Der aus der Türkei stammende Kriminalhauptkommissar Sinan Toprak ist ein korrekter Beamter, der sich durch typisch deutsche Tugenden auszeichnet. Er ist gewissenhaft, ehrlich und Prinzipien treu. Gemeinsam mit seinem Assistenten Michael Holldau und dem Gerichtsmediziner Ewald Bucher ermittelt er in verschiedenen Mordfällen, die häufig in der Münchner High Society spielen.
Diese Krimiserie brachte dem Ex-Model Erol Sander den Durchbruch. Obwohl die RTL/ORF-Koproduktion zufriedenstellende Quoten vorweisen konnte, war nach der zweiten Staffel Schluss, weil Erol Sander nicht mehr wollte. Der türkischstämmige Schauspieler gehört inzwischen zu den meistgebuchten TV-Gesichtern im deutschen Fernsehen.
| Darsteller: | Erol Sander | als Sinan Toprak | |
|---|---|---|---|
| Henning Baum | als Michael Holldau | ||
| Tim Wilde | als Ewald Buchner | ||
| Sabine Radebold | als Karin Toprak | ||
| Stefan Altenbach | als Talip Toprak | ||
| Canan Romey-Schlagenhof | als Ilke Toprak | ||
| Rainer Haustein | als Alois Meininger | ||
| Christoph Gareisen | als Dr. Hagen | ||
| Janna Striebeck | als Dr. Elke Bärenschmied | ||
| Alexandra Immel | als Frau Seidenspinner | ||
| Clelia Sarto | als Lara Dollinger | ||
| Jens von Ahnen | als Dr. Stein | ||
| Maria Köstlinger | als Beate Kramer | ||
| Kirk Kirchberger | als Wolf Kramer | ||
| Gottfried Breitfuß | als Stallmeister Gröbe | ||
| Regie: | Axel Sand | ||
| Drehbuch: | Andreas Bütow | ||
| Petra Lüschow | |||
| Sonja Pawlowa | |||
| Claus Stirzenbecher | |||
| Produzent: | Mischa Hofmann | ||
| Philip Voges | |||
| Kamera: | Axel Sand | ||
Regie führt "The IT Crowd"-Komiker und Multitalent Richard Ayoade.
Scheint es auf seine nächste Oscarnominierung abgesehen zu haben: Jesse Eisenberg (Foto: Kurt Krieger)
Jesse Eisenberg arbeitet weiter an seinem Ruf als aufstrebender Jungstar Hollywoods: In seinem neuesten Projekt wird der Star aus "The Social Network" nicht nur die schwierige Aufgabe einer Doppelrolle übernehmen, er wagt sich auch an die Verfilmung eines Literaturklassikers und arbeitet mit einem der vielversprechendsten britischen Independent Regisseure, Richard Ayoade.
"The Double" basiert auf einer Erzählung von Fjodor Dostojewski aus dem Jahr 1846. Im literarischen Original wird das Leben des russischen Regierungsangestellten Golyadkin von einem Tag auf den anderen auf den Kopf gestellt. Als er sein Büro betritt, sitzt ihm plötzlich ein Mann gegenüber, der ihm täuschend ähnlich sieht. Und nicht nur das: Er trägt den gleichen Namen wie er, benimmt sich wie er und stammt aus der gleichen Stadt. Und zu allem Übel hat er es scheinbar darauf abgesehen, das Leben seines realen Spiegelbilds zu zerstören. Er beschmutzt seinen Ruf und nimmt Schritt für Schritt Golyadkins Platz in der Gesellschaft ein.
Der Urvater des Doppelgängermotivs
Dostojewskis Buch gilt als Inspiration für Dutzende von Doppelgängerfilmen. Zuletzt hatte Darren Aronofsky freimütig zugegeben, dass das Werk großen Einfluss auf den letztjährigen Oscargewinner "Black Swan" hatte. Es ist jedoch das erste Mal, dass sich jemand an die Verfilmung des Stoffes selbst wagt. In einem Interview mit dem Guardian ließ Regisseur Richard Ayoade bereits verlauten, dass er keine Eins-zu-Eins-Umsetzung plane. Zusammen mit Avi Korine habe er ein Drehbuch geschrieben, dass die Handlung ins heutige Amerika verlegt. Zudem deutete er an, das komische Potenzial des Originals herauszuarbeiten. Denn Dostojewskis Erzählung ist ein extrem düsteres und verstörendes Psychohorrorstück, in dem die satirischen Untertöne aber nicht zu kurz kommen.
Vielleicht führt die Starpower von Jesse Eisenberg auch dazu, dass Ayoades filmisches Können einem größeren Publikum bekannt wird. Das britische Multitalent ist hauptsächlich für seine Rolle als Computernerd in der BBC-Sitcom "The IT Crowd" bekannt. Sein Regieerstling "Submarine", eine wundervolle Coming-of-Age-Tragikomödie, wurde von der Kritik in den Himmel gelobt, konnte die Erwartungen an den Kinokassen jedoch nicht erfüllen. "The Double" könnte eine Wende einläuten. Und das wäre mehr als wünschenswert.
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