Seitdem ihr kleiner Bruder einst von britischen Sicherheitskräften getötet wurde, weiß Colette um die Schrecken des Nordirlandkonflikts. Inzwischen ist Colette selbst Mutter und hat den Kampf gegen die ungeliebten Besatzer noch immer nicht aufgegeben. Bei dem Versuch, eine Bombe in einem Londoner U-Bahnhof zu platzieren, wird Colette verhaftet. Ein britischer Geheimdienstoffizier stellt sie vor die Wahl: Entweder die Familie ausspionieren und ihren kleinen Sohn wiedersehen oder schweigen und lebenslang ins Gefängnis wandern.

Ein Psychothriller im Wortsinn, inszeniert von James Marsh, der schon bei "Yorkshire Ripper 1980", Teil der hochgelobten "Red Riding"-Trilogie, bewiesen hat, dass er etwas von Spannung versteht. Im Mittelpunkt steht nicht die äußere Action, das Drama reflektiert vielmehr die Gewissenskonflikte und das moralische Dilemma seiner Helden. Der Regisseur erzählt seine Geschichte aus der Perspektive einer Frau, deren Alltag ein einziger Überlebenskampf ist, und hat mit Senkrechtstarterin Andrea Riseborough ("Brighton Rock") die Idealbesetzung für diesen schwierigen Part gefunden.
| Darsteller: | Clive Owen | als Mac | |
|---|---|---|---|
| Andrea Riseborough | als Colette McVeigh | ||
| Gillian Anderson | als Kate Fletcher | ||
| Aidan Gillen | als Gerry | ||
| Domhnall Gleeson | als Connor | ||
| Brid Brennan | als Ma | ||
| David Wilmot | als Kevin Mulville | ||
| Stuart Graham | als Ian Gilmore | ||
| Martin McCann | als Brendan | ||
| Michael McElhatton | |||
| Regie: | James Marsh | ||
| Drehbuch: | Tom Bradby | ||
| Produzent: | Chris Coen | ||
| Koproduzent: | Andrew Lowe | ||
| Ed Guiney | |||
| Camille Gatin | |||
| Ausf. Produzent: | Joe Oppenheimer | ||
| Brahim Chioua | |||
| Norman Merry | |||
| Vincent Maraval | |||
| Tom Bradby | |||
| Rita Dagher | |||
| Buchvorlage: | Tom Bradby | ||
| Kamera: | Rob Hardy | ||
| Schnitt: | Jinx Godfrey | ||
| Musik: | Dickon Hinchliffe | ||
| Produktionsdesign: | Jon Henson | ||
| Kostüme: | Lorna Marie Mugan | ||
| Casting: | Nina Gold | ||
Auch wenn das Thermometer gerade bundesweit in den Keller rutscht - eine "Eis-Berlinale" wie vor zwei Jahren ist offenbar nicht zu befürchten.
Am 9. Februar öffnet die 62. Berlinale ihre Pforten - unter anderem für Angelina Jolies Regiedebüt "In the Land of Blood and Honey" um eine Liebe im Bosnienkrieg (Foto: Wild Bunch (Central))
Zumindest attestieren die Wetterdienste, dass die Temperaturen bis zur Eröffnung wieder in den einstelligen Minusbereich zurückkehren. Ob Frost oder nicht: Die Berlinale, die am 9. Februar ihre Pforten öffnet, wird keinen Besucher kalt lassen. Zu viel gibt es zu entdecken! Neben den 395 gezeigten Filmen locken an den elf Festivaltagen zahllose Partys, Empfänge und Diskussionsrunden - und natürlich die Stars am roten Teppich.
Viele Regisseure erzählen in ihren Filmen von einer Welt im Umbruch. Darunter auch ein prominentes Regiedebüt: Hollywoodstar Angelina Jolie stellt "In the Land of Blood and Honey" vor, ein Film über den Bürgerkrieg in Bosnien, der der humanitär engagierten Schauspielerin eine Herzensangelegenheit war.
