Jack Black
Joan Cusack
Mike White
Regie: Richard Linklater
Verleih: Paramount
Dewey Finn (Jack Black) ist Leadgitarrist einer aufstrebenden Rockband. Doch nach einem schmachvollen Clubauftritt erhält er den Laufpass von seinen genervten Kollegen. Also sucht Dewey sein Glück als Hilfslehrer am elitären Bildungsinstitut der Direktorin Rosalie Mullins (Joan Cusack), der er sich dreist unter falscher Identität vorstellt. Seinen konsternierten Schülern lehrt Finn das einzige, was er selbst gelernt hat, nämlich die Kunst des Rock'n'Roll.
Zehn Jahre nach seinem mit der Rockmusik der 70er durchtränkten Kultklassiker "Dazed and Confused" liefert Independent-Regisseur Richard Linklater ("Before Sunrise") mit dieser rundum unterhaltsamen Familienkomödie sein bisher kommerziellstes Werk.
Rock me, Baby! Richard Linklater lässt in dieser Komödie mit Komiker Jack Black die Schule durch rasante Gitarren-Riffs erbeben, wenn es für die Kids heißt: Raus aus dem langweiligen Unterricht, rein in die Rock-Musik.
Vergesst das Jammern über "Pisa" und die Folgen, faule Lehrer und freche Schüler! Die Lösung heißt "School of Rock". Jedenfalls hier wandeln sich Kids zu kleinen, kreativen Kanonen. Auch wenn der Lehrer eigentlich ein Loser ist.
So einer wie Leadgitarrist Dewey Finn gilt nicht gerade als Vorbild - beim Stage-Diving auf die Nase geknallt und von seiner Band gefeuert, pelzt er sich in der Wohnung seines Freundes Ned Schneebly herum, macht keinen Finger krumm, leert den Kühlschrank und hält Mietezahlen für ein reaktionäres Relikt. Kein Wunder, dass Neds Freundin die Nase voll hat von dem Parasiten.
Wie der Zufall es will, klingelt das Telefon und Dewey ist trotz Brummschädel plötzlich hellwach. In der Leitung tönt Rosalie Mullins, Schulleiterin einer Eliteschule und schlägt Dewey, den sie für Ned hält, einen Aushilfsjob als Lehrer vor. Der hat zwar keine Ahnung von Mathe, dafür aber von Musik.
Ohne Wissen seines Kumpels nimmt er den Posten an und rückt den Schülern auf die Pelle. Die halten den Fettwanst mit den fettigen Haaren, der ungerührt ihre Pausenbrote frisst, für total uncool, was ihn aber kalt lässt. Mit einem Riecher für Talente schweißt er die begabten Fünfklässler zu einer heißen Rockband zusammen, die am Ende beim lokalen Wettbewerb "Battle of the Bands" die Herzen der Zuschauer erobert.
Bis es soweit ist, muss nicht nur die gestrenge Schulleiterin um den Finger gewickelt, sondern auch im geheimen geprobt und den erst zaudernden Zöglingen die Basis des Rock beigebracht werden.
Am Tag der Entscheidung läuft das Trüppchen zur Hochform auf. Dewey Finn schafft die "Mission impossible": Aus elitären Rackern werden wilde Rocker, die so ins Mikro röhren, dass Nina Hagen einpacken kann.
Richard Linklaters ("Slackers", "Before Sunrise") Herz schlägt für den Rock'n'Roll und mit Jack Black in der Hauptrolle trifft er ins Schwarze. Der tut nicht nur so, sondern ist auch in Wirklichkeit ein begeisterter Rockmusiker, nämlich Leadsänger der Rock-Folk-Comedy Group Tenacious D.
Wenn der Plattenverkäufer aus "High Fidelity" in die E-Gitarre greift, geht die Post ab. Auch das weitere Personal ist umwerfend. Joan Cusack als sympathische Rektoren-Zicke, die nach ein paar Gläschen Alkohol ihre Liebe zum Rock'n'Roll entdeckt, Mike White (schrieb das Drehbuch und ist auch im wahren Leben Blacks Buddy) als verhuschter Schneebly, der seinen Lebenstraum gegen eine verbiesterte Traumfrau tauschte, und natürlich die anfänglich so adretten Eleven, die auch im realen Leben Instrumente spielen und singen können.
Der inzwischen 12-jährige Joey Gaydos gründete gar eine eigene Band und Kevin Clark begann schon als Dreikäsehoch, das Schlagzeug zu traktieren. Der Soundtrack, u.a. mit Led Zeppelin, The Doors und natürlich der "School of Rock", hat's in sich. Wie lautete doch noch die Message von Pink Floyd? "We don't need no education". Recht so.
| Darsteller: | Jack Black | als Dewey Finn | |
|---|---|---|---|
| Joan Cusack | als Rosalie Mullins | ||
| Mike White | als Ned Schneebly | ||
| Sarah Silverman | als Patty | ||
| Joey Gaydos Jr. | als Zack, Lead-Gitarrist | ||
| Maryam Hassan | als Tomika, die schüchterne Sängerin | ||
| Kevin Alexander Clark | als Freddy, Drummer | ||
| Rebecca Brown | als Katie, Bass-Spielerin | ||
| Robert Tsai | als Lawrence, Keyboard-Spieler | ||
| Caitlin Hale | als Marta, Background-Sängerin | ||
| Aleisha Allen | als Alicia, Background-Sängerin | ||
| Miranda Cosgrove | als Summer, Band-Managerin | ||
| Brian Falduto | als Billy, Band-Stylist | ||
| Zachary Infante | als Gordon, Special-Effects-Zauberer | ||
| James Hosey | als Marco, Computer-Genie | ||
| Angelo Massagli | als Frankie, Security-Chef der Band | ||
| Cole Hawkins | als Leonard, Band-Security | ||
| Veronica Afflerbach | als Eleni, Groupie | ||
| Jordan-Claire Green | als Michelle, Groupie | ||
| Jaclyn Neidenthal | |||
| Regie: | Richard Linklater | ||
| Drehbuch: | Mike White | ||
| Produzent: | Scott Rudin | ||
| Ausf. Produzent: | Steve Nicolaides | ||
| Scott Aversano | |||
| Kamera: | Rogier Stoffers | ||
| Schnitt: | Sandra Adair | ||
| Musik: | Craig Wedren | ||
| Produktionsdesign: | Jeremy Conway | ||
| Adam Scher | |||
| Kostüme: | Karen Patch | ||
| Ton: | Jeffrey Stern | ||
| Casting: | Ilene Starger | ||
Eigentlich ist "King Kong" um die Verbindung zwischen einem Riesenaffen und einer hübschen Blondine eine fast romantische Geschichte. Doch das Remake von Peter Jackson scheint ein echter Schocker zu werden.
Einer der Schauspieler war nach der Lektüre des Drehbuchs jedenfalls ziemlich überrascht. Jack Black spielt im Update des Klassikers von 1933 den Filmproduzenten Carl Denham, der King Kong auf einer Insel aufspürt und anschließend nach Amerika bringen lässt. Blacks Begegnung mit dem Riesenaffen wird dabei wohl unangenehmer ausfallen als erwartet:
"Kong wird nicht süß und knuddelig", prophezeit Jack. "Er wird nicht nett, sondern ein fleischfressendes Monster! Dieses Drehbuch ist echt gruselig!" Aus dem Mund des ausgeflippten Darstellers im schrägen Hit "School of Rock" ist das natürlich als Kompliment gemeint.
Inzwischen kann sich Regisseur Peter Jackson über einen weiteren prominenten Neuzugang für sein ohnehin schon hochkarätiges Darsteller-Ensemble freuen. Colin Hanks, der Sohn von Megastar Tom, wird den Produktionsassistenten von Carl Denham spielen.
Über diesen Coup ist sicher auch Jack Black glücklich, beschert er ihm doch ein Wiedersehen mit seinem Co-Star aus der Teenie-Komödie "Nix wie raus aus Orange County". Damals machten sich die beiden als ungleiches Brüderpaar auf einen irren Trip nach Nordkalifornien, um eine Zulassung an der Uni zu erwirken.
Kürzlich vermeldete Jackson außerdem Thomas Kretschmann als Schiffskapitän, für den das seinerseits ein Wiedersehen mit Hauptdarsteller Adrien Brody aus "Der Pianist" bedeutet. Schon länger an Bord sind Naomi Watts und Andy Serkis. Wie einst bei Gollum, wird Serkis dem Riesenaffen Leben einhauchen, indem sein Körperspiel durch Videoaufzeichnungen als Bewegungsvorlage für eine im Computer generierte Figur dient.
Er spricht einen der schönsten Nachrufe der Filmgeschichte: "Schönheit hat das Biest getötet", sagt Jack Black als gewiefter Filmproduzent und...
Film der Woche: Der Kult geht weiter, die Alien-Jäger blitzdingsen wieder! Will Smith reist in die Sixties, um den jungen Agent Kay (Josh Brolin) zu retten.
Preview der Woche: Schöne Komödie mit "Hannah Montana" Miley Cyrus, die sich in ihren besten Freund verliebt.