Nach dem Roman von Elmore Leonard entstand Barry Sonnenfelds brillante Pulp-Komödie. http://images.kino.de/flbilder/max96/bf96/bf05/b9605006/b150x150.jpg Schnappt Shorty

Filmdetails

Schnappt Shorty

Nach dem Roman von Elmore Leonard entstand Barry Sonnenfelds brillante Pulp-Komödie.


Schnappt Shorty
Start: 29.02.1996

Originaltitel: Get Shorty

Komödie

USA 1995
Laufzeit: 110 Min.
FSK: ab 12 Jahre

John Travolta
Gene Hackman
Rene Russo

Regie: Barry Sonnenfeld
Verleih: UIP

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Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
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Temperatur

lau

Inhalt

Chili Palmer ist Geldeintreiber für den Mob in Florida. Für den passionierten Filmfan trifft es sich gut, daß ihn ein Job über Umwege nach Hollywood führt. Dort nutzt Chili seine Erfahrung, um einem B-Movie-Produzenten vorzuführen, wie man Mittagessen mit Superstars arrangiert, Gangstern die Tür zeigt und die eigene Geschichte meistbietend als Filmstoff verkauft.


Kritik

Schnappt Shorty

Wenn einer von Elmore Leonards 32 Krimis nach einer Verfilmung verlangte, dann war es "Get Shorty". Die sarkastische Abrechnung mit Hollywood kam von Herzen: Zu oft hatte der 70jährige Autor miterleben müssen, wie er von Geschäftshaien aus dem Filmbusineß über den Löffel barbiert wurde. "Get Shorty" ist Leonard in Reinkultur, eine perfekte Entschädigung für die bisherigen müden Verfilmungen seiner guten Bücher. Im Jahr eins nach dem Aufstieg von Quentin Tarantino zur Popkulturikone gibt es nichts besseres für Fans postmoderner Coolness und erfrischender Filmunterhaltung. Es hilft, daß der brillant aufspielende John Travolta in Oscar- und "Pulp Fiction"-Laune ist. Sein Chili Palmer, ein Geldeintreiber in den Diensten der Mafia mit einer glühenden Passion für Film, ist wie sein Vincent in "Pulp Fiction" ein eiskalter Verbrecher, aber elegant, zielstrebig und charmant. Selbst wenn er handgreiflich werden muß, bewahrt er ein Lächeln auf den Lippen. Travolta ist nicht allein: Gene Hackman als opportunistischer B- Film-Produzent, Rene Russo als ehemalige Scream Queen, Danny DeVito als oberflächlicher Filmstar, Dennis Farina als Mafioso und Delroy Lindo als bedrohlicher Drogenboß leben wie Travolta von Scott Franks ausgezeichnetem Drehbuch: Ganze Passagen des wunderbaren Originaldialogs rettete er in sein bewundernswert vorlagengetreues Skript. Dazu kommt eine Anzahl von verblüffenden Geschichten, die sich auf wundersame Weise wie zufällig zusammenfügen und am Schluß mit ähnlicher Eleganz wieder entwirren. Da ist nicht nur Chili, den ein Auftrag von Florida nach Hollywood führt (neben all den Möchtegern-Schwergewichten wirkt er wie ein Raubfisch im