Originaltitel: Secretariat
USA 2010
Diane Lane
John Malkovich
Dylan Walsh
Regie: Randall Wallace
Verleih: Walt Disney
Zu Beginn der Siebzigerjahre erklärt sich die Hausfrau und Mutter Penny Chenery bereit, den Pferdestall ihres schwer erkrankten Vaters zu übernehmen, obwohl sie über keinerlei Erfahrung im Umgang mit den Tieren oder den Pferderennsport verfügt. Trotzdem nimmt die halsstarrige Frau die Herausforderung an. Mithilfe des erfahrenen Trainers Lucien Laurin gelingt es ihr, sich in der Männerdomäne durchzusetzen. Obwohl keiner einen Pfennig auf sie setzt, führt sie den Hengst Secretariat zum Triumph. Als erstes Pferd in 25 Jahren gewinnt er die U.S. Triple Crown.

Diane Lane mimt in dieser familientauglichen Tatsachenroman-Verfilmung eine schöne (Haus-)Frau, die mit eisernem Willen den legendären Sieg eines Rennpferdes verwirklicht.
Noch heute gilt Secretariat als eines der bemerkenswertesten Rennpferde der Geschichte, das 1973 in den USA die Triple Crown gewann (eine Ehre, die bislang lediglich elf Pferden zuteil wurde). Doch war nicht nur die Geschichte des Siegerpferdes außergewöhnlich, sondern auch die seiner charismatischen Besitzerin, die sich entgegen aller Erwartungen in einer typischen Männerdomäne durchsetzen konnte. Dies inspirierte das Buch von William Nack, das wiederum als Vorlage für Mike Richs ("The Rookie") Adaption der inspirierenden uramerikanischen Aufsteigerstory diente.
Penny Chenery ist verheiratet, hat vier Kinder und lebt das typische Leben einer Hausfrau der Siebzigerjahre. Doch als ihr Vater stirbt, übernimmt sie die Zügel des elterlichen Gestüts und feuert zunächst den korrupten Trainer. Weder ihr Ehemann ("Stepfather" Dylan Walsh) noch ihr Bruder sind von ihrer bald offenbar werdenden Geschäftstüchtigkeit angetan und wollen sie zum Verkauf der Farm überreden. Doch die Geburt des Fohlens Big Red (später Secretariat) bestätigt Penny in ihrem Vorsatz nicht aufzugeben. Sie spürt sofort, dass es sich um ein ganz besonderes Tier handelt. Mit Unterstützung des exzentrischen Trainers Lucien Lauren (John Malkovich) und des todesmutigen Jockeys Ron Turcotte (Otto Thorwarth) orchestriert die zunächst belächelte Familienmutter einen unglaublichen Siegeszug, der in die Sportgeschichte eingeht.
In seiner dritten Regiearbeit verfährt "Braveheart"-Skripter Randall Wallace ("Der Mann mit der eisernen Maske") ähnlich wie Secretariat seine Rennen gewann: nach langsamem Start räumt er das Feld von hinten auf. So dauert es eine Weile bis Penny ihr siegreiches Team zusammenstellt, sich finanziell und professionell abstrampelt und zwischenzeitlich auch Spannungen innerhalb der Familie durchleiden muss. Doch in Folge wird mit atemberaubend adrenalintreibenden Rennbahn-Sequenzen (zum Teil aus der Perspektive des Jockeys gefilmt) der unglaubliche dreifache Sieg mit einem Maximum an Spannung dokumentiert. Unweigerlich fühlt man sich an "Seabiscuit" erinnert, das aufwühlend von einem ähnlich phänomenalen Pferd erzählte. Diane Lane geht ganz in ihrer Rolle der unerwartet starken Frau auf, die unbeirrt ihren Weg geht und damit eine erbauliche Botschaft von Courage, Selbstbewusstsein und Ausdauer vermittelt. In der Hinsicht finden sich Parallelen zu Sandra Bullock in "The Blind Side" - eine Oscarnominierung für Lane inklusive. ara.
| Darsteller: | Diane Lane | als Penny Chenery | |
|---|---|---|---|
| John Malkovich | als Lucien Laurin | ||
| Dylan Walsh | als Jack Tweedy | ||
| Dylan Baker | als Hollis Chenery | ||
| Margo Martindale | als Miss Ham | ||
| Nelsan Ellis | als Eddie Sweat | ||
| Otto Thorwarth | als Ronnie Turcotte | ||
| Fred Dalton Thompson | als Bull Hancock | ||
| James Cromwell | als Ogden Phipps | ||
| Scott Glenn | als Chris Chenery | ||
| Kevin Connolly | als Bill Nack | ||
| Eric Lange | als Andy Beyer | ||
| Amanda Michalka | als Kate Tweedy | ||
| Carissa Capobianco | als Sarah | ||
| Regie: | Randall Wallace | ||
| Drehbuch: | Mike Rich | ||
| Produzent: | Mark Ciardi | ||
| Gordon Gray | |||
| Ausf. Produzent: | Bill Johnson | ||
| Mike Rich | |||
| Kamera: | Dean Semler | ||
| Schnitt: | John Wright | ||
| Musik: | Nick Glennie-Smith | ||
| Produktionsdesign: | Thomas E. Sanders | ||
| Kostüme: | Michael T. Boyd | ||
| Julie Weiss | |||
| Casting: | Sheila Jaffe | ||
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