Originaltitel: Shallow Hal
USA 2001
Gwyneth Paltrow
Jack Black
Jason Alexander
Regie: Bobby Farrelly, ...
Verleih: Fox
Als der oberflächliche Hal von einem Selbsthilfeguru hypnotisiert wird, nur noch die innere Schönheit von Frauen wahrzunehmen, verliebt er sich in die 150 Kilo schwere Rosemary, die er als gertenschlanke Schönheit wahrnimmt. Als sie ein Paar werden, schwebt Hal ihm siebten Himmel, doch sein Kumpel Mauricio macht die Gehirnwäsche wieder rückgängig.

Fett ist Fun - zumindest im Filmgeschäft. Nach Renee Zellweger, die sich für "Bridget Jones" echte Pfunde anfutterte und Julia Roberts mit künstlichen Speckprothesen in "America's Sweethearts" verkörpert Oscarpreisträgerin Gwyneth Paltrow ("Shakespeare In Love") mit Hilfe eines "Fettanzugs" ein liebenswertes Dickerchen mit tonnenweise Herz. In der romantischen Komödie der Bad-Taste-Könige Peter und Bobby Farrelly ("Verrückt nach Mary") spielt sie die pfundige Angebetete eines ehemals extrem oberflächlichen Jedermanns (Jack Black aus "High Fidelity"), der aufgrund von Hypnose zunächst nur ihre innere Schönheit erkennt. Das US-Publikum schluckte den für Farrelly-Verhältnisse erstaunlich geschmackvollen Datemovie-Köder.
Die schwergewichtige Love Story mit PG-13-Rating geizt zwar nicht mit teils hartgesottenen Dickenwitzen, doch die Farrellys wie schon bei "Ich beide & sie" in Punkto Sentimentalität ebenfalls in die Vollen. Die Filmemacher - schon immer mit einem Faible für den Underdog - werfen dieses Mal ihr Gewicht in die Waagschale, um eine Toleranzbotschaft unters Volk zu bringen, dass auch optisch nicht dem gängigen Ideal entsprechenden Individuen (Übergewichtige, Hässliche, Brandopfer und Behinderte) durchaus wertvolle Mitglieder der Gesellschaft sein können. Damit geht die Entscheidung einher, die patentierte Holzhammerhumormethode beträchtlich zu entschärfen, so dass "Schwer verliebt" nur bedingt als Bad-Taste-Komödie bezeichnet werden kann, sieht man von einem einzelnen derben visuellen Gag ab.
Die Pfunde purzeln los mit einem Prolog, der Protagonist Hal als Kind am Totenbett seines Vaters zeigt. Dessen letzten Worte haben für Hal derart gewichtige Bedeutung, dass er sich als Erwachsener nur für die bestaussehendsten Frauen interessiert - obwohl er selbst kaum als mittelmäßiger Durchschnitt bezeichnet werden kann. Die von Black hinreißend komisch porträtierte Selbstüberschätzung seiner Attraktivität sorgt für die nötige Erheiterung während der einleitenden Minuten. Sein von Jason Alexander (George Costanza aus "Seinfeld") gespielter Sidekick Mauricio ist nicht weniger verblendet. Ihre weitgehend glücklosen nächtliche Streifzüge durch Diskotheken nehmen für Hal plötzlich eine Wendung, als er in einem steckengebliebenen Aufzug von Selbsthilfeguru Tony Robbins (als er selbst) hypnotisiert wird. In einer Art "Was Frauen wollen"-Variation ist es ihm möglich, die innere Schönheit (oder Hässlichkeit) von Frauen zu sehen. Plötzlich kann er sich vor Dates mit heißen Miezen gar nicht mehr retten. Als er die 150 Kilo auf die Waage bringende Rosemary in einem Kaufhaus erblickt, erscheint vor seinem Auge nicht ihre äußere walross-ähnliche Hülle, sondern ihre gertenschlanke Inkarnation in Gestalt von Paltrow. Er macht der anfangs skeptischen Rosemary hartnäckig den Hof, bald werden sie ein Paar. Kumpel Mauricio fällt jedoch aus allen Wolken, als er sieht, was für eine Tonne Hal sich als Frau seiner Träume auserkoren hat. Er kann die Gehirnwäsche wieder rückgängig machen und stürzt seinen Freund, der seine große Liebe nun wahrnimmt, wie sie tatsächlich ist, in ein gewaltiges Dilemma.
