Intensives Drama über drei junge Muslime in Deutschland, die während des Fastenmonats Ramadan auf schwere Glaubens- und Lebensproben gestellt werden. http://images.kino.de/flbilder/max10/auto10/auto33/10330306/b150x150.jpg Shahada

Filmdetails

Shahada

Intensives Drama über drei junge Muslime in Deutschland, die während des Fastenmonats Ramadan auf schwere Glaubens- und Lebensproben gestellt werden.


Shahada
Start: 30.09.2010

Drama

Deutschland 2009
Laufzeit: 92 Min.
FSK: ab 12 Jahre

Maryam Zaree
Jeremias Acheampong
Carlo Ljubek

Regie: Burhan Qurbani
Verleih: 3Rosen (24 Bilder)

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Inhalt

Drei junge Muslime in Deutschland. Während des heiligen Fastenmonats Ramadan geraten sie in Krisen, die ihr bisheriges Werte- und Glaubenssystem auf eine harte Probe stellen. Ismail, türkischer Polizist und Familienvater in Berlin, kann einen dramatischen Unfall mit seiner Dienstwaffe nicht verkraften. Dem Nigerianer Samir macht seine Homosexualität extrem zu schaffen. Und Maryam, die westlich orientierte Tochter eines türkischen Geistlichen, überdenkt nach einem schlimmen Erlebnis ihre Wertvorstellungen.


Kritik

Shahada

Im Fastenmonat Ramadan kreuzen sich in Berlin die Wege dreier junger Muslime, die das Leben aus der Bahn wirft und sich entscheiden müssen.

Zwischen zwei Kulturen aufgewachsen, sieht der afghanischstämmige Burhan Qurbani seinen Diplomfilm an der Filmakademie Baden-Württemberg als Versuch, die aus der islamischen und deutschen Kulturen erwachsenden Widersprüche zu verarbeiten. "Shahada" soll "kein Film über Religion" sein, erzählt aber viel von Religion und was sie mit den Menschen macht, wie schmal der Grat zwischen Glauben und Fanatismus sein kann.

Anhand von drei jungen Muslimen in der Hauptstadt kristallisieren sich Krisen und Konflikte heraus: Ein türkischstämmiger Polizist leidet unter schlechtem Gewissen, weil er durch einen Querschläger aus der Dienstpistole eine Bosnierin so schwer verletzte, dass ihr ungeborenes Kind im Mutterleib starb, die lebenslustige und freigeistig erzogene Tochter eines verwitweten und gütigen Imams treibt ihr ungewolltes Kind ab und flüchtet sich wahnhaft in den Fundamentalismus, ein auf dem Großmarkt arbeitender Nigerianer empfindet verbotene Gefühle für seinen Kollegen und weiss nicht damit umzugehen.

Schuldbewusstsein als Lebensmaxime. Die Individuen kämpfen in extremen Situationen mit ihren Dämonen und gesellschaftlichem Druck in der kleinen Gemeinde. In den Zwängen eines Glaubens gefangen, der ihre Freiheit einschränkt, akzeptieren sie klaglos ihr Schicksal, sind Opfer der Umstände. Fast mantramäßig heißt es immer wieder "Es gibt keinen Gott außer Allah, und Mohammed ist sein Prophet", eine wirkliche Reflektion über Machtmechanismen der Religion bleibt aber aus. Die Episoden des in Kapitel aufgeteilten Dramas sind gekonnt verknüpft, nach einem furiosen Beginn flacht der Handlungsbogen allerdings etwas ab, die Psychologie der Figuren erschließt sich nicht, manchmal gehen guter Wille, Klischee und Gutmenschentum eine nicht unbedingt gelungene Symbiose ein, dann wieder überraschen treffsichere Dialoge und intensive Momente bei dieser diffizilen Suche gepeinigter Seelen nach Identität. Nach diesem Plädoyer für Toleranz kann man von dem erst 29-jährigen Regisseur sicherlich noch einiges erwarten. mk.

Shahada

Darsteller:  Maryam Zaree   als Maryam
  Jeremias Acheampong   als Samir
  Carlo Ljubek   als Ismail
  Marija Skaricic   als Leyla
  Sergej Moya   als Daniel
  Vedat Erincin   als Vedat
  Anne Ratte-Polle   als Sarah
  Nora Abdel-Maksoud   als Renan
  Yollette Thomas   als Amira
  Alexandros Gehrckens   als Kinay
  Gerdy Zint   als Rainer
 
Regie:  Burhan Qurbani  
Drehbuch:  Burhan Qurbani  
  Ole Giec  
Produzent:  Susa Kusche  
  Uwe Spiller  
  Robert Gold  
Koproduzent:  Prof. Nico Hofmann  
  Prof. Thomas Schadt  
  Thomas Lechner  
Kamera:  Yoshi Heimrath  
Schnitt:  Simon Blasi  
Kostüme:  Irene Ip  
Maske:  Anja Heinemann  
  Sandra Meyer  
Ton:  Magnus Pflüger  
Casting:  Karen Wendland  

Star

Sergej Moya

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