Einfühlsames Porträt eines musikalischen Ausnahmetalents auf dem schmalen Grat zwischen Genie und Wahnsinn. http://images.kino.de/flbilder/max96/bf96/bf45/b9645017/b150x150.jpg Shine - Der Weg ins Licht

Filmdetails

Shine - Der Weg ins Licht

Einfühlsames Porträt eines musikalischen Ausnahmetalents auf dem schmalen Grat zwischen Genie und Wahnsinn.


Shine - Der Weg ins Licht
Start: 13.03.1997

Originaltitel: Shine

Drama / Komödie

Australien/Großbritannien 1995
Laufzeit: 105 Min.
FSK: ab 12 Jahre

Armin Mueller-Stahl
Noah Taylor
Geoffrey Rush

Regie: Scott Hicks
Verleih: Buena Vista

So werten die bisherigen Besucher:

Gesamt
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Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
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Besucher-
ansturm

Temperatur

lau

Inhalt

Unter der Obhut seines besessen überprotektiven Vaters Peter wächst David Helfgott in ärmlichen Verhältnissen auf. Von seinem Vater angetrieben erlernt der schüchterne Junge das Klavierspiel, als er jedoch Stipendien großer Konservatorien angeboten bekommt, lehnt Peter ab. Als David sich dem väterlichen Befehl widersetzt und in London auf die Schule geht, ist der Zusammenbruch nicht fern.


Kritik

Shine - Der Weg ins Licht

Shine on you crazy diamond: Mit seiner zutiefst bewegenden Annäherung an das Leben des unkonventionellen Konzertpianisten David Helfgott ist dem Australier Scott Hicks ein fulminanter Überraschungswurf gelungen. Er verpackte die scheinbar unmögliche Geschichte eines Mannes beim Tanz auf dem schmalen Grat zwischen Vernunft und Wahnsinn als überwältigendes Drama purer Emotionen, als bewegende Success Story der etwas anderen Art, in der ein scheinbar verlorenes Individuum trotz aller Widrigkeiten dank der Kraft der Liebe triumphiert.

In diesem Sinne steht dieser angenehm rohe und doch strahlende Diamant sehr wohl in der Tradition großer Film-Events wie "Forrest Gump", "Rain Man" oder "Nell". Der große Unterschied liegt darin, daß hier die Geschichte einer real existierenden Figur erzählt wird, die ihr eigenes Schicksal nach einer langen Talfahrt selbst erst Mitte der achtziger Jahre in den Griff bekam. In Rückblenden folgt "Shine" seinem Protagonisten durch die tristen Kindheitstage, in denen der Grundstein zu seinem musikalischen Genie und seiner tragischen Krankheit gelegt wird. Ein wenig sperrig wirken diese Szenen aus dem Leben der polnisch-jüdischen Emigranten-Familie Helfgott, ganz als hätte Scott Hicks sie absichtlich gehemmt und beklemmend inszeniert. Unter der Obhut des besessen überprotektiven Vater-Monsters (Armin Mueller-Stahls Vorstellung kommt vom Herzen, aber er legt so viel Seele in seine Auftritte, daß er wie im falschen Film wirkt) wächst der schüchterne David heran: Seine einzige Freude unter der patriarchalischen Knute ist das Klavierspiel, doch auch da läßt Vater Peter keine Freiheiten zu und fördert damit die emotionale Isolation des Sohnes, der mit Verhaltensstörungen reagiert.

Wenn der jugendliche David (mittlerweile von dem sensationellen australischen Jungstar Noah Taylor gespielt) schließlich endlich den Mut aufbringt, seinem Elternhaus den Rücken zuzukehren, um in England seine Klavierstudien fortzusetzen, dann brechen auch bei dem Film endlich alle Dämme. Für die plötzlich gewonnene Freiheit Helfgotts findet Hicks in seinem fortan entfesselten Werk wunderbare bildliche Entsprechungen, und wenn der unkonventionelle Held nach der Aufführung eines unglaublich komplizierten Klavierstücks von Rachmaninoff zusammenbricht, um in das tiefe Tal der mentalen Instabilität einzutauchen, dann hat man ihn als Identifikationsfigur längst akzeptiert. So ist es ein verblüffendes Erlebnis, David nach einem Zeitsprung von zehn Jahren als einen von äußeren Einflüssen unbeeindruckten, geistig durch und durch verwirrten Mann wiederzutreffen. Geoffrey Rushs Darstellung dieses tragikomischen Narren ist phänomenal, seine maschingenwehrartigen Stream-of-Consciousness-Monologe sind so faszinierend, daß man ihm endlos folgen will. Wie im wahren Leben hält dieser wunderbar emotionale und doch überhaupt nicht sentimentale Film ein Happy End in Form der Liebe einer bemerkenswerten Frau bereit, die Helfgott mit rührendem Verständnis aus seinem Dilemma und wieder unter die Lebenden führt. Davids Heiratsantrag zählt denn auch zu den schönsten Momenten des Filmjahres und ist der Höhepunkt eines Films, der nach seinem sensationellen Abschneiden in Australien auch in Deutschland das Publikum in seinen Bann schlagen sollte. ts.

Shine - Der Weg ins Licht

Darsteller:  Armin Mueller-Stahl   als Peter Helfgott
  Noah Taylor   als David Helfgott (jugendl.)
  Geoffrey Rush   als David Helfgott (erwachsen)
  Lynn Redgrave   als Gillian
  Sir John Gielgud   als Cecil Parkes
  Googie Withers   als Katharine-Susannah Prichard
  Alex Rafalowicz   als David Helfgott (Kind)
  Sonia Todd  
  Nicholas Bell  
  Chris Haywood  
  Randall Berger  
 
Regie:  Scott Hicks  
Drehbuch:  Jan Sardi  
Produzent:  Jane Scott  
Kamera:  Geoffrey Simpson  
Schnitt:  Pip Karmel  
Musik:  David Hirschfelder  

Brand bei Bruckheimer

Mimt den Bösewicht in "Pirates": Geoffrey Rush

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Ein Feuer am Set der Disney-Produktion "Pirates of the Caribbean" in Burbank hat am Dienstag tontechnische Ausrüstung und Set-Bauten im Wert von 350.000 Dollar vernichet.

Wie die örtliche Feuerwehr mitteilte, hat offenbar eine Art Schaum, der für die Bauten verwendet wird, den Brand verursacht. Verletzt wurde zum Glück niemand. Die angrenzenden Gebäude waren rechtzeitig evakuiert worden, da der brennende Schaum Giftstoffe freigegeben hatte.

"Der Zwischenfall wird kaum Auswirkungen auf die Produktion haben", versicherte Disney-Sprecherin Michelle Bergman, "wir gehen nicht davon aus, dass der Kinostart im nächsten Sommer verschoben werden muss." Ein genauer Termin für die Jerry Bruckheimer-Produktion steht ohnehin noch nicht fest. In "Pirates" werden Johnny Depp, Orlando Bloom ("Der Herr der Ringe - Die Gefährten") und Geoffrey Rush ("Shine - Der Weg ins Licht") zu sehen sein.

Star

Armin Mueller-Stahl

Deutscher Schauspieler, Musiker, Schriftsteller, Maler und Regisseur. In der DDR gehörte er zu den populärsten Schauspielern in...

Star

Geoffrey Rush

Kostümrollen und exzentrisch-exaltierte Charaktere, komische und liebenswert verrückte Gestalten wie aus den Dramen William Shakespeares sind...

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