Erneute Gratwanderung von Michel Gondry zwischen Realität und Fantasie, der Gael Garcia Bernal sich in seinen Gedanken verlieren lässt. http://images.kino.de/flbilder/max06/mbiz06/mbiz35/z0635504/b150x150.jpg Science of Sleep - Anleitung zum Träumen

Filmdetails

Science of Sleep - Anleitung zum Träumen

Erneute Gratwanderung von Michel Gondry zwischen Realität und Fantasie, der Gael Garcia Bernal sich in seinen Gedanken verlieren lässt.


Science of Sleep - Anleitung zum Träumen
Start: 28.09.2006

Originaltitel: La science des rêves

Komödie

Frankreich 2006
Laufzeit: 106 Min.
FSK: ab 6 Jahre

Gael García Bernal
Charlotte Gainsbourg
Alain Chabat

Regie: Michel Gondry
Verleih: Prokino (Fox)

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Action
Humor
Romantik
Spannung
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lau

Inhalt

Nach längerer Abwesenheit kehrt der versponnene Grafikdesigner Stephane (Gael García Bernal) zurück nach Paris, wo seine Mutter (Miou-Miou) einen schön scheußlichen MacJob für den Kreativgeist aufgetrieben hat: Als Bürosklave in einer Kalendermanufaktur. Immerhin lernt er so die schöne Nachbarin Stephanie (Charlotte Gainsbourg) kennen, die seine überbordende Fantasie weiter und nachhaltig befeuert.

Zur Abwechslung mal daheim in Frankreich und ohne ein Drehbuch von Charlie Kaufman zieht Videoclip-Spezialist und Kino-Exzentriker Michel Gondry ("Vergiss mein nicht!") alle Register der surrealen Romantikkomödie.


Kritik

Was geschieht, wenn sich ein schüchterner Träumer unsterblich in seine Nachbarin verliebt? Eine herrlich verrückte Liebeskomödie von Michel Gondry.

Großansicht In seiner Phantasie verübt Stéphane Handattacken auf Kollege Guy (Foto: Prokino (Fox))

In seiner Phantasie verübt Stéphane Handattacken auf Kollege Guy (Foto: Prokino (Fox))

Eine unglückliche Liebe kann auch etwas Gutes sein. Zumindest wenn der Leidende Michel Gondry heißt. Als ihn eine frühere Angebetete zurückwies, konnte sie nicht ahnen, dass aus dem schüchternen Jüngling einer der einfallsreichsten Videoclip-Regisseure seiner Generation werden sollte.

Mittlerweile nutzt der Franzose seine schier endlose Imagination nicht nur für Videoclips für Björk, Daft Punk oder die Rolling Stones, sondern erschloss sich mit oscargekrönten Filmen wie "Vergiss mein nicht!" auch das Kinopublikum.

So war es fast logische Konsequenz, dass er aus dem Herzschmerz von damals eine verrückte Liebeskomödie machte. Held ist der kindisch-phantasiebegabte Stéphane (Gael García Bernal), der es nicht schafft, mit der seelenverwandten Stéphanie (Charlotte Gainsbourg) eine Beziehung aufzubauen, da er sich in seine Traumwelten flüchtet. Und dafür schüttet Gondry eine visuelle Wundertüte auf die Leinwand, deren Bilderflut im aktuellen Kino ihresgleichen sucht.

Großansicht Plüschohr-Traumreiter: Stéphane und Stéphanie (Foto: Prokino (Fox))

Plüschohr-Traumreiter: Stéphane und Stéphanie (Foto: Prokino (Fox))

Eine wundersame Reise

Da entstehen Fernsehstudios aus Eierkartons und Pappkameras; Ausflüge werden zum Fantasie-Trip, der Protagonist kämpft mit seinen Riesen-Händen. Diese Traumvisionen werden nicht mit kalt-perfekten Computereffekten inszeniert, sondern haben die Aura des liebevoll Handgemachten. Keine aufgedonnerte US-SciFi, sondern ein poetisches Märchen aus dem alten Europa, was dem Film einen berührenden Zauber verleiht.

Science of Sleep - Anleitung zum Träumen

Darsteller:  Gael García Bernal   als Stéphane Miroux
  Charlotte Gainsbourg   als Stéphanie
  Alain Chabat   als Guy
  Miou-Miou   als Christine Miroux
  Emma de Caunes   als Zoé
  Aurélia Petit   als Martine
  Sacha Bourdo   als Serge
 
Regie:  Michel Gondry  
Drehbuch:  Michel Gondry  
Produzent:  Georges Bermann  
  Michel Gondry  
  Frédéric Junqua  
Kamera:  Jean-Louis Bompoint  
Schnitt:  Juliette Welfling  
Musik:  Jean-Michel Bernard  
Produktionsdesign:  Pierre Pell  
  Stéphane Rozenbaum  
Kostüme:  Florence Fontaine  
Maske:  Maya Benamer  
Ton:  Guillaume Sciama  
  Jean Gargonne  
  Dominique Gaborieau  

Die Redaktionsfavoriten 2006

Ob deutsche Highlights wie "Das Parfum", US-Perlen wie "Brokeback Mountain" oder Realsatire á la "Borat": Das Kinojahr 2006 hatte Einiges zu bieten.

DIE REDAKTIONSFAVORITEN: DIE BESTEN KINOFILME 2006
 

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8 Thank You for Smoking Flutsch und weg Superman Returns Thank You for Smoking
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10 16 Blocks Lady Henderson präsentiert Ice Age 2 - Jetzt taut's Gernstls Reisen - Auf der Suche nach dem Glück

Irgendwie bezeichnend, dass MI-6-Agent Ethan Hunt, James Bond, Superman und die Freundin von Ricardo Tubbs eines gemein hatten in diesem Kinojahr: Sie kehrten von den Toten zurück. Waren schon über dem Jordan und mussten wieder ins Leben zurückgeholt werden.

Großansicht Johnny Depp ganz in seinem Element als Captain Jack Sparrow (Foto: Buena Vista)

Johnny Depp ganz in seinem Element als Captain Jack Sparrow (Foto: Buena Vista)

Hollywoods große Blockbuster mussten auch erzählerisch zum Äußersten greifen anno 2006, um die hohen Erwartungen der Fans zu erfüllen und wirklich noch etwas Spannung aus ihren sattsam bekannten Szenarien zu kitzeln.

"Mission: Impossible III", "Casino Royale" und "Superman Returns" standen nicht allein in der Wahl extremer Mittel. Johnny Depp wurde am Schluss von "Fluch der Karibik 2" vom Wal verschluckt (da er jedoch auch im dritten Teil die Hauptfigur darstellt, darf davon ausgegangen werden, dass er überlebt), "X-Men 3" verabschiedete mit Patrick Stewart und Famke Janssen gleich zwei lang gediente Superhelden und "Poseidon" ging auch nicht zimperlich mit dem Leben seiner Protagonisten um.

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