Originaltitel: Adoration
Kanada 2008
Arsinée Khanjian
Scott Speedman
Rachel Blanchard
Regie: Atom Egoyan
Verleih: X Verleih (Warner)
Statt einen Zeitungsartikel an seiner Schule in Toronto zu übersetzen, übernimmt der junge Simon (Devon Bostick) dessen Geschichte für sich und behauptet, der Sohn eines Terroristen zu sein: Sein Vater hatte einst ein Flugzeug sprengen wollen und im Gepäck seiner mit Simon schwangeren Frau heimlich eine Bombe versteckt. Als Lehrerin Sabine (Arsinée Khanjian) Simons Geständnis enthüllt, löst es auch jenseits der Schule unerwartet Heftiges aus.
Arthauskino-Magier Atom Egoyan hypnotisiert wieder in einem stilistisch an "Exotica" und "Das süße Jenseits" angelehnten Drama, das zum Nachdenken anregt: über Intoleranz, Fanatismus, Vorurteile und Fremdenhass - sowie darüber, wie sich zwei mysteriöse Tode verarbeiten lassen.
Nachdenkliches Drama über einen Schüler, der behauptet, der Sohn eines Terroristen zu sein und damit den mysteriösen Tod seiner Eltern verarbeitet.
Eigentlich sollte Simon (Devon Bostick) für den Französischunterricht nur einen Zeitungsartikel übersetzen. Doch dann macht er die schreckliche Geschichte zu seiner eigenen, behauptet, sein Vater wäre der Terrorist gewesen, der seine schwangere Frau mit einer Bombe auf dem Flug nach Israel mit allen Passagieren in den Tod schicken wollte.
Simons Geständnis löst an der Schule und in Video-Chatrooms hitzige Diskussionen aus. Hinter der Provokation steht der Tod seiner Eltern, vor allem die Rolle des Vaters, den sein Großvater als Mörder diffamierte.
Elegische Musik, hypnotische Kamerafahrten, betörende und verstörende Bilder verbinden sich im 11. Spielfilm von Atom Egoyan erneut zu einem eleganten Arthouseprojekt, das den Zuschauer langsam, aber nachwirkend erobert.
Wie schon in "Exotica" oder "Das süße Jenseits" erzählt Egoyan fragmentarisch über mehrere Zeitebenen verschachtelt eine Familientragödie, stellt sie aber in der Auseinandersetzung mit Intoleranz und Vorurteilen in einen größeren Zusammenhang. Trotz aller Skepsis lässt "Simons Geheimnis" am Ende Hoffnung keimen.
| Darsteller: | Arsinée Khanjian | als Sabine | |
|---|---|---|---|
| Scott Speedman | als Tom | ||
| Rachel Blanchard | als Rachel | ||
| Noam Jenkins | als Sami | ||
| Devon Bostick | als Simon | ||
| Kenneth Welsh | als Morris | ||
| Regie: | Atom Egoyan | ||
| Drehbuch: | Atom Egoyan | ||
| Produzent: | Atom Egoyan | ||
| Simone Urdl | |||
| Jennifer Weiss | |||
| Ausf. Produzent: | Robert Lantos | ||
| Michele Halberstadt | |||
| Laurent Pétin | |||
| Kamera: | Paul Sarossy | ||
| Schnitt: | Susan Shipton | ||
| Musik: | Mychael Danna | ||
| Produktionsdesign: | Phillip Barker | ||
| Kostüme: | Debra Hanson | ||
| Ton: | Steve Munro | ||
| Casting: | Jason Knight | ||
| John Buchan | |||
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