelt)

Linda kann der Umwelt nicht mitteilen, wie nahe ihr der Unfalltod ihrer Tochter geht (Foto: Kinowelt)

Nur widerwillig nimmt Alex Hughes auf seiner Reise durchs eisige Ontario eine Anhalterin mit, die den mundfaulen Engländer mit ihrer guten Laune aufmuntert. Und dann passiert es: Ein Laster rammt den Wagen. Das Mädchen ist tot, der Mann bleibt wie durch ein Wunder unverletzt. Mit schlechtem Gewissen macht er sich auf den Weg zur Mutter.

Doch statt einer weinenden Frau erlebt er Linda, die bald fröhlich vor den Trauergästen herumtanzt, mit bunten Funkelbällchen spielt und selbstvergessen auf dem Trampolin hüpft. Linda ist Autistin und lebt in ihrer eigenen Welt. Fast scheint es, als seien ihr ordentlich aufgereihte Schuhe wichtiger als der Tod der Tochter.

Großansicht Nachbarin Maggie bringt frischen Wind (Foto: Kinowelt)

Nachbarin Maggie bringt frischen Wind (Foto: Kinowelt)

Starke Leistungen

Zögerlich nähern sich die beiden vom Schicksal Gebeutelten an, spenden sich gegenseitig Trost. Als Alex dann noch eine leidenschaftliche Affäre mit der Nachbarin (Carrie-Anne Moss) anfängt, könnte das einen Neubeginn bedeuten - wenn ihn nicht seine Vergangenheit einholen würde. Das fragile Glück steht auf dem Prüfstand.

All das ist herzergreifend schön, voll zartem Humor. Der britische Charakterdarsteller Alan Rickman macht den Film durch seine Performance als tragische und zerbrechliche Figur, die sich langsam an die Wirklichkeit herantastet, zum Kinoerlebnis. An seiner Seite trumpft eine gefühlsstarke Sigourney Weaver auf.

Großansicht Alex hofft auf einen Neuanfang (Foto: Kinowelt)

Alex hofft auf einen Neuanfang (Foto: Kinowelt)

Die Hoffnung stirbt zuletzt

Trotz Themen wie Tod und Trauer, Einsamkeit und Schuld macht dieses eindringliche Drama Hoffnung auf ein neues Leben ohne Altlasten - irgendwann und irgendwo.

Snow Cake

Darsteller:  Alan Rickman   als Alex
  Sigourney Weaver   als Linda
  Carrie-Anne Moss   als Maggie
  David Fox   als Dirk
  Emily Hampshire   als Vivienne
  Jim Allodi   als Clyde
 
Regie:  Marc Evans  
Drehbuch:  Angela Pell  
Produzent:  Gina Carter  
  Jessica Daniel  
  Andrew Eaton  
Ausf. Produzent:  Robert Jones  
  Henry Normal  
  Michael Winterbottom  
Kamera:  Steve Cosens  
Schnitt:  Mags Arnold  
Produktionsdesign:  Matthew Davies  
Kostüme:  Debra Hanson  
Ton:  Robert Fletcher  
Casting:  John Buchan  

Die Redaktionsfavoriten 2006

Ob deutsche Highlights wie "Das Parfum", US-Perlen wie "Brokeback Mountain" oder Realsatire á la "Borat": Das Kinojahr 2006 hatte Einiges zu bieten.

DIE REDAKTIONSFAVORITEN: DIE BESTEN KINOFILME 2006
 

Hans Fuchs Chefredakteur

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Birgit Paintner Redaktion KINO.DE

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Matthias Ott Treffpunkt Kino

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2 Casino Royale Children of Men Transamerica Wer früher stirbt, ist länger tot
3 Miami Vice Marie Antoinette Thank You for Smoking Sommer vorm Balkon
4 Das Leben der Anderen Schläfer The Wind that Shakes the Barley Requiem
5 Das Parfum - Die Geschichte eines Mörders Black Dahlia Snow Cake World Trade Center
6 Pirates of the Caribbean - Fluch der Karibik 2 Malen oder lieben Children of Men Casino Royale
7 Volver - Zurückkehren Mit Herz und Hand Good Night, and Good Luck Children of Men
8 Ice Age 2 - Jetzt taut's Lemming Brokeback Mountain Capote
9 Deutschland. Ein Sommermärchen Wahre Lügen Mord und Margaritas Das Leben der Anderen
10 Borat Das Leben der Anderen Sommer '04 Napoleon Dynamite
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Michaela Jacob Treffpunkt Kino

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Marion Brandstetter DVDPremiere

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Bettina Kittl<br />Redaktion KINO.DE

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Natalie Stowasser Redaktion KINO.DE

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1 Das Leben der Anderen Little Miss Sunshine Pirates of the Caribbean - Fluch der Karibik 2 Science of Sleep - Anleitung zum Träumen
2 Der freie Wille München Brokeback Mountain Populärmusik aus Vittula
3 Brokeback Mountain Capote Breakfast on Pluto Requiem
4 Adams Äpfel Jarhead - Willkommen im Dreck Walk the Line Walk the Line
5 Lemming Syriana Cars Brokeback Mountain
6 Volver - Zurückkehren Brokeback Mountain Jarhead - Willkommen im Dreck Little Miss Sunshine
7 Sommer vorm Balkon Walk the Line München Der letzte Kuss
8 Thank You for Smoking Flutsch und weg Superman Returns Thank You for Smoking
9 Der ewige Gärtner Inside Man Inside Man Snow Cake
10 16 Blocks Lady Henderson präsentiert Ice Age 2 - Jetzt taut's Gernstls Reisen - Auf der Suche nach dem Glück

Irgendwie bezeichnend, dass MI-6-Agent Ethan Hunt, James Bond, Superman und die Freundin von Ricardo Tubbs eines gemein hatten in diesem Kinojahr: Sie kehrten von den Toten zurück. Waren schon über dem Jordan und mussten wieder ins Leben zurückgeholt werden.

Großansicht Johnny Depp ganz in seinem Element als Captain Jack Sparrow (Foto: Buena Vista)

Johnny Depp ganz in seinem Element als Captain Jack Sparrow (Foto: Buena Vista)

Hollywoods große Blockbuster mussten auch erzählerisch zum Äußersten greifen anno 2006, um die hohen Erwartungen der Fans zu erfüllen und wirklich noch etwas Spannung aus ihren sattsam bekannten Szenarien zu kitzeln.

"Mission: Impossible III", "Casino Royale" und "Superman Returns" standen nicht allein in der Wahl extremer Mittel. Johnny Depp wurde am Schluss von "Fluch der Karibik 2" vom Wal verschluckt (da er jedoch auch im dritten Teil die Hauptfigur darstellt, darf davon ausgegangen werden, dass er überlebt), "X-Men 3" verabschiedete mit Patrick Stewart und Famke Janssen gleich zwei lang gediente Superhelden und "Poseidon" ging auch nicht zimperlich mit dem Leben seiner Protagonisten um.

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Alan Rickman

Edelmänner bei Jane Austen, Schurken in Action-Filmen und Parodien zur Kurzweil: Der Engländer Alan Rickman war schon ein gefragter und mit...

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Sigourney Weaver

Mit der Rolle der Astronautin Ripley in Ridley Scotts "Alien", die im Lauf dreier Fortsetzungen zur Mutter der Aliens wird, wurde...

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