Originaltitel: Valentine
USA 2001
Denise Richards
Marley Shelton
David Boreanaz
Regie: Jamie Blanks
Verleih: Warner
Medizinstudentin Shelly wird auf grausame Weise in der Leichenhalle ihrer Uni ermordet. Bei ihrer Beerdigung treffen sich ihre alten Schulfreundinnen wieder: Die engelhaft-unschuldigen Kate, der männermordende Vamp Paige, das arme reiche Mädchen Dorothy und die unscheinbaren Lily. Alle erhalten bizarre Valentinstagskarten, unterzeichnet mit den Initialen JM.

Wem es in den USA zum Valentinstag weniger an sentimentaler Liebe und Romantik à la "Wedding Planner" gelegen ist, der kann sich mit dem Hochglanz-Horrorfilm "Valentine" eine andere Art von Herzschmerz zuführen. Nach einem Roman von Tom Savage stehen hier fünf attraktive Schulfreundinnen - darunter Bond-Girl Denise Richards ("Die Welt ist nicht genug") - auf der Todesliste eines rachsüchtigen Killers. In bewährter Slashermovie-Tradition verbirgt der entseelte Täter sein Gesicht hinter einer (Amor)-Maske und reiht sich damit in die bluttriefende Gesellschaft mordlüsterner Maniacs aus "Halloween", "Freitag der 13." und der "Scream"-Trilogie ein.
Postmoderne Spitzfindigkeiten und amüsierte Selbstironie, die "Scream" so populär machten, finden sich in Regisseur Jamie Blanks' erste Arbeit seit seinem Debüt "Düstere Legenden" jedoch nicht. Stattdessen wird nach geradlinig-konventionellen Genrerichtlinien der alten Schule verfahren und auf vordergründig humorige Einlagen fast gänzlich verzichtet. Als Horrorkrimi angelegt, werden Suspense und stromlinienförmiges Produktionsdesign groß geschrieben. Wenn auch mit keinen neuen originellen Ideen aufgewartet wird, so ist der Unterhaltungswert doch angenehm groß. Wie gewohnt fehlt es nicht am schwelenden sexuellen Subtext, und so wird jeder männlicher Mitspieler, mit dem sich die besagten Mädchen umgeben, zum potentiellen Verdächtigen.
Der Prolog zeigt eine traumatische Szene beim Schultanz, bei der der verlachte Sechstklässler Jeremy Melton von seinen Mitschülern à la "Carrie" gedemütigt wird. 13 Jahre später wird die Medizinstudentin Shelly auf grausame Weise in der Leichenhalle ihrer Uni ermordet. Bei der Beerdigung treffen sich die Freundinnen von damals auf dem Friedhof wieder. Die Clique setzt sich aus der engelhaft-unschuldigen Kate (Marley Shelton aus "Sugar & Spice"), dem männermordenden Vamp Paige (Richards), dem armen reichen Mädchen Dorothy (Jessica Capshaw) und der unscheinbaren Lily (Jessica Caulfield) zusammen. Alle sind sie mit suspekten Boyfriends ausgestattet, darunter David Boreanaz aus der TV-Serie "Angel". Und alle beginnen bizarre Valentintagskarten zu erhalten, die mit den Initialen JM unterzeichnet sind. Während sich die Leichen anhäufen (Bügeleisen, Pfeil, Axt und Bohrmaschine kommen zum Einsatz) entfaltet sich ein recht spannendes Whodunnit. Bei der großen Valentintagsparty in Dorothys schicker Villa kommt es zum blutigen Showdown.
Gorefaktor und Bodycount halten sich in Grenzen, was Blanks mit reichlich Sexappeal und seiner durchwegs spannenden Inszenierung ausgleicht. Der Soundtrack setzt sich vorrangig aus dem Instrumentalscore von Don Davis zusammen, was sich qualitativ gut ins Gesamtpaket einfügt. Hätte man sich eine bessere Schlusspointe einfallen lassen, könnte man sich über einen durchweg soliden Slasherspaß freuen, dessen große Stunde nach solider Kinoauswertung auf Video schlagen dürfte. ara.
| Darsteller: | Denise Richards | als Paige Prescott | |
|---|---|---|---|
| Marley Shelton | als Kate Davies | ||
| David Boreanaz | als Adam Carr | ||
| Jessica Capshaw | als Dorothy Wheeler | ||
| Jessica Cauffiel | als Lily | ||
| Katherine Heigl | als Shelley | ||
| Fulvio Cecere | als Detektiv Vaughn | ||
| Daniel Cosgrove | als Campbell | ||
| Johnny Whitworth | als Max Ives | ||
| Hedy Burress | als Ruthie | ||
| Wyatt Page | als Frank Wheeler | ||
| Benita Ha | als Kim Wheeler | ||
| Regie: | Jamie Blanks | ||
| Drehbuch: | Donna Powers | ||
| Wayne Powers | |||
| Gretchen J. Berg | |||
| Aaron Harberts | |||
| Produzent: | Dylan Sellers | ||
| Koproduzent: | Jim Rowe | ||
| Ausf. Produzent: | Grant Rosenberg | ||
| Bruce Berman | |||
| Buchvorlage: | Tom Savage | ||
| Kamera: | Rick Bota | ||
| Schnitt: | Steve Mirkovich | ||
| Musik: | Don Davis | ||
| Produktionsdesign: | Stephen Geaghan | ||
| Susan Parker | |||
| Kostüme: | Karin Nosella | ||
| Ton: | William Butler | ||
Der Prophet gilt bekanntlich im eigenen Lande nichts! Vielleicht sucht gerade deshalb Beauty Denise Richards eine neue Herausforderung im Ausland. Nun steht sie in Spanien vor der Kamera - als Prostituierte.
Seit ihrem Auftritt in Paul Verhoevens "Starship Troopers" gehörte Denise Richards zur ersten Wahl in Hollywood. Allerdings nur, wenn die Produzenten auf der Suche nach einem kurvenreichen Blickfang sind, der möglichst wenig oder eher dümmliche Sätzlein zu sprechen hat. So geschehen in "Die Welt ist nicht genug", "Schrei wenn Du kannst" und zuletzt "Good Advice". Davon hat die hübsche Denise nun scheinbar genug.
Nach ihren eher seichten Rollen will sie mit aller Macht ins Charakterfach. Und dafür lässt sie sogar Hollywood links liegen. Da ihr in Amerika anscheinend nicht die richtigen Rollen angeboten wurden, wechselte sie nun auf den Alten Kontinent.
Seit Montag nun spielt Richards in der spanischen Produktion "Whore" von Regisseurin Maria Lidon eine Prostituierte. Das knallharte Drama beleuchtet die Schattenseiten des horizontalen Gewerbes.
Dabei waren die Dreharbeiten zu dem Film bereits in vollem Gange als Denise Richards völlig überraschend noch zur Crew stieß. Passt jedoch gut, denn die Hauptrolle in "Whore" spielt Daryl Hannah, deren Karriere kam nach ihrem Blitzstart in "Blade Runner" auch nicht mehr so recht in Tritt. Vielleicht ergibt sich ja so für beide Damen eine neue Chance.
Film der Woche: Der Kult geht weiter, die Alien-Jäger blitzdingsen wieder! Will Smith reist in die Sixties, um den jungen Agent Kay (Josh Brolin) zu retten.
Preview der Woche: Schöne Komödie mit "Hannah Montana" Miley Cyrus, die sich in ihren besten Freund verliebt.