David Arquette
Neve Campbell
Courteney Cox
Regie: Wes Craven
Verleih: Studiocanal
Monate, nachdem die Teenager rund um Hauptopfer Sidney von einem Doppel-Serienkiller in Angst und Schrecken versetzt worden sind, schlägt erneut ein Mörder in Todeskostüm zu - und dies zum ersten Mal in der Kino-Premiere zur Verfilmung der grausigen, jüngsten Vergangenheit des Städtchens. Wieder sind Jugendliche seine Opfer, doch besonders an Sidney ist der ominöse Killer interessiert.

Man könnte vermuten, daß nach dem Riesenerfolg von "Scream - Schrei!" (über 100 Mio. Dollar in den USA, über 1,6 Mio. Mark in Deutschland) schnell ein profitheischender Aufguß des Originals nachgeschoben werden sollte. Doch das Gegenteil ist der Fall: Horror-Meister Wes Craven ("Nightmare on Elmstreet") und sein Drehbuchautor Kevin Williamson hatten von Anfang an eine "Scream"-Trilogie geplant. Ob der zweite Teil erfolgreicher sein wird, bleibt abzuwarten. Sicher ist, daß "Scream 2 " seinen Vorgänger qualitativ bei weitem übertrifft.
Die hochdosierte Bluttransfusion, die Craven/Williamson dem anämischen Horror-Genre mit "Scream - Schrei" verabreicht haben, steigert sich diesmal zu einem wahren Blutrausch. Virtuos in Wort und Bild spielt "Scream 2" nicht nur erneut mit bekannten Horror-, Slasher- und Gore-Versatzstücken, sondern zitiert sogar nonchalant sich selbst und zwar gleich in der Eröffnungssequenz. Souverän toppt Craven den Blood-Chilling Opener des ersten Teils und evoziert mit dieser Film-im-Film-Replik höchst effektvoll die Meta-Ebene seines Scary Movie. Wobei er diesmal weniger selbstreferentiell und genrebezogen agiert, sondern eher auf die Sehgewohnheiten (und damit auch auf das Konsumverhalten) des Zuschauers zielt. So sitzen die Zuschauer diesseits und jenseits der Leinwand im Kino und schauen sich hier "Scream 2", dort "Stab", eine Filmversion von "Scream - Schrei!", an . Dieser Spiegel-im-Spiegel-Trick provoziert im Film gleich ein paar schreckliche Morde. Mit einem atemberaubenden Balanceakt zwischen essentiellem Horror und raffinierter Persiflage gelingt es Craven, den Zuschauer von der ersten bis zur letzten Minute in sein schaurig-abstruses Psycho-Panoptikum hineinzusaugen. Die intelligent konstruierte Geschichte, die den Faden dort aufnimmt, wo der erste Teil endet, ist dabei das perfekte Vehikel für ebenso originelle wie schockierende Finten und Volten. Wieder ist der Schauplatz die spießige Kleinstadt Woodsboro, wieder sorgt dort ein Serienkiller für erhöhten Adrenalinspiegel und Body Count. Wieder dient der Highschool-Background als Folie für Suspense und diverse blutrünstige Killer-Aktivitäten. Der Mörder wird schließlich in einer theatralischen Whodunit-Auflösungssequenz entlarvt. Höhepunkte dieser sophisticated Thrill-Show sind die Reminiszens an Hitchcocks "Der unsichtbare Dritte", die bei hellstem Tageslicht auf den Weiten des Campus stattfindet, die dämonische Theateraufführung einer fiktiven griechischen Tragödie von Kassandra-Format und die Sequenz, in der der maskierte Killer mit zweien seiner Opfer nach einem Unfall im Auto eingeklemmt ist. Eine Szene, die Kevin Williamson für "I Know What You Did Last Summer" geschrieben hatte, die aber der Schere zum Opfer fiel. Und natürlich spielen sich auch diesmal wieder jene Schauspieler, die den ersten Teil überlebt haben, wie Courtney Cox, Neve Campbell und David Arquette, plus eine Handvoll Neuer, wie Laurie Metcalf, Jerry O'Connell, die Seele aus dem Leib. "Scream 2" ist zweifellos das abgefahrenste Zelluloid-Trauma des Jahres. ull.
