Drama über einen selbstzerstörerischen Sexsüchtigen, das nicht nur wegen der überragenden und bereits vielfach ausgezeichneten Performance seines Hauptdarstellers beeindruckt. http://images.kino.de/flbilder/max11/mbiz11/mbiz50/z1150828/b150x150.jpg Shame

Filmdetails

Shame

Drama über einen selbstzerstörerischen Sexsüchtigen, das nicht nur wegen der überragenden und bereits vielfach ausgezeichneten Performance seines Hauptdarstellers beeindruckt.


Shame
Start: 01.03.2012

Drama

Großbritannien 2011
Laufzeit: 101 Min.
FSK: ab 16 Jahre

Michael Fassbender
Carey Mulligan
James Badge Dale

Regie: Steve McQueen
Verleih: Prokino (Fox)

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Inhalt

Mittdreißiger Brandon sieht gut aus, weiß sich zu kleiden. Er ist erfolgreich im Job und bei den Frauen, lebt in einem superschicken Apartment in New York. Eine feste Beziehung hat er nicht, stattdessen lebt er seine Sexsucht aus, zu jeder Zeit, an jedem Ort. Da taucht seine chaotische, labile Schwester Sissy bei ihm auf, nistet sich bei ihm ein. Sie geht ihm auf die Nerven, aber er fühlt sich auch für sie verantwortlich.


Kritik

Shame

Drama über einen selbstzerstörerischen Sexsüchtigen, das nicht nur wegen der überragenden und bereits vielfach ausgezeichneten Performance seines Hauptdarstellers beeindruckt.

Regisseur Steve McQueen und Darsteller Michael Fassbender erregten bereits mit ihrer ersten Zusammenarbeit "Hunger" Aufsehen, gingen an Grenzen. Wie als IRA-Mann im Hunger- und Waschstreik zeigt Fassbender auch hier vollen Körpersatz, lässt McQueen den Zuschauer erneut weit mehr sehen als er es in konventionellen Filmen gewöhnt ist. Etwa wie die Hauptfigur ihre Sucht zu jeder Tages- und Nachtzeit, sei es zu Hause, in der Arbeit, im Designerhotel, in einschlägigen Clubs, mit und ohne Frau befriedigt - wie eine Maschine, meist ohne Gefühl, verbissen, verzweifelt. Dabei wird die Hauptfigur Brandon als Mann präsentiert, der scheinbar alles hat, Erfolg im Job und bei den Frauen sowie Geschmack. Eine Erklärung für Brandons Verhalten liefert McQueen nicht, schildert es nur freizügig, detailliert und distanziert in exquisiten Bildern (von Sean Bobbitt) aus zum Teil ungewöhnlichen Perspektiven. McQueen deutet höchstens an, eine schwierige Kindheit, vielleicht auch Geschwisterliebe. In den Szenen mit Schwester Sissy jedenfalls, die - gleichzeitig verletzlich und aufgedreht - so ganz anders ist als der um Beherrschung bemühte Brandon - und sich bei ihm gegen seinen Willen einnistet, jedenfalls strahlen Brandon und der Film die größte Emotion aus, Zärtlichkeit, auch mehr Humor. Wunderbar, zu Tränen rührend ist die Szene, in der Sissy "New York, New York" singt, wie man es noch nicht gehört und gesehen hat. Nicht nur hier brilliert Carey Mulligan, die ihren tollen Leistungen in "An Education" oder "Alles, was wir geben mussten" eine weitere hinzufügt. Überhaupt setzt McQueen mit Musik Akzente, legt etwa in seiner famosen Eingangssequenz einen hochdramatischen Klassiktitel über ein alltägliches Flirten in der U-Bahn, bei dem Brandon nur mit Blickkontakt eine junge Frau als Sexpartnerin auskundschaftet. Der Film, der u.a. in Venedig, bei den British Independent Awards und von diversen Kritikerzirkeln prämiert wurde, mag nicht jedem und in allem gefallen, kalt lässt er aber nicht. hai.

Shame

Darsteller:  Michael Fassbender   als Brandon Sullivan
  Carey Mulligan   als Sissy
  James Badge Dale   als David
  Nicole Beharie   als Marianne
  Lucy Walters   als Mädchen in der U-Bahn
  Mari-Ange Ramirez   als Alexa
  Alex Manette   als Steven
  Hannah Ware   als Samantha
 
Regie:  Steve McQueen  
Drehbuch:  Steve McQueen  
  Abi Morgan  
Produzent:  Iain Canning  
  Emile Sherman  
Koproduzent:  Bergen Swanson  
Ausf. Produzent:  Peter Hampden  
  Tim Haslam  
  Tessa Ross  
  Robert Walak  
Kamera:  Sean Bobbitt  
Schnitt:  Joe Walker  
Musik:  Harry Escott  
Produktionsdesign:  Judy Becker  
Kostüme:  David C. Robinson  
Ton:  Ken Ishii  
Casting:  Avy Kaufman  

Michael Fassbender dreht mit Steve McQueen

Sieht ganz danach aus, als hätte Hollywood ein neues Dreamteam.

Großansicht Michael Fassbender ist auf dem besten Weg, einer der ganz Großen zu werden (Foto: Kurt Krieger)

Michael Fassbender ist auf dem besten Weg, einer der ganz Großen zu werden (Foto: Kurt Krieger)

Drei Jahre liegen zwischen "Hunger" und "Shame", den ersten beiden Filmen, die Michael Fassbender und Regisseur Steve McQueen miteinander gedreht haben. Zu viel vergeudete Zeit, dachten sich die zwei neuen Hollywood-Lieblinge, und machten gleich das nächste Filmprojekt fix. Anfang nächsten Jahres werden sie mit den Dreharbeiten zu "12 Years a Slave" beginnen, der schockierenden Lebensgeschichte von Solomon Northrup.

Northrup, ein New Yorker afro-amerikanischer Abstammung, wurde im Jahr 1841 gekidnappt und als Sklave in die Südstaaten verkauft. Chiwetel Ejiofor spielt die Hauptrolle des verheirateten Geigenspielers, der zwölf Jahre unter unmenschlichen Bedingungen auf Baumwollplantagen arbeiten musste und erst durch ein Gerichtsverfahren wieder in die Freiheit entlassen wurde. Welche Rolle Fassbender übernehmen wird, ist momentan noch ungeklärt. Produziert wird der Film von Brad Pitt und dessen Firma Plan B Entertainment.

Anspruch trifft Aufklärung

Ebenso wie "Hunger" und "Shame" ist "12 Years a Slave" alles andere als leichte Kost. Die Schilderungen in Northrups 1853 veröffentlichter Autobiografie sind drastisch und brutal. Und so engagiert wie Fassbender und McQueen ihre bisherigen Projekte angegangen sind, dürfte auch dieser Film dem Zuschauer ordentlich unter die Haut gehen.

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Michael Fassbender

Deutsch-irischer Schauspieler. Innerhalb weniger Jahre hat sich Michael Fassbender mit der enormen Bandbreite seiner Schauspiel-...

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Carey Mulligan

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