Originaltitel: Son frère
Frankreich 2002
Bruno Todeschini
Eric Caravaca
Maurice Garrel
Regie: Patrice Chéreau
Verleih: Concorde
Jahrelang hatten die Brüder Thomas (Bruno Todeschini) und Luc (Eric Caravaca) wenig miteinander zu schaffen, jeder lebte seine individuelle Existenz an einem anderen Ort der Welt. Jetzt aber, wo Thomas an einer mysteriösen Blutkrankheit leidet und nur noch wenige Wochen zu leben hat, kommt es zum Wiedersehen. Zunächst hat Luc wenig Lust, sich um Thomas zu kümmern. Doch mit der Zeit kommt man einander näher, die Erinnerungen an die Jugend kehren zurück, und die Gegenwart verliert an Bedeutung.
Emotional gefärbte Meditation zum Thema Freundschaft, Liebe und Sterben in einer hochintensiven Inszenierung von Patrice Chéreau ("Intimacy"). Ausgezeichnet mit dem Regiepreis auf der Berlinale 2003.
Stilles und radikales Meisterwerk von Patrice Chéreau über zwei Brüder, die angesichts des nahenden Todes des älteren der beiden wieder zueinander finden.
Der große Bruder Thomas leidet an einer mysteriösen Bluterkrankheit und muss akzeptieren, dass er nur noch wenige Wochen zu leben hat.
Der kleine Bruder, Luc, kümmert sich erst widerwillig, dann engagiert und mit allen Konsequenzen um den Sterbenden und übernimmt die Verantwortung für den Älteren. Im Vertauschen der alten Rollen finden die Brüder wieder zueinander.
Diese leise Tragödie geht unter die Haut, forscht die Gefühle aus und umreißt hart eine Familie in Agonie, ohne Verständnis und Liebe füreinander.
Die Kamera begleitet in großer Nähe das Leiden eines Menschen, tastet sich am siechenden Körper entlang, durch die Falten der müden Haut, macht nicht Halt vor Blut, Schweiß und anderen Sekreten, nimmt mit auf eine intensive und schmerzliche Gratwanderung zwischen Hoffnung und Hoffnungslosigkeit.
Nach Philippe Bessons Roman inszenierte der eigenwillige Franzose Patrice Chéreau einen Film über den Zerfall eines Körpers, über Krankheit und Tod, und verbindet dessen schonungslose Darstellung mit dem Porträt einer diffizilen Bruderbeziehung.
| Darsteller: | Bruno Todeschini | als Thomas | |
|---|---|---|---|
| Eric Caravaca | als Luc | ||
| Maurice Garrel | als Alter Mann | ||
| Antoinette Moya | als Mutter | ||
| Fred Ulysse | als Vater | ||
| Nathalie Boutefeu | als Claire | ||
| Sylvain Jacques | als Vincent | ||
| Catherine Ferran | als Chefärztin | ||
| Robinson Stévenin | als Manuel | ||
| Regie: | Patrice Chéreau | ||
| Drehbuch: | Patrice Chéreau | ||
| Anne-Louise Trividic | |||
| Buchvorlage: | Philippe Besson | ||
| Kamera: | Eric Gautier | ||
| Irina Lubtchansky | |||
| Schnitt: | François Gédigier | ||
| Simon Jacquet | |||
| Kostüme: | Caroline de Vivaise | ||
| Ton: | Guillaume Sciama | ||
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