Der Enkel von Sergej Stepanowitsch Tschachotin (1883-1973) folgt in dieser Doku den Spuren seines Großvaters, einer schillernden Persönlichkeit, der Naturwissenschaftler, Antifaschist und Frauenheld war. http://images.kino.de/flbilder/max12/auto12/auto05/12050086/b150x150.jpg Sergej in der Urne

Filmdetails

Sergej in der Urne

Der Enkel von Sergej Stepanowitsch Tschachotin (1883-1973) folgt in dieser Doku den Spuren seines Großvaters, einer schillernden Persönlichkeit, der Naturwissenschaftler, Antifaschist und Frauenheld war.


Sergej in der Urne
Start: 23.02.2012

Porträt/Biographie

Deutschland 2009
Laufzeit: 110 Min.
FSK: ab 6 Jahre

Regie: Boris Hars-Tschachotin
Verleih: Film Kino Text

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Sergej in der Urne

Sergej Stepanowitsch Tschachotin (1883-1973), einst bedeutender russischer Naturwissenschaftler und Freund von Albert Einstein, war ein politischer Aktivist, Antifaschist und Frauenheld. Ein Mann, hin und her gerissen zwischen Ost und West und fünf Frauen, denen er acht Söhne hinterließ. Den Sprössling eines Zaren-Botschafters hatte es im Kampf gegen die großen Diktaturen dieser Welt quer durch Europa getrieben. So waren ihm immer wieder Husarenstreiche von historischer Dimension gelungen: Von Deutschland aus schmuggelte er Salpetersäure und Glycerin zum Bombenbau gegen das zaristische Regime nach Russland. Später in Deutschland sollte er mit den von Pavlov entlehnten Mitteln der Massensuggestion gegen die NSDAP vorgehen. Und es glückte ihm auch, vor der Gestapo nach Dänemark zu fliehen und Albert Einstein nach London zu folgen. Nach Stalins Tod kehrte Tschachotin in die damalige UdSSR zurück, erhielt als Erfinder des sogenannten Strahlenskalpells ein eigenes Forschungsinstitut, an dem er bis zu seinem Tod 1973 arbeitete. Sein letzter Wille, in Korsika bestattet zu werden, erfüllte sich bis heute nicht. Tschachotins Urne steht noch im Pariser Wohnzimmerschrank seines Sohns Eugen. Erst der Urenkel wird den letzten Wunsch des Urgroßvaters vorantreiben.
Den mäandernden Lebenswegen von vier Generationen folgte der Filmemacher Boris Hars-Tschachotin am Schicksal seines Urgroßvaters Sergej Stepanowitsch Tschachotin. Erstmals werden Fotos und Schriften des berühmten Ahnen zusammengetragen, darunter auch bislang unveröffentlichtes Filmmaterial. Boris Hars-Tschachotin studierte an der Humboldt-Universität in Berlin Kunstgeschichte, Philosophie und Theaterwissenschaften. Er debütierte 2001 mit seinem Kurzfilm "Lurch", der beim Hollywood Film Festival als bester Kurzfilm ausgezeichnet wurde. "Sergej in der Urne" ist sein erster langer Dokumentarfilm und wurde Gewinner des BLM-Filmpreises 2010 in München.

Quelle: 3sat, www.3sat.de

Sergej in der Urne

Sprecher:  Ulrich Matthes   als Sergej Tschachotin
 
Regie:  Boris Hars-Tschachotin  
Drehbuch:  Boris Hars-Tschachotin  
Produzent:  Boris Hars-Tschachotin  
Koproduzent:  Heino Deckert  
Kamera:  Peter Badel  
  Sirko Knüpfer  
  Grischa Schaufuß  
Schnitt:  Sirko Knüpfer  
  Boris Hars-Tschachotin  
Musik:  Jan Tilman Schade  
Ton:  Bernhard Joest  
  Jürgen Schönhoff  
  Matthias Richter  

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