Deutschlands Hollywood-Exportschlager Diane Kruger gibt die französische Königin Marie Antoinette, die von den Unruhen der Französischen Revolution erfasst wird, in dem Historiendrama "Leb wohl, meine Königin!", dem diesjährigen Berlinale-Eröffnungsfilm.
Dänemarks Superstar Mads Mikkelsen ist ebenfalls in einem königlichen Drama zu sehen, in "Die Königin und der Leibarzt" spielt er den Doktor der dänischen Königin Caroline Mathilde. Der Arabische Frühling, der vor einem guten Jahr begann, zieht sich durch alle Sektionen und zahlreiche Diskussionen.
Selbst der oft vergessene Kontinent Afrika rückt in den Fokus und erzählt von Menschen auf der Suche nach einer besseren Zukunft. Der asiatische Film ist traditionell stark in allen Reihen vertreten, etwa mit bei Cineasten heiß gehandelten philippinischen "Skandalfilmer" Brillante Mendoza. Auch Angelina Jolies Ex-Mann, der Schauspieler Billy Bob Thornton, wechselt alle Jahre wieder auf den Regiestuhl, in Berlin hat er die starbesetzte Culture-Clash-Komödie "Jayne Mansfield's Car" im Gepäck.
Tom Hanks und Sandra Bullock sind die Protagonisten in dem oscarnominierten 9/11-Drama "Extrem laut und unglaublich nah", während "Twilight"-Star Robert Pattinson auf dem roten Teppich für Kreischalarm sorgen sollte - er spielt im Paris des 19. Jahrhunderts angesiedelten Bel Ami" einen eleganten Liebhaber - u.a. von Uma Thurman und Christina Ricci. Clive Owen beglückt die Berliner dagegen anlässlich der Premiere des britischen Thrillers "Shadow Dancer".
Auch in diesem Jahr ist Berlinale natürlich DAS Schaufenster für den deutschen Film. Insgesamt 87 deutsche Filme und Koproduktionen laufen in den verschiedenen Sektionen. Auch im Wettbewerb wird geklotzt, gleich drei Schwergewichte des deutschen Autorenfilms rücken ins Rampenlicht: Hans-Christian Schmid mit seinem Familiendrama "Was bleibt", Christian Petzold mit dem geheimnisvollen Drama "Barbara" und Matthias Glasner mit dem am Nordkap gedrehten "Gnade". Außer Wettbewerb zeigt Doris Dörrie ihren neuen Film "Glück", eine berührende Liebesgeschichte zwischen einem Punk und einer jungen Prostituierten.
Welche Wettbewerbsfilme, Darsteller und Filmemacher dieses Jahr die begehrten Bären mit nach Hause nehmen dürfen, das entscheidet die Jury um den Präsidenten Mike Leigh ("Happy-Go-Lucky"). Als kompetente Unterstützung an seiner Seite hat der Top-Regisseur dabei unter anderem Hollywood-Star Jake Gyllenhaal, den legendären Fotografen und Regisseur Anton Corbijn, den Oscar-Nominierten Filmemacher Asghar Farhadi ("Nader und Simin") und die französischen Filmlieblinge Charlotte Gainsbourg und François Ozon. Die glanzvolle Verleihung geht am 19. Februar zum großen Berlinale-Finale über die Bühne.
Clive Owen beschwört Vergleiche mit Humphrey Bogart, Sean Connery und Robert Mitchum herauf, weil er in seiner physischen Präsenz, dem entspannt...
Film der Woche: Der Kult geht weiter, die Alien-Jäger blitzdingsen wieder! Will Smith reist in die Sixties, um den jungen Agent Kay (Josh Brolin) zu retten.
Preview der Woche: Schöne Komödie mit "Hannah Montana" Miley Cyrus, die sich in ihren besten Freund verliebt.