| Darsteller: | David Arquette | als Dewey Riley | |
|---|---|---|---|
| Neve Campbell | als Sidney Prescott | ||
| Courteney Cox | als Gale Weathers | ||
| Sarah Michelle Gellar | als Cici Cooper | ||
| Jamie Kennedy | als Randy Meeks | ||
| Laurie Metcalf | als Debbie Salt | ||
| Elise Neal | als Hallie | ||
| Jerry O'Connell | als Derek | ||
| Timothy Olyphant | als Mickey | ||
| Jada Pinkett Smith | als Maureen Evans | ||
| Liev Schreiber | als Cotton Weary | ||
| Lewis Arquette | als Chief Louis Hartley | ||
| Duane Martin | als Joel | ||
| Omar Epps | als Phil Stevens | ||
| David Warner | als Gus Gold | ||
| Regie: | Wes Craven | ||
| Drehbuch: | Kevin Williamson | ||
| Produzent: | Cathy Konrad | ||
| Marianne Maddalena | |||
| Koproduzent: | Daniel Lupi | ||
| Ausf. Produzent: | Bob Weinstein | ||
| Harvey Weinstein | |||
| Kevin Williamson | |||
| Kamera: | Peter Deming | ||
| Schnitt: | Patrick Lussier | ||
| Musik: | Marco Beltrami | ||
| Produktionsdesign: | Bob Ziembicki | ||
| Ted Burner | |||
| Kostüme: | Kathleen Detoro | ||
| Ton: | Jim Stuebe | ||
Lange mussten die Fans auf einen neuen Auftritt des Maskenmörders warten.
Courteney Cox alias Gale Weathers ahnt noch nicht, was ihn in "Scream 4" blüht - und offenbar muss sie in zwei weiteren Filmen noch mehr Horror durchstehen! (Foto: Wild Bunch)
Wenn das Telefon klingelt, gibt's in Woodsboro oft Grund zum Schreien, denn am anderen Ende der Leitung lauert gerne mal ein messerbewehrter Maskenkiller - Markenzeichen langgezogene, weiße Gruselfratze und schwarze Kutte. In den Genuss des Kulthorrors kommen Fans der Scream-Reihe nun nach langer Pause endlich Anfang Mai wieder, wenn "Scream 4" in Deutschland startet - inklusive der Originalstars Neve Campbell, Courteney Cox und David Arquette.
Doch Horrormeister Wes Craven, der auch den vierten Teil inszenierte, ist in Gedanken schon einen Schritt weiter. Er hat verraten, dass die Studiobosse gerade einen Drehbuchautoren für "Scream 5" suchen. Der Grund gibt allerdings Anlass zur Sorge: Kevin Williamson, der die Skripte der ersten beiden Filme schrieb, wurde mitten in der Entstehung von "Scream 4" durch Ehren Kruger ersetzt, der den dritten Teil verantwortet hatte. Nun soll aber keiner der beiden die Filmreihe weiterspinnen. Das hat Wes Craven folgendermaßen kommentiert:
"In gewisser Weise wird 'Scream 4' kein Wes Craven-Film, weil ich keinerlei Einfluss auf das Drehbuch hatte. Das Studio hat bestimmt, was da drin steht, mein Job ist es, soviel Erfahrung, Expertise und Kreativität wie möglich beizusteuern. Es hat ganz schön geruckelt, als Kevin durch Ehren ersetzt wurde, aber die Dreharbeiten hat das nur sehr bedingt beeinträchtigt."
Fragt sich nun also, wie gut "Scream 4" geworden ist. Erzählt wird jedenfalls, wie zum zehnjährigen Jubiläum der Woodsboro-Morde alle wichtigen Beteiligten wie Sidney Prescott (Neve Campbell) und Reporterin Gale Weathers (Courteney Cox) in das kleine Städtchen zurückkehren. Die jetzigen Studenten gehen beim Feiern sogar soweit, dass sie sich allesamt Ghostface-Masken überziehen. Doch es kommt, wie es kommen muss: Unter einer der Masken steckt gar kein Student...
Wes Craven scheint von dieser Idee jedenfalls trotz der Probleme mit dem Drehbuch sehr überzeugt zu sein, denn er hat sich sogar schon für einen sechsten Film angeboten: "Wenn das Studio mich als Regisseur haben will, mache ich es!"
Mit der Rolle des naiven, leicht schmierigen Deputy "Dewey" Riley in Wes Cravens "Scream"-Trilogie (1996-2000) wurde David Arquette, der...
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