Black amüsiert in seiner ersten Hauptrolle als tumber Tropf, der eine Charakterwandlung um 180 Grad durchläuft, und Paltrow, eigentlich abonniert auf Indierollen bei Miramax, überzeugt mit ähnlich viel Charme wie Cameron Diaz drei Jahre zuvor in "Verrückt nach Mary". Sie glänzt mit einer emotionsreichen Darstellung, in der sie die verletzten Gefühle der ewig verlachten und gehänselten Dicken eindringlich auszudrücken versteht. Die visuellen Gags, die Rosemarys Nilpferd-Status untermalen - ihr Sprung ins Wasser leert einen halben Pool, Restaurantstühle brechen unter ihr zusammen - sind recht zahm ausgefallen und nie gemein im Ton. Die Szenen der übergewichtigen Rosemary werden vorwiegend mit der Rückenansicht eines Bodydoubles bestritten, lediglich im letzten Akt ist es Paltrow, die mit "Der verrückte Professor"-würdigem Makeup und Prothesen agiert. Das Farrelly-Kernpublikum männlicher Teenager wird sich vom sensiblen Grundtenor und einem Mangel an grotesken Gags vielleicht nicht unbedingt in Scharen angesprochen fühlen, doch es sollten sich genügend andere für die mit einem poppigen Soundtrack unterlegte, gutherzige Romantikkomödie interessieren. ara.
| Darsteller: | Gwyneth Paltrow | als Rosemary | |
|---|---|---|---|
| Jack Black | als Hal | ||
| Jason Alexander | als Mauricio | ||
| Joe Viterelli | als Steve Shanahan | ||
| Rene Kirby | als Walt | ||
| Bruce McGill | als Reverend Larson | ||
| Tony Robbins | als Tony Robbins | ||
| Susan Ward | als Jill | ||
| Zen Gesner | als Ralph | ||
| Brooke Burns | als Katrina | ||
| Rob Moran | als andere Hostess | ||
| Joshua Li'iBoy Shitani | als Li'iBoy | ||
| Kyle Gass | als Artie | ||
| Laura Kightlinger | als Jen | ||
| Nan Martin | als Schwester Tanya Peeler | ||
| Sasha Neulinger | als Hal (jung) | ||
| John. E. Jordan | als Kellner | ||
| Jill Christine Fitzgerald | als Mrs. Shanahan | ||
| Fawn Irish | als Spastic Bella | ||
| Erinn Bartlett | als Bella | ||
| Regie: | Bobby Farrelly | ||
| Peter Farrelly | |||
| Drehbuch: | Bobby Farrelly | ||
| Peter Farrelly | |||
| Sean Moynihan | |||
| Produzent: | Bobby Farrelly | ||
| Peter Farrelly | |||
| Bradley Thomas | |||
| Charles B. Wessler | |||
| Koproduzent: | Mark Charpentier | ||
| Marc S. Fischer | |||
| Kamera: | Russell Carpenter | ||
| Schnitt: | Christopher Greenbury | ||
| Musik: | Ivy | ||
| Produktionsdesign: | Sydney J. Bartholomew Jr. | ||
| Arlan Jay Vetter | |||
| Kostüme: | Pamela Withers | ||
| Ton: | Jonathon Earl Stein | ||
Hungern oder sich hemmungslos mit Kalorienbomben vollstopfen - für ihre Filmrollen nehmen Schauspieler oft ungeheure Strapazen auf sich. So wie Gwyneth Paltrow. Der Star aus "Iron Man 2" legte für "Country Song" stolze zehn Kilo Gewicht zu.
Gwyneth Paltrow befindet sich in bester Gesellschaft. Für ihren neuen Film "Country Song" pfiff der Star aus "Iron Man 2" auf kalorienbewusstes Essverhalten und spachtelte sich einen rund zehn Kilogramm schweren Speckgürtel an. Damit zog Gwyneth mit Branchenschwergewichten wie Robert De Niro und Sylvester Stallone gleich, die sich für ihre Filmfiguren ebenfalls gewichtig ins Zeug legten.
Beim Komödienhit "Schwer verliebt" konnte Gwyneth sich noch mit einem Fatsuit behelfen. Diesmal musste die zierliche Darstellerin richtiges Gewicht zulegen. Knapp zehn Kilo zeigte die Waage am Ende ihrer beruflich angeordneten Fressattacke an. Um schnell an die begehrten Fettpölsterchen zu gelangen, stopfte Gwyn kiloweise frittiertes Hähnchen in sich hinein.
Ganz zum Schrecken ihrer Fitness Trainerin Tracy Anderson, die wahrlich ihre Schwierigkeiten beim Anblick der Transformation ihres Schützlings hatte: "Es war frustrierend für mich. Sie wollten, dass sie Gewicht zulegt. Als ich sie für den ersten Iron Man Film fit machte, habe ich sie fast 14 Kilogramm rausschwitzen lassen. Das konnte sie seitdem bestens halten."
Gwyneth hatte jedoch keine Lust fortan als Michelinmännchen herumzulaufen. Deswegen begann die 38-Jährige sofort nach Abschluss der Dreharbeiten mit der Fettverbrennung. Ihren wieder erschlankten Körper in Topform wird sie heute bei ihrem Gesangsauftritt im Rahmen der Preisverleihung der Country Music Association der Öffentlichkeit präsentieren.
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