Drama um einen Mann, der sich mit einem mexikanischen Kartell anlegt, um seinen Sohn vor einer langjährigen Haftstrafe zu bewahren.
Als besorgter Familienvater lässt sich "The Rock" mit gefährlichen Dealern ein, um seinen Sohn zu retten.
Entgegen seines Images des unverwüstlichen Actionhelden setzt Dwayne Johnson auf ein auf Tatsachen beruhendes Thrillerdrama, in dem er die US-Mittelklasse mit ihren Werten verkörpert und - weitgehend realitätsnah - als Vater Courage ganz ohne Superkräfte Leben und Moral riskiert, um seinen Sohn vor einer drakonischen Gefängnisstrafe zu bewahren. In dem auf fast schon dokumentarische Spannung ausgelegten 15-Millionen-Werk des Ex- Stuntchoreographen Ric Roman Waugh, der das Drehbuch mit Justin Haythe ("Zeit des Aufruhrs") schrieb, spielt Action nur eine untergeordnete Rolle. Schauspielerisch hingegen kann sich Johnson mühelos neben Oscarpreisträgerin Susan Sarandon profilieren.
Mit offener Kritik am US-Justizsystem geht es los: Johnsons unbescholtener Filmsohn Rafi Gavron ("Tintenherz") tappt in eine dreiste Falle der Polizei, die ihn nun wegen Drogenhandels für mindestens zehn Jahre einsperren will. Außer, er liefert, wie sein Freund ihn, jemand anderen ans Messer, was er standhaft verweigert. Seine beklemmende Situation - kühle Behörden, Angriffe im Gefängnis - schildert Waugh eindringlich aus Sicht der getrennt lebenden Eltern, die bestürzt den Schock verdauen müssen. Johnson, Lagerist einer Konstruktionsfirma, bleibt als einzige Chance, einen unmoralischen Deal, eben jenen "Snitch", mit einer herablassenden Staatsanwältin (Sarandon als eiskaltes Miststück) einzugehen: sich auf eigenes Risiko bei Drogendealern einzuschleichen und ihr einen Kartellboss (unauffällig bedrohlich: Benjamin Bratt) gegen Haftkürzung zu liefern.
Wie der vor Sorge vergehende Familienvater Spielball eiskalter Machtinteressen des Staates wird, sich für seinen Sohn, den er für seine Integrität bewundert, aufopfert, ähnelt den undankbaren Schicksalen der Undercover-Figuren aus "Broken City" oder "Departed" und bewegt sich mit seinen ungeschminkten Milieuansichten ganz nah an Serien wie "The Wire" und "Breaking Bad", wo Misstrauen die Überlebenswährung ist. In einer nichts verzeihenden Wirklichkeit will ein rechtschaffener Mann vergangene Fehler gutmachen und trifft Gewissensentscheidungen, die seine Familie gefährden - und die eines ahnungslosen Kollegen und Ex-Häftlings (Jon Bernthal aus "The Walking Dead" bringt seine inneren Konflikte ebenso hervorragend an). Zu zweit im Truck schmuggeln sie Drogen für ein Kartell, von der DEA (kaum zu erkennen: Barry Pepper als Zottel-Agent) zum weitermachen gezwungen. Man nimmt Johnsons glaubhafter Figur ab, dass er nicht nur in permanenter Lebensgefahr schwebt - er gerät unvorbereitet in Schusswechsel und Verfolgungsjagden -, sondern auch knietief im moralischen Sumpf versinkt, beides nachdrücklich spürbar durch den düsteren elektronischen Score von "City of God"-Komponist Antonio Pinto. So dürften Fans dem ungewohnten Auftritt des lässigen Muskelbergs als einfachen Mann im Würgegriff von Kartellen und einem seine Bürger mitleidlos kompromittierenden Staat bereitwillig ins Actionfinale folgen, das mit einer gefühlvollen Familienvereinigung belohnt. tk.
Lagerist John erfährt, dass seinem Sohn Jason eine langjährige Haftstrafe droht, weil ihm von einem Freund Drogen untergeschoben wurden. Da Jason seinerseits niemand Unschuldigen kompromittieren will, macht die herablassende Staatsanwältin John keine Hoffnung. So beschließt er, sich auf eigenes Risiko durch einen ahnungslosen Kollegen bei Drogendealern einzuschleusen und als Kurier zu arbeiten, um somit der DEA jemanden für einen Strafnachlass ans Messer zu liefern. Doch die Anwältin zwingt ihn weiterzumachen, was sein Leben und das seiner Familie gefährdet.
| Originaltitel | Snitch |
| OV | - |
| OmU | - |
| Genre | Drama / Thriller |
| Filmpreis | - |
| USA-Start | 22.02.2013 |
| Kinostart (D) | 06.06.2013 |
| Besucher (D) | - |
| Einspielergebnis (D) | - |
| FSK | ab 12 Jahre |
| WWW | - |
Benjamin Bratt
Juan Carlos 'El Topo' Pintera
Lela Loren
Vanessa
JD Pardo
Benicio
David Harbour
Jay Price
Harold Perrineau jr.
Jeffery Steele
Justin Haythe
Drehbuch
Nigel Sinclair
Produzent
Matt Jackson
Produzent
Tobin Armbrust
Produzent
Jonathan King
Produzent
Dwayne Johnson
Produzent
Dany Garcia
Produzent
Alexander Yves Brunner
Produzent
Jeff Skoll
Ausf. Produzent
Becki Cross Trujillo
Ausf. Produzent
Guy East
Ausf. Produzent
David Fanning
Ausf. Produzent
Justin Haythe
Ausf. Produzent
Vincent Reynaud
Produktionsdesi gn
Dana Gonzales
Kamera
Jonathan Chibnall
Schnitt
Antonio Pinto
Musik
Kimberly Adams-Galligan
Kostüme
Lindsay Graham
Casting
Mary Vernieu
Casting
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