Originaltitel: Shaft
USA 2000
Samuel L. Jackson
Vanessa L. Williams
Jeffrey Wright
Regie: John Singleton
Verleih: UIP
Der Millionärssohn und Rassist Wade tötet einen Schwarzen und wird von Detective John Shaft verhaftet. Doch Wade kommt auf Kaution frei und flieht in die Schweiz. Zwei Jahre später kehrt er zurück. Startschuss für einen Rachefeldzug Shafts, der sich bei der Suche nach einer untergetauchten Belastungszeugin auch von korrputen Kollegen und einem Latinodrogendealer und dessen Schergen nicht aufhalten lässt.

In den frühen 70er Jahren geriet die schwarze Antwort auf James Bond zur Gallionsfigur des Blaxploitation-Genres und mit dem slicken Remake wird bewiesen, dass John Shaft immer noch der Mann für den Job ist. Im neuen Jahrtausend tritt Samuel L. Jackson selbstsicher in die Fußstapfen des superlässigen Gesetzeshüter und kann mit seinem nonchalanten Charisma und seiner patentierten Coolness die "badass"-Attitüde des Original-Shafts noch übertreffen. Das Paramount-Studio durfte sich am Startwochenende über ein Einspiel von 21,7 Mio Dollar freuen und auch im europäischen Markt kann man solide Ergebnisse erwarten.
Der afro-amerikanische Regisseur John Singleton ("Boyz 'N The Hood") meldet sich nach "Higher Learning" und "Rosewood" mit seinem bislang kommerziellsten Film zurück, ohne dabei sein sozialkritisches Anliegen zu vergessen. Singleton verfasste das auf dem gleichnamigen Roman von Ernest Tidyman gemeinsam mit Richard Price und Shane Salerno. Trotz kontemporären Zusätzen hat die Story nicht viel von ihrem Blaxploitation-Appeal eingebüßt und wird mehr von ihren Figuren als von ausgefallenen Actionsequenzen vorangetrieben. Das Buch webt ein mehrschichtiges Netz um Kriminalität und Korruption, doch Singleton versteht es die Plotstränge miteinander zu verknüpfen. Rassismus ist die Motivation für einen brutalen Mord an einem Schwarzen (Mekhi Phifer). Der Täter ist der reiche Schnösel Walter Wade Jr. (Christian Bale in diabolischem "American Psycho"-Modus), der von Detective Shaft mit Blut an den Händen verhaftet wird. Doch Wade wird auf Kaution freigelassen und verzieht sich in die Schweiz. Zwei Jahre später kehrt Wade zurück und Shaft beginnt seinen persönlichen Rachefeldzug gegen den Mörder, korrupte Cops (u.a. Dan Hedaya) und den hispanischen Drogendealer Peoples (Jeffrey Wright als exzentrischer Bösewicht). Alle sind sie auf der Suche nach der einzigen Zeugin (Toni Collette), was einigen von Shaft gestifteter Verwirrung und Verfolgungsjagden Vorschub leistet.
Zu den Nebendarstellern rechnen des weiteren Rapstar Busta Rhymes, der als Shafts schusseliger Assistent für einigen "comic relief" zuständig ist, sowie Vanessa Williams in einer eher unauffälligen Rolle als Polizeikollegin. Die volle Aufmerksamkeit zieht Jackson auf sich, der statt mit Afro-Look und Schlaghose ausgestattet, Glatze und Designer-Ledermantel trägt. Mit Eastwoodscher Kaltschnäuzigkeit, lockerem Ladykiller-Charme und augenzwinkerndem Humor stilisiert er sich zum ultracoolen urbanen Helden. Die unvergessene Titelmelodie steuert erneut Isaac Hayes bei und auch der Rest des Scores fügt sich weitgehend in guten alten Blaxploitation-Standard von Funk und Soul ein. ara.
| Darsteller: | Samuel L. Jackson | als John Shaft | |
|---|---|---|---|
| Vanessa L. Williams | als Carmen Vasquez | ||
| Jeffrey Wright | als Peoples Hernandez | ||
| Christian Bale | als Walter Wade Jr. | ||
| Busta Rhymes | als Rasaan | ||
| Dan Hedaya | als Jack Roselli | ||
| Toni Collette | als Diane Palmieri | ||
| Richard Roundtree | als Onkel John Shaft | ||
| Ruben Santiago-Hudson | als Jimmy Groves | ||
| Josef Sommer | als Curt Fleming | ||
| Lynne Thigpen | als Carla Howard | ||
| Philip Bosco | als Walter Wade Sr. | ||
| Pat Hingle | als Dennis Bradford | ||
| Lee Tergesen | als Luger | ||
| Mekhi Phifer | als Trey Howard | ||
| Regie: | John Singleton | ||
| Drehbuch: | Richard Price | ||
| John Singleton | |||
| Shane Salerno | |||
| Produzent: | Scott Rudin | ||
| John Singleton | |||
| Koproduzent: | Eric Steel | ||
| Ausf. Produzent: | Adam Schroeder | ||
| Paul Hall | |||
| Steve Nicolaides | |||
| Buchvorlage: | Ernest Tidyman | ||
| Kamera: | Donald E. Thorin | ||
| Schnitt: | John Bloom | ||
| Antonia van Drimmelen | |||
| Musik: | David Arnold | ||
| Isaac Hayes | |||
| Produktionsdesign: | Patrizia von Brandenstein | ||
| Dennis Bradford | |||
| Kostüme: | Ruth E. Carter | ||
| Ton: | Danny Michael | ||
Wenn Sie mal ein Problem haben und nicht mehr weiter wissen...
...suchen Sie doch "das A-Team!" So heißt es im Intro zum TV-Kult. Und weil die Welt zwanzig Jahre nach Serienstart immer noch voll ungelöster Probleme ist, wird es Zeit für einen richtig großen Auftritt der tatkräftigen Ex-Soldatentruppe: "Shaft"-Regisseur John Singleton soll "Das A-Team" ins Kino bringen.
Derzeit steht eine Bestätigung der beteiligten Studiobosse noch aus. Doch Singleton hat mit seiner Filmversion des coolsten Cops aller Zeiten schon bewiesen, dass er TV-Legenden standesgemäß auf die große Leinwand zu hieven weiß.
Nur dumm, dass schwer bewaffnete Kriegsveteranen, die das Gesetz und großkalibrige Waffen selbst in die Hand nehmen, zwar immer noch bestens zum Selbstverständnis mancher US-Bürger passen, aber im Rest der Welt für reichlich Unbehagen sorgen dürften. Allerdings wird die Fernsehversion zumindest ein bisschen an veränderte Realitäten angepasst: Die Jungs im rotgestreiften Van werden im Film Golfkriegsveteranen sein und nicht wie die TV-Stars ehemalige Vietnam-Helden.
Darsteller sind zwar noch nicht bekannt, aber Hannibals berühmter Schluss-Satz "Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert" käme doch sicher auch aus George Clooneys Mund überzeugend - und graue Haare kriegt der ja auch schon. Dann noch Brad Pitt als wandlungsfähiger Frauenschwarm Face, Will Smith als wortkarger Van-Besitzer B.A. Barracus und Jack Black als ausgeflippter Hubschrauberpilot Murdock. Die Herren sagen für ein derart hochkarätiges Projekt sicher gerne zu!
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