"Shrek - der tollkühne Held": Der stinkende Oger Shrek lässt sich auf ein Geschäft mit dem machthungrigen Lord Farquaard ein, damit endlich wieder Ruhe in seinem Sumpf einkehrt. "Shrek 2 - Der tollkühne Held kehrt zurück": Shrek und Gattin Fiona besuchen das Königreich von Fionas Eltern, die sich zunächst wenig begeistert von ihrem Schwiegersohn zeigen. "Shrek der Dritte": Da Shrek keine Lust hat, das Königreich Weit Weit Weg zu regieren, macht er sich auf die Suche nach Fionas Cousin Artie, der sich jedoch als ziemlicher Loser entpuppt.
Die drei Animationsabenteuer aus dem Hause Dreamworks mit dem liebenswerten grünen Kuschelmonster, Prinzessin Fiona und ihren Freunden. Während die ersten beiden Teile auf subversive Unterhaltung mit brillantem Humor bauen, lässt der disneymäßiger gestaltete "Shrek der Dritte" Frische und Frechheit der Vorgänger ein wenig vermissen. Mit den Parodien auf altbekannte Märchen und zahlreichen Popreferenzen bieten die temporeichen Filme Unterhaltung für die ganze Familie.
Über die derben Scherze von Oger Shrek konnte in den bisherigen drei Filmen immer die ganze Familie lachen. Doch nun zeigt sich der grüne Held samt Mitstreitern nicht jugendfrei: Shrek, Esel und Kater sind in einem US-Magazin in heißen Posen mit Erotik-Models zu sehen.
"Shrek" mal etwas anders in der erotischen Fotostrecke des Modemagazins VMan (Foto: Vman)
Und das treibt im prüden Amiland natürlich die Kritiker auf die Barrikaden. Ein Filmjournalist der New York Post fordert gar Entlassungen im "Shrek"-Team: "Da müht man sich über Jahre, ein familienfreundliches Image zu pflegen und das wird dann zugunsten billiger Publicity in einem geschmacklosen Modemagazin aufgegeben - dafür sollte jemand gefeuert werden!", ereifert sich Kyle Smith.
Harte Worte, dabei sind die Bilder erstens so heiß nun auch wieder nicht, zum anderen mag sie mancher auch lustig finden: Das Modemagazin Vman (vman.com) zeigt einen schief grinsenden Shrek an der Seite eines halbnackten Models im Insektenlook mit schwarzen Bändern, den Esel Rücken an Rücken mit einer Dessous-Lady in Strapsen und den Gestiefelten Kater, wie er sich genüsslich auf dem Rücken liegend von einem barbrüstigen Männermodel mit Trauben füttern lässt. Ernsthaft erotisch kann das eigentlich niemand finden, augenzwinkernd ironisch aber schon.
Denn gerade die Shrek-Filme zeichnen sich durch eine Art Witz aus, die sich vom üblichen weichgespülten Disney-Humor ein gutes Stück entfernt - das war ja gerade das Erfolgsrezept der Oger-Abenteuer.
Doch das scheint mancher Kritiker vergessen zu haben. So meint Kyle Smith etwa: "Walt Disney hätte nie zugelassen, dass Cinderella in einer Fotostrecke auftaucht, die aussieht, als würde sie gleich einen Dreier schieben!" Das mag zwar stimmen, aber ein braver Film wie "Cinderella" hätte beim heutigen Publikum auch kaum noch Erfolgschancen.
Sicher ist: Der Aufruhr um die erotischen Shrek-Bilder hat die erhoffte Aufmerksamkeit für das vierte Ogerabenteuer "Für immer Shrek" gebracht. Ob der Film auch für sich genommen ein echter Spaß ist, können Fans ab 30. Juni im Kino erleben.
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