Regie: Rob Stewart
Verleih: polyband (24 Bilder)
Haien fallen pro Jahr fünf Menschen zum Opfer - selbst Getränkeautomaten fordern mehr Tote! Dennoch hält sich hartnäckig das Gerücht vom Menschenfresser. Diese ungerechtfertigte Dämonisierung bedeutet einen Freibrief für die bedenkenlose Jagd auf das scheue Raubtier. Millionen Exemplare werden täglich beim illegalen Fischen verstümmelt und sterben, weil ihre Flossen vor allem in Asien als Delikatesse gelten. Länder wie Costa Rica liefern der mafiösen Industrie zu.
Mit hartnäckigen Vorurteilen räumt der kanadische Fotograf und Taucher Rob Stewart in seiner Ode an den Hai überzeugend auf und präsentiert den Meeresbewohner als höchst bedrohte Art, die ohne jede Lobby gnadenlos gejagt wird. Seine Doku mausert sich zeitweilig zum Öko-Thriller.
Engagierte Dokumentation und Liebeserklärung an den als Menschenfresser verrufenen Hai.
Das erste Anliegen des kanadischen Fotografen Rob Stewart ist es, mit dem Mythos vom "weißen Hai" aufzuräumen. Die Dämonisierung des scheuen Raubtieres zur menschenverschlingenden Bestie enttarnt er in seiner engagierten Aufklärungsarbeit als fatalen Fehler und beweist dies mit harten Fakten: Fünf Haiopfer pro Jahr - selbst Getränkeautomaten fordern mehr Tote. Und das, obwohl ein schwimmender Mensch dem Lieblingsimbiss des Hais - der Robbe - in Silhouette und Bewegung täuschend ähnelt.
Legale und illegale Fischer nehmen die Angst vor dem Raubtier jedoch als Freibrief, um täglich Millionen der Tiere in internationalen Gewässern zu verstümmeln und achtlos ins Meer zum Sterben zurück zu werfen. Haifischflossensuppe gilt in Asien als heiß begehrte Delikatesse - ein Riesenmarkt und ganzer Industriezweig, für den unter anderem korrupte Händler aus Costa Rica heimlich zuliefern. Aber zu unabsehbar sind die Folgen für das Ökosystem Ozean, wenn man die Spitze seiner Nahrungskette vernichtet. Und letztlich fällt alles auf uns Menschen zurück.
Was zunächst als biografisch gefärbte Unterwasserreise zu den von Stewart innig verehrten Raubtieren beginnt, wird rasch zu einem Greenpeace-Aktivisten-Thriller mit dem Regisseur als Hauptdarsteller, der schließlich in Mittelamerika einen Skandal der Fischmafia aufdeckt. Ein mitunter sehr plakatives Plädoyer für den Artenschutz einer Spezies ohne Lobby, teils so drastisch-polemisch wie Michael Moore, nur bar jeden Spotts.
| Regie: | Rob Stewart | ||
|---|---|---|---|
| Drehbuch: | Rob Stewart | ||
| Produzent: | Rob Stewart | ||
| Ausf. Produzent: | Brian Stewart | ||
| Sandra Campbell | |||
| Alexandra Stuart | |||
| Kamera: | Rob Stewart | ||
| Schnitt: | Ric Morden | ||
| Jeremy Stuart | |||
| Michael Clarke | |||
| Musik: | Jeff Rona | ||
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