Witziger, locker-leichter Film über Lebensgefühl, Liebeleien, Lernleid und Parties von Abiturienten. http://images.kino.de/flbilder/max00/bf00/bf50/b0050992/b150x150.jpg Schule

Filmdetails

Schule

Witziger, locker-leichter Film über Lebensgefühl, Liebeleien, Lernleid und Parties von Abiturienten.


Schule
Start: 07.12.2000

Komödie

Deutschland 2000
Laufzeit: 99 Min.
FSK: ab 12 Jahre

Daniel Brühl
Jasmin Schwiers
Niels Bruno Schmidt

Regie: Marco Petry
Verleih: Constantin

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Gesamt
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Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
Besucheransturm: lau
Besucher-
ansturm

Temperatur

lau

Inhalt

Noch in der Schule muss sich Markus von Mitschülern und Lehrern mit "Schnubbi" anreden lassen, Dirk eine Matheprüfung mit Hilfe von "außen" schreiben und der Abifilm gedreht werden. Nach der Schule ist für das bunte Häufchen Abiturienten dann eine Party am See angesagt, wo Rituale zelebriert, Beziehungen initiiert, gepflegt oder auch versaut und wieder gekittet werden.


Kritik

Schule

Der deutsche Teenie-Film lebt: Eine Gruppe von Gymnasiasten lässt es vor dem Abi in der schläfrigen Kleinstadt noch einmal so richtig krachen nach dem Motto "nicht für die Schule, für das Leben lernen wir". Schließlich ist man nur einmal jung. Zwischen Mathe-Arbeit und Mädels-Aufreißen geraten die harten Jungs mit weichem Kern ziemlich ins Schwitzen.

Für den erst 25jährigen Marco Petry wurde ein Traum wahr - er konnte seinen ersten abendfüllenden Spielfilm unter den Fittichen von Produzentin Uschi Reich und Axel Block (Koregie und Kamera) realisieren. Eine Gruppe von Schülern steht kurz vor dem Abitur und macht innerhalb von 24 Stunden einen Crash-Kurs in Sachen Lebens- und Liebeserfahrung. Der Tag beginnt für den 18jährigen Markus nicht gut, nachdem morgens um Sieben schon seine jüngere Freundin Sandra ihn per Radio dröhnend als "süßen Schnubbi" grüßen lässt und er sich ob des Kosenamens in seiner Männlichkeit gekränkt fühlt. In der "Schule" treffen nach und nach die schlappen Protagonisten ein: Nach Markus und Sandra deren ältere Schwester Melanie und ihr Freund André, der sie ständig betrügt, die gutmütige Teresa, die sich rührend um den rund um die Uhr bekifften Steven kümmert, der pingelige Oberstreber Karbrüggen, der Dirk bei der Matheklausur aus der Patsche hilft (und dafür mit auf die Party am See darf) und noch zwei passionierte Videofilmer, die mit der Kamera überall auftauchen. Den Part des notwendigen bösen Außenseiters übernimmt Möchtegern-Macho Stone, der vor Jahren von der Schule flog und jedem Rock hinterherläuft, je jünger, desto besser. Das bunte Trüppchen, darunter ausdrucksstarke Nachwuchsschauspieler wie Axel Stein und Sebastian Kroehnert, macht so allerhand durch - man legt sich mit Lehrern und Polizisten an, empfindet das berühmte Kribbeln im Bauch und weiß nicht so recht, was es bedeutet, durchlebt Eifersucht und Liebeskummer, schaut zu tief ins Glas und lässt den Joint kreisen, wartet auf das große Glück und bekommt nur einen kleinen Vorgeschmack davon. Und wenn sich dann alle im Morgengrauen nach einer Nacht der Überraschungen an der Schule treffen, ahnen sie die Vergänglichkeit unbeschwerter Jugend. "Mit guter Laune Melancholie erzeugen" will Marco Petry, der fünf Jahre am Drehbuch bastelte. Irgendwo zwischen "Harte Jungs" und "Crazy" ist sein Filmdebüt einzuordnen, das mit einer gewissen Unbekümmertheit auf Bauchgefühl setzt. Die Lehrer erinnern zwar an schlimmste Pauker-Klischees und Relikte aus den fünfziger Jahren, aber welcher Schüler freut sich nicht am überzeichneten "Feindbild"? Spät, aber nicht zu spät, gewinnt die episodenhafte Geschichte an Fahrt, bekommen einige der typisierten Figuren Kontur, werden zu sympathischen Freunden. Dass ausgerechnet der langweilige und fleißige Underdog nach Marihuana-Genuss ausflippt und die heißeste Frau abkriegt, sorgt für ausgleichende Gerechtigkeit. "Schule" ist ein Samstagabend-Popcorn-Movie, die deutsche Antwort auf "American Pie". Die Kids sollten die Kinokassen klingeln lassen. mk.

Schule

Darsteller:  Daniel Brühl   als Markus
  Jasmin Schwiers   als Sandra
  Niels Bruno Schmidt   als Stone
  Mina Tander   als Melanie
  Tim Egloff   als André
  Lavinia Wilson   als Teresa
  Christian Näthe   als Steven
  Axel Stein   als Dirk
  Sebastian Kroehnert   als Michael Karbrüggen
  Denis Moschitto   als Nabil
  Aaron Hildebrand   als Sascha
  Bettina Zimmermann   als Nadine
  Elsa Schulz Gambard   als Eva
  Natalie Spinell   als Yvonne
  Antonia Reiß   als Jessica
  Andreas Heinzel   als Polizist Redlich
  Nicolas Kantor   als Tobi
  Markus Knüfken   als Polizist
  Hubert Mulzer   als Lehrer König
  Michael Hanemann   als Hausmeister Strotkoetter
 
Regie:  Marco Petry  
Drehbuch:  Marco Petry  
  Stefan Wood  
Produzent:  Uschi Reich  
  Bernd Eichinger  
Koproduzent:  Bernd Eichinger  
Kamera:  Axel Block  
Schnitt:  Barbara von Weitershausen  
Musik:  Jan Plewka  
Produktionsdesign:  Ingrid Henn  
Kostüme:  Ursula Welter  
Ton:  Thomas Meyer  

Daniel Brühl ist "Shooting Star 2003"

Ab Februar im Kino: Daniel Brühl in "Good Bye, Lenin!"

Ab Februar im Kino: Daniel Brühl in "Good Bye, Lenin!"

Daniel Brühl gilt spätestens seit "Schule" als eine der großen Hoffnungen des deutschen Films. Mit Hauptrollen in "Das Weisse Rauschen" und "Nichts bereuen" ging die Karriere seitdem steil bergauf und nun scheint der 24-Jährige auch kurz vor seinem internationalen Durchbruch zu stehen: Brühl wurde zum "Shooting Star 2003" nominiert.

Dieser Titel wird von der Export-Union des Deutschen Films verliehen, und ist weit mehr als nur ein schmucker Name. Denn die European Film Promotion, deren Mitglied die Export Union ist, präsentiert die jeweiligen "Shooting Stars" eines Landes auf der Berlinale der internationalen Filmbranche und Presse - mit besten Aussichten auf hochkarätige Rollen!

Daniel Brühl freut sich über die Auszeichnung und zeigte sich begeistert über den Austausch mit Schauspielern aus anderen Ländern: "Das ist für mich eine Chance, über nationale Grenzen hinweg Kontakte zu knüpfen. Sehr gerne würde ich z.B. in meiner zweiten Heimat Spanien arbeiten."

Angesichts der Karriere vorangegangener "Shooting Stars" wie Franka Potente, Moritz Bleibtreu oder Heike Makatsch sollte dem nichts im Wege stehen.

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