Engagierte Dokumentation und Liebeserklärung an den als Menschenfresser verrufenen Hai. http://images.kino.de/flbilder/max08/auto08/auto09/08090816/b150x150.jpg Sharkwater

Filmdetails

Sharkwater

Engagierte Dokumentation und Liebeserklärung an den als Menschenfresser verrufenen Hai.


Sharkwater
Start: 10.04.2008

Dokumentarfilm / Tiere

Kanada 2006
Laufzeit: 88 Min.
FSK: ab 12 Jahre

Regie: Rob Stewart
Verleih: polyband (24 Bilder)

So werten die bisherigen Besucher:

Gesamt
(0 Bewertungen)

Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
Besucheransturm: lau
Besucher-
ansturm

Temperatur

lau

Inhalt

Haien fallen pro Jahr fünf Menschen zum Opfer - selbst Getränkeautomaten fordern mehr Tote! Dennoch hält sich hartnäckig das Gerücht vom Menschenfresser. Diese ungerechtfertigte Dämonisierung bedeutet einen Freibrief für die bedenkenlose Jagd auf das scheue Raubtier. Millionen Exemplare werden täglich beim illegalen Fischen verstümmelt und sterben, weil ihre Flossen vor allem in Asien als Delikatesse gelten. Länder wie Costa Rica liefern der mafiösen Industrie zu.

Mit hartnäckigen Vorurteilen räumt der kanadische Fotograf und Taucher Rob Stewart in seiner Ode an den Hai überzeugend auf und präsentiert den Meeresbewohner als höchst bedrohte Art, die ohne jede Lobby gnadenlos gejagt wird. Seine Doku mausert sich zeitweilig zum Öko-Thriller.


Kritik

Engagierte Dokumentation und Liebeserklärung an den als Menschenfresser verrufenen Hai.

Großansicht Aus Profitgier werden täglich Haie getötet (Foto: polyband (24 Bilder))

Aus Profitgier werden täglich Haie getötet (Foto: polyband (24 Bilder))

Das erste Anliegen des kanadischen Fotografen Rob Stewart ist es, mit dem Mythos vom "weißen Hai" aufzuräumen. Die Dämonisierung des scheuen Raubtieres zur menschenverschlingenden Bestie enttarnt er in seiner engagierten Aufklärungsarbeit als fatalen Fehler und beweist dies mit harten Fakten: Fünf Haiopfer pro Jahr - selbst Getränkeautomaten fordern mehr Tote. Und das, obwohl ein schwimmender Mensch dem Lieblingsimbiss des Hais - der Robbe - in Silhouette und Bewegung täuschend ähnelt.

Legale und illegale Fischer nehmen die Angst vor dem Raubtier jedoch als Freibrief, um täglich Millionen der Tiere in internationalen Gewässern zu verstümmeln und achtlos ins Meer zum Sterben zurück zu werfen. Haifischflossensuppe gilt in Asien als heiß begehrte Delikatesse - ein Riesenmarkt und ganzer Industriezweig, für den unter anderem korrupte Händler aus Costa Rica heimlich zuliefern. Aber zu unabsehbar sind die Folgen für das Ökosystem Ozean, wenn man die Spitze seiner Nahrungskette vernichtet. Und letztlich fällt alles auf uns Menschen zurück.

Großansicht Hai und Mensch könnten wunderbar miteinander auskommen (Foto: polyband (24 Bilder))

Hai und Mensch könnten wunderbar miteinander auskommen (Foto: polyband (24 Bilder))

Fischmafia-Skandal

Was zunächst als biografisch gefärbte Unterwasserreise zu den von Stewart innig verehrten Raubtieren beginnt, wird rasch zu einem Greenpeace-Aktivisten-Thriller mit dem Regisseur als Hauptdarsteller, der schließlich in Mittelamerika einen Skandal der Fischmafia aufdeckt. Ein mitunter sehr plakatives Plädoyer für den Artenschutz einer Spezies ohne Lobby, teils so drastisch-polemisch wie Michael Moore, nur bar jeden Spotts.

Sharkwater

 
Regie:  Rob Stewart  
Drehbuch:  Rob Stewart  
Produzent:  Rob Stewart  
Ausf. Produzent:  Brian Stewart  
  Sandra Campbell  
  Alexandra Stuart  
Kamera:  Rob Stewart  
Schnitt:  Ric Morden  
  Jeremy Stuart  
  Michael Clarke  
Musik:  Jeff Rona  

Top-Filme der Woche

 

kino.de kompakt

In der aktuellen Ausgabe: Katherine Heigl im Trailer zur Actionkomödie "Einmal ist keinmal".

Zum Magazin

Das interaktive Kinomagazin jede Woche kostenlos per Mail - jetzt registrieren!

GO

Ähnliche Filme auf DVD & Blu-ray

 

Service

kino.de mobil

kino.de mobil

Das aktuelle Programm Ihres Lieblingskinos haben Sie überall dabei - kostenlos auf Ihrem Handy.