Originaltitel: Sherlock Holmes: A Game of Shadows
USA 2011
Robert Downey Jr.
Jude Law
Eddie Marsan
Regie: Guy Ritchie
Verleih: Warner
Im Jahr 1891 erschüttern Bombenanschläge Europa, mächtige Industrielle verlieren dabei ihr Leben. Die Zeitungen vermuten einen Kampf zwischen Anarchisten und Nationalisten. Doch Sherlock Holmes weiß es besser: Sein Intimfeind, der teuflische Professor Moriarty, hat seine Hände im Spiel. Mit seinem treuen Gefährten Dr. Watson und einer Wahrsagerin namens Sim nimmt der Meisterdetektiv die Verfolgung des Erzschurken auf. Der Auftakt zu einer atemlosen Hatz quer durch Europa, bei der der Superverbrecher seinen Verfolgern stets einen Schritt voraus ist.

Im furiosen Sequel von "Sherlock Holmes" lässt Guy Ritchie einen entfesselten Robert Downey Jr. als britischen Kult-Detektiv auf dessen Nemesis Professor Moriarty treffen.
1891. In Straßburg explodiert eine Bombe. Die Zeitungen vermuten einen Kampf zwischen Anarchisten und Nationalisten. Doch Sherlock Holmes weiß es besser: Sein Intimfeind, der teuflische Professor Moriarty (unterkühlt: Jared Harris), hat seine Hände im Spiel. Ihm gilt es das Handwerk zu legen, ehe noch weitere Industrielle ihr Leben lassen müssen. Also wird die Hochzeitsreise von Holmes' treuem Wegbereiter Dr. Watson unsanft unterbrochen, dessen Neo-Gattin kurzerhand aus dem fahrenden Zug geworfen und die Verfolgung des Erzschurken aufgenommen. Der Auftakt zu einer atemlosen Hatz quer durch Europa, bei der der Superverbrecher seinen Verfolgern stets einen Schritt voraus ist - und damit kurz vor der Vollendung seines Plans, der die Geschichte verändern könnte.
Wie bei Hercule Poirot kommen auch bei Sherlock Holmes die "kleinen grauen Zellen" zum Einsatz. Doch während erstgenannter sich mit heißer Schokolade aufputscht, beflügelt sich letzterer mit Hochprozentigem - es kann auch mal Formalin sein - und in Arthur Conan Doyles legendärer Buchvorlage sogar mit einer siebenprozentigen Kokainlösung. So gesehen ist die (Wieder-)Besetzung des Titelhelden mit Robert Downey Jr. ("Iron Man") eine konsequente Entscheidung, verfügt er doch über einschlägige Erfahrung. Der Supermann mutiert spielerisch zum Superhirn, gibt im historischen Gewand, aber dennoch höchst modern, den sportiven Überdetektiv, der in Jude Laws Dr. Watson einen Idealpartner besitzt: keine übergewichtige Dumpfbacke mehr, sondern eleganter Dandy mit Hang zum Glücksspiel und Schlag bei den Frauen - siehe seine formschöne Leinwandbraut Kelly Reilly.
Und weil das Duo schon bei "Sherlock Holmes" unter seiner Regie so perfekt harmonierte, hat Ex-Madonna-Mann Guy Ritchie - berühmt für stilisierte, verquere Londoner Punk-Krimis wie "Snatch" oder "Rock'N'Rolla" - auch beim Sequel "Spiel im Schatten" auf dem Regiestuhl Platz genommen. Cool trumpft er bei der aufwändigen Joel-Silver-Produktion auf, setzt ausgiebig auf Faust- und Feuerkraft, frönt seinem gewohnten Maschinengewehrschnitt und schwelgt in sepiafarbenen (Nostalgie-)Bildern (Kamera: Philippe Rousselot). In Superzeitlupe hämmern Schlagbolzen Kugeln aus Pistolenläufen, Kanonen namens Kleiner Hänsel, die eher an die Dicke Bertha erinnern, mähen halbe Wälder nieder. Ruht kurz die Handlung, wird mit Schauwerten geprotzt - man schippert per Schaufelraddampfer an den weißen Klippen von Dover vorbei gen Frankreich oder schlürft Tee im Savoy.
