Originaltitel: Entre adultes
Frankreich 2007
Cyril Couton
Véronique Dossetto
Vincent Dubois
Regie: Stéphane Brizé
Zwölf Erwachsene - sechs Frauen und sechs Männer - verführen sich, manipulieren sich, hintergehen sich, vertrauen sich einander an - kurz gesagt: Sie lieben sich. Ein Reigen mit sechs Paaren, die so ihre Beziehungsschwierigkeiten haben, bis jeder Topf am Ende den passenden Deckel findet.
Camille sucht während eines One-Night-Stands mit Christian das Gefühl begehrt zu werden, während Christian durch den außerehelichen Sex das Leben mit seiner depressiven Frau Caroline flieht. Diese findet seit einem Jahr keine Arbeit und ist mit ihrem Selbstvertrauen am Boden. Bei einer Bewerbung sitzt sie dem sexuell frustrierten Personalchef Philippe gegenüber, der Sie zu demütigenden Handlungen überreden kann. Auch gegen Geld sucht Philippe sexuelle Befriedigung, doch er verliebt sich in die Prostituierte Louise, die eigentlich Schauspielerin ist. Zu deren Kunden zählt auch Jacques. In der Beziehung von Jacques und seiner Partnerin Carine läuft schon lange einiges schief; sie betrügt ihn immer wieder mit anderen Männern, will jedoch eigentlich nur Jacques. Auch Marc kann Carine nicht wirklich verzaubern, sondern nervt sie mit seinem Verhalten. Er nervt nicht nur sie, auch seine langjährige Ex-Freundin Pauline kann ihn nicht mehr sehen. Pauline hat eine Affäre mit Alexandre, der sich jedoch nicht von Sidonie, seiner langjährigen Freundin, trennen kann. Diese hat erotische Fantasien mit anderen Männern, insbesondere mit ihrem besten Freund Patrick. Immerhin ist dieser ehrlich, denn er und seine Freundin Camille entscheiden sich, ihre Beziehung zu beenden und ihr Leben zu verändern.
"Seitensprünge" führt uns, ähnlich Schnitzlers und Ophüls' "Reigen", von einem Paar zum anderen - und jedes ist ganz anders. In jeder Paarbeziehung lassen die Partner durch ihr Reden und Handeln erkennen, dass sie noch nicht zu sich selbst gefunden haben, weshalb es auch in der Beziehung hakt.
"Seitensprünge" ist ein Beziehungsmosaik, das innerhalb von 18 Tagen geschrieben, gedreht und geschnitten worden ist. Die regionale Filmförderung Centre/Val de Loire hatte dem Regisseur Stéphane Brizé vorgeschlagen, mit professionellen Theaterschauspielern einen Film zu drehen. Die Darsteller erfuhren zum Teil nur eine Stunde vor Drehbeginn, welche Rolle sie spielen sollten. Dadurch strahlt der Film große Spontaneität aus, denn die Schauspieler mussten einen Teil der Rolle improvisieren. Für das Lernen des Textes war keine Zeit; sie sollten nur die Grundstimmung und den Handlungsverlauf im Kopf haben. Da Brizé alle Schauspieler gleich behandeln wollte, sind ihre Rollen von exakt gleichem Umfang - eine starke Einschränkung beim Drehen und Schneiden.
Quelle: ARTE, www.arte.tv
| Darsteller: | Cyril Couton | als Marc | |
|---|---|---|---|
| Véronique Dossetto | als Sidonie | ||
| Vincent Dubois | als Christian | ||
| France Ducateau | als Carine | ||
| Philippe Fauconnier | als Philippe | ||
| Jeanne Ferron | als Caroline | ||
| Celine Gorget | als Louise | ||
| Dominique Coquelin | als Patrick | ||
| Charlotte Smither | als Pauline | ||
| Vincent Rocher | als Jacques | ||
| Edith Mèrieau | als Camille | ||
| Karim Hammiche | als Alexandre | ||
| Regie: | Stéphane Brizé | ||
| Drehbuch: | Stéphane Brizé | ||
| Produzent: | Claude Lelouch | ||
| Ausf. Produzent: | Jean-Paul de Vidas | ||
| Kamera: | Hervé Portanguen | ||
| Schnitt: | Alban Teurlai | ||
| Musik: | Fabrice Dumont | ||
| Frédéric Fortuny | |||
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