Thomas Kretschmann
Julia Jentsch
Maria Schrader
Regie: Hans W. Geißendörfer
Verleih: Studiocanal
Nach dem Tod ihres Mannes restlos aus der Bahn geworfen, gibt die schwedische Schriftstellerin Elisabeth (Maria Schrader) ihre Kinder zu Bekannten und zieht hinaus in den eisigen Norden des Landes. Dort lernte sie einst ihren Mann kennen und lieben, und dort will sie auch in der Einsamkeit sterben. Auf ihrem Weg nach Lappland hört sie die außergewöhnliche Liebesgeschichte von Aron (Thomas Kretschmann) und Ina (Julia Jentsch) und findet darüber zum eigenen Lebenswillen zurück.
Schwedische Geschichte mit deutschem Kern: Hans-Werner Geißendörfer verfilmte den erfolgreichen Roman der schwedischen Autorin Elisabeth Rynell, eine deutsche Starbesetzung verleiht den Protagonisten Gestalt.
Geschichten von Liebe, Tod und Teufel in opulenter Optik vor einer rauen Winterlandschaft.
Schriftstellerin Elisabeth (Maria Schrader) verliert durch einen Autounfall ihren Mann. Sie verlässt Heim und Kinder, um in der Schneewüste Lapplands zu sterben, dort wo sie den Geliebten einst kennen lernte.
Doch sie rappelt sich immer wieder hoch, findet Schutz in einem Einsiedlerhof, wo sie eine tote alte Frau entdeckt. Elisabeth beginnt in deren persönlichen Aufzeichnungen zu forschen.
"Lindenstraßen"-Guru Hans-Werner Geißendörfer kann auch anders. Das weiß man schon seit seiner Thomas-Mann-Adaption "Der Zauberberg" (1981).
Jetzt hat er an schwedischen Originalschauplätzen Elisabeth Rynells Roman als episch breite Tragödie einer unglücklichen Liebe zwischen einem geheimnisvollen Wanderer (Thomas Kretschmann) und einer vom eigenen Vater (Ulrich Mühe) drangsalierten Tochter (Newcomer Julia Jentsch aus "Die fetten Jahre sind vorbei") inszeniert.
Gewaltige Naturaufnahmen in Schnee und Eis, großartige Schauspieler und eine Geschichte um Mord und Totschlag, Inzest und Folter, aber auch Liebe und Hoffnung machen "Schneeland" zu einem Kinoereignis monumentaler Größe.
| Darsteller: | Thomas Kretschmann | als Aron | |
|---|---|---|---|
| Julia Jentsch | als Ina | ||
| Maria Schrader | als Elisabeth | ||
| Ulrich Mühe | als Knövel | ||
| Oliver Stokowski | als Salomon | ||
| Ina Weisse | als Helga | ||
| Martin Feifel | als Ingmar | ||
| Susanne Lothar | als Hilma | ||
| Joachim Król | als Rupert | ||
| Caroline Schreiber | als Britta | ||
| Beate Abraham | als Mari | ||
| Brigitte Annessy | als Tora | ||
| Regie: | Hans W. Geißendörfer | ||
| Drehbuch: | Hans W. Geißendörfer | ||
| Produzent: | Hans W. Geißendörfer | ||
| Buchvorlage: | Elisabeth Rynell | ||
| Kamera: | Hans-Günther Bücking | ||
| Schnitt: | Peter Przygodda | ||
| Oliver Grothoff | |||
| Musik: | Irmin Schmidt | ||
| Produktionsdesign: | Bengt Svedberg | ||
| Asa Nilson | |||
| Kostüme: | Andreas Janczyk | ||
| Casting: | Nessie Nesslauer | ||
| Horst D. Scheel | |||
Nach fast zehn Jahren meldet sich "Lindenstraße"-Erfinder Hans-Werner Geißendörfer mit "Schneeland" im Kino zurück. Das archaische Drama schaffte es sogar zum renommierten Sundance Festival.
HANS WERNER GEISSENDÖRFER: "Justiz" war nicht so wahnsinnig erfolgreich, und man sucht sich eine Menge Alibis, warum man nicht gleich wieder zuschlägt. Ich brauchte Zeit, um das Selbstvertrauen wiederzufinden.
Dann ging es los mit der Stoffsuche, der ein- bis zweijährigen Arbeit bis zur Drehbuchreife, der Finanzierung - und schon sind zehn Jahre herum.
Urlaub war "Schneeland" sicher nicht. Natürlich ist ein solcher Kinofilm eine andere Welt und eine ganz andere Produktionsform, ein ganz anderes Format. In der "Lindenstraße" zählen Dialoge, werden die meisten Informationen über Sprache vermittelt. Im Kino, wie ich es verstehe, vermittelt sich die Geschichte durch das Bild, Gesten, Bewegung, Licht.
Nach der Lektüre des Romans wusste ich, da muss Cinemascope her, mit ganz großen und sorgfältig gebauten Bildern. Da darf nichts zufällig sein, wenn man drei Geschichten gleichzeitig erzählt und aufeinander zuführt, wenn vom Heute und Gestern am Ende nur noch eins bleibt - nämlich die Zukunft.
Die Arbeit mit den Schauspielern und dem Team klappte wunderbar. Die Probleme lagen am Wetter und an den daraus resultierenden Bedingungen: Da kommen die Autos den Berg nicht hoch, kippt der Kran um oder bleibt im Schlamm stecken. Verzweifelt ruft man den Wetterdienst an und wird als Produzent nervös, weil man nicht ständig noch einen Tag dranhängen kann.
Es muss wirklich kalt sein, sonst sieht man den Atem nicht. Es fällt dem besten Schauspieler schwer, schwitzend unter dicken Klamotten zu bibbern. Bei Frost wird auch der Mut größer, sich der Komik des Frierens auszusetzen.
Die Landschaft ist eine ergänzende Figur, die Einfluss nimmt auf die Menschen dort, das Verhalten der Charaktere noch intensiver erklärt und unterstreicht. Was immer man dem Film antun will, die Bilder kann man ihm nicht wegnehmen.
Ich habe spätestens beim Drehbuchschreiben gewusst, dass wir diesmal nicht weggucken, wenn es wehtut, und dass wir auch Zumutungen machen. Ich verstehe die Abwehr des Zuschauers, aber ich wollte ihm nicht schonen und elegant die Tür schließen bei der Vergewaltigung oder die Kotsäuberung nur andeuten, sondern zeigen, was Sache ist.
"Schneeland" ist sehr hart, sehr realistisch, fast testamentarisch und archaisch. Nacktheit und Grausamkeit gehören zur Geschichte...
Die Herausforderung hieß: Will ich riskieren, nicht wegzuschauen, oder will ich auf Nummer Sicher gehen und ein wunderschönes Bauerndrama erzählen, wo man weiß, da passiert das ein oder andere Unrecht.
Ich gehe in die Radikalität und erwarte die Bereitschaft, sich auf die archaisch dichten Emotionen einzulassen. "Schneeland" ist nicht nur für ein deutsches Publikum gedacht.
Am besten sieht er in langen dunklen Mänteln und in Uniform aus, weil er seine sportliche Figur beherrscht und kerzengerade...
Deutsche Schauspielerin. Mit stiller, verhaltener Kraft spielt sie Frauen, die aus der Rolle fallen, mutige Rebellinnen und von schmerzhaftem...
Martin Scorseses erster Kinderfilm: Waisenjunge Hugo kommt in einer Pariser Metrostation großen Geheimnissen auf die Spur. Für 11 Oscars nominiert!
Schöne LoveStory mit Channing Tatum und Rachel McAdams!
Kate Beckinsale ist zurück als Sexiest Vampire-Lady Undead! Top-Action in 3D!
Großer Kinospaß mit Adam Sandler in einer Doppelrolle als Zwillinge, die chaotisch Thanksgiving feiern.