Götz George
Uwe Ochsenknecht
Christiane Hörbiger
Regie: Helmut Dietl
Verleih: Constantin
Zwei, die sich einfach finden mußten: der geniale Fälscher Fritz Knobel, der bereits als Knabe in den Nachkriegswirren gute Geschäfte mit selbstverfertigten Nazi-Devotionalien machte, und der von Geldnöten geplagte Reporter und III. Reichs-Fan Hermann Willié. Auf der Suche nach dem großen Coup erfährt Willié von angeblichen Hitler-Tagebüchern, ohne zu ahnen, daß diese nächtens von Knobel verfertigt werden. Der scheinbare Sensationsfund betört auch Chefredaktion und Herausgeber von Williés Verlag. Das Geld fließt in Strömen in die Taschen des Schmierenreporters, der des Führers Sudelheftchen einer gierigen Öffentlichkeit präsentiert und auch nach der Enttarnung derselben als Fälschungen nicht an deren Echtheit zweifeln mag.

Helmut Dietls ("Kir Royal") köstliche Erfolgskomödie zum authentischen "Stern"-Skandal, der die renommierte Wochenillustrierte seinerzeit dem Spott und dem empfindlichen Auflagenverlust preisgab. Ex-Schimanski-Macho Götz George brilliert mit einem feinen Porträt als nazibesessener Schmierant, der sich als des GröFaZ letzter, verblendeter Vasall erweist. Kaum weniger überzeugend ist Uwe Ochsenknecht als Knobel in der Kujau-Rolle, exzellent in jeder Situation die gesamte Crew und Besetzung vor und hinter der Kamera. Im Kino erreichte der hintergründige und respektlose Spaß, der mit Wonne die Ewiggestrigen der Lächerlichkeit preisgibt, fast zwei Millionen Kinobesucher. Die Direktvermartung auf Video wird diesen Erfolg nahtlos weiterführen.
Michael Bully Herbig und Jürgen Vogel gehen ins Exil. Denn wer es bis ins "Hotel Lux" schafft, ist den Nazis entkommen. Doch draußen marschieren Stalins Schergen ...
Bittersüss statt federleicht: Bully Herbig betritt im "Hotel Lux" Neuland (Foto: herbx films)
Der Berliner Komiker Hans Zeisig reißt einen Hitlerwitz zuviel. Weil er das im Jahr 1938 tut, muss er sich Hals über Kopf eine neue Heimat suchen. Er will nach Hollywood, doch es verschlägt ihn nach Moskau. Dort hält man den Schelm für Hitlers Astrologen - jetzt soll er die Sterne für Stalin deuten.
"Hotel Lux" ist eine Komödie, bei der dem Publikum oft das Lachen im Halse stecken bleiben soll. Die Idee stammt von Helmut Dietl ("Schtonk!"), Regie führt Leander Haußmann ("Herr Lehmann"), der auch das Drehbuch schrieb. Weitab seiner gewohnten Comedypfade hat Michael Bully Herbig im "Hotel Lux" eingecheckt: Er spielt den unpolitischen Entertainer zwischen den Fronten blutiger Intrigen in Stalins Machtapparat.
Herbigs Komiker Zeisig trifft im "Hotel Lux" auf seinen früheren Bühnenpartner Siggi Mayer, der von Jürgen Vogel ("Die Welle") gespielt wird. Thekla Reuten, zuletzt in "The American" zu sehen, übernimmt den Part von Siggis Freundin Frida, einer überzeugten Kommunistin. Für die drei wird der Aufenthalt in der legendären Moskauer Exilantenherberge zu einem Abenteuer auf Leben und Tod.
Am 12. Oktober fiel die erste Klappe für "Hotel Lux". Gedreht wird bis Dezember in Berlin und Nordrhein-Westfalen, Kinostart ist im Herbst 2011.
Er ist ein kraftvoller Schauspieler und Draufgänger, der sich auflehnende Charaktere und Außenseiter ebenso beherrscht wie die ihm auf den Leib...
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