Originaltitel: Schön, dass es dich gibt
Deutschland/Österreich 2005
Elfi Eschke
Heio von Stetten
Michael Niavarani
Regie: Reinhard Schwabenitzky
Sprachlehrerin Jackie fällt aus allen Wolken, als der Gatte sie sitzen lässt. Nach kurzer Schockphase schaut sie sich um, was der Markt sonst zu bieten hat. Allerdings ist sie nicht mehr die jüngste und schlank schon lange nicht mehr. Weil die geplante Schönheitsoperation ein Vermögen kosten würde, sucht Jackie einen Zweitjob und landet als reife Ratgeberin beim Radio. Der deutlich jüngere Peter Sommer verliebt sich erst in die Stimme und dann in Jackie, doch die traut der Liebe nicht.
Schon das geschwungene Schriftbild des Vorspanns macht deutlich, dass es sich bei der Platzierung dieses Films nur um einen Irrtum handeln kann: Geschichten mit Titeln wie "Schön, dass es Dich gibt" pflegt das "Erste" freitags zu zeigen. Andererseits sind die TV-Filme des MDR bekannt für ihre Neigung zum Kuschelfernsehen. Außerdem ist Reinhard Schwabenitzkys Romanze keine gewöhnliche Liebesgeschichte.
Zunächst aber fällt Sprachlehrerin Jackie Hecht (Elfi Eschke) aus allen Wolken, als der Gatte (Michael Niavarani) sie schnöde wegen einer Jüngeren sitzen lässt. Die gibt ihm zwar trotz Schwangerschaft kurz darauf ebenfalls den Laufpass, aber weil die Ehe nun mal offensichtlich im Eimer ist, schaut sich Jackie um, was der Markt sonst zu bieten hat. Allerdings ist sie nicht mehr die Jüngste, schlank ist sie schon lange nicht mehr, und Kleidung wie Auftritt lassen sie erst recht als graue Maus erscheinen. Da gibt's nur eins: neues Styling, neue Figur. Weil die geplante Schönheitsoperation ein kleines Vermögen kosten würde, braucht Jackie einen Zweitjob und landet schließlich beim Radio, wo sie als reife Ratgeberin direkt in die Herzen der Hörer spricht. Deshalb verliebt sich Peter Sommer (Heio von Stetten) auch zuerst in Jackies Stimme. Der ebenso charmante wie gebildete Romantiker hat keine Lust mehr auf junge Hühner und sucht eine reife Frau. Die beiden sind also wie geschaffen füreinander, aber die deutlich ältere Jackie traut der Liebe nicht, zumal auch Tochter Maria (Nicole Ennemoser) ein Auge auf Peter geworfen hat.
Natürlich klingt das wie eine Freitagsschnulze, aber dank seiner ausgezeichneten Darsteller erzählt Regisseur Schwabenitzky die Geschichte (Buch: Alexander Hahn, Alexander Mahler, Schwabenitzky) mit viel Wärme, Witz und Sympathie. Die Hauptdarstellerin ist ohnehin ein Ereignis: Eschke, seit Jahrzehnten Schwabenitzkys Lieblingsschauspielerin (und längst auch seine Frau), lässt das hässliche Entlein auf äußerst ansprechende Weise hinter sich, beweist gleichzeitig in den (allerdings diskreten) Nacktaufnahmen sehr viel Mut und steht auf diese Weise für die positive Botschaft des Films: Mach' das Beste aus dir und sei ansonsten du selbst. Da die Koproduktion mit dem ORF in Salzburg spielt, gibt es zudem neben dem pittoresken Lokalkolorit auch noch einigen Schmäh, für den vor allem die Nebenfiguren sorgen, beispielsweise Peters cholerischer Bruder (Johannes Krisch) oder sein Kollege Gerard (Merab Ninidze), der gleichfalls Jackies Charme erliegt. tpg.
| Darsteller: | Elfi Eschke | als Jackie Hecht | |
|---|---|---|---|
| Heio von Stetten | als Peter Sommer | ||
| Michael Niavarani | als Ludwig Hecht | ||
| Nicole Ennemoser | als Maria Hecht | ||
| Merab Ninidze | als Gerard Kowalski | ||
| Ingrid van Bergen | als Herta | ||
| Johannes Krisch | als Günther Sommer | ||
| Bruno Thost | als Ewald | ||
| Hilde Dalik | als Isabella | ||
| Alexander Goebel | als Alf | ||
| Christian Spatzek | als Mittermüller | ||
| Gerhard Zemann | als Dr. Hammerschmidt | ||
| Jürgen Schilling | als Dr. Pascher | ||
| Fritz Egger | als Andreas | ||
| Werner Friedl | als Rolf | ||
| Alex Scheurer | als Meyer | ||
| Nina Blum | |||
| Julia Gschnitzer | |||
| Nadja Maleh | |||
| Ulrike Beimpold | |||
| Otmar Schrott | |||
| Fritz von Friedl | |||
| Erich Padalewski | |||
| Karl Ferdinand Kratzl | |||
| Claudia Kment | |||
| Manfred Dungl | |||
| Regie: | Reinhard Schwabenitzky | ||
| Drehbuch: | Alexander Hahn | ||
| Alexander Mahler | |||
| Reinhard Schwabenitzky | |||
| Kamera: | Helmut Pirnat | ||
| Schnitt: | Ingrid Koller | ||
| Musik: | Andreas Radovan | ||
| Produktionsdesign: | Nikolai Ritter | ||
| Kostüme: | Monika Buttinger | ||
| Ton: | Walter Amann | ||
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