Ein letztes Tässchen wie sich für Holmes-Herzblatt Ms. Adler (Rachel McAdams) herausstellt, was zur Folge hat, dass diesmal eine Wahrsagerin namens Sim (unterfordert: "Millennium"-Hackerin Noomi Rapace) die Waffen der Frauen einsetzt, derweilen Stephen Fry als Sherlocks Bruder Mycroft den Exzentriker geben darf und die komischen Akzente setzt. Die Maschinenkraft des industriellen Zeitalters gibt dem Film seine Energie, ein Übriges tut Hans Zimmers ironischer Score, der frech zwischen Dudelsackmusik, Südstaatenpolka und Wiener Walzer wechselt. Was nur von Mr. Harris getoppt wird, der Franz Schubert Kunstlied "Die Forelle" intoniert und Holmes wie einen Fisch am Haken zappeln lässt - und das ist wörtlich zu nehmen. Klarer Fall von perfekter Unterhaltung. geh.
| Darsteller: | Robert Downey Jr. | als Sherlock Holmes | |
|---|---|---|---|
| Jude Law | als Dr. John Watson | ||
| Eddie Marsan | als Inspector Lestrade | ||
| Kelly Reilly | als Mary Morstan | ||
| Noomi Rapace | als Sim | ||
| Jared Harris | als Professor Moriarty | ||
| Stephen Fry | als Mycroft Holmes | ||
| Rachel McAdams | als Irene Adler | ||
| Geraldine James | als Mrs. Hudson | ||
| Gabrielle Scharnitzky | als Ilse von Hoffmannstahl | ||
| Regie: | Guy Ritchie | ||
| Drehbuch: | Guy Ritchie | ||
| Michele Mulroney | |||
| Kieran Mulroney | |||
| Produzent: | Lionel Wigram | ||
| Joel Silver | |||
| Dan Lin | |||
| Susan Downey | |||
| Koproduzent: | Steve Clark-Hall | ||
| Ausf. Produzent: | Bruce Berman | ||
| Buchvorlage: | Sir Arthur Conan Doyle | ||
| Kamera: | Philippe Rousselot | ||
| Schnitt: | James Herbert | ||
| Musik: | Hans Zimmer | ||
| Produktionsdesign: | Sarah Greenwood | ||
| Kostüme: | Jenny Beavan | ||
Miststück an Bord: Die schöne Charlize Theron zeigt in der "Alien"-Vorgeschichte einen rabenschwarzen Charakter ...
Der kürzlich veröffentlichte erste Trailer zur "Alien"-Vorgeschichte "Prometheus" lässt die Frage nach Held und Bösewicht noch offen. Charlize Theron gibt eine klare Antwort, ob ihre Figur mit Sigourney Weavers legendärer Ripley aus den Originalfilmen vergleichbar sei: Keine spur.
Gegenüber 'TotalFilm' sagte die schöne Australierin: "Ich spiele weiß Gott keine Heldin in "Prometheus". Das ist Noomi Rapace ("Sherlock Holmes 2"). Ich spiele eine Art Schurkin. Niemand mit Überzeugung, keine Wissenschaftlerin, aber an ihr kommt keiner vorbei."
"Sie arbeitet für den Konzern, der diese ganze Expetition sponsert", beschreibt Charlize Theron ihre Rolle weiter, "Ihr werdet merken, dass sie einen Plan verfolgt, der im dritten Akt enthüllt wird. Sie ist wie leiser Donner." Das klingt ganz nach einer Figur wie Paul Reisers Carter Burke in "Aliens - Die Rückkehr".
Auf youtube finden Sie den Trailer zu "Prometheus" unter:
www.youtube.com/watch?v=sftuxbvGwiU
Kinostart von "Prometheus" ist am 9. August 2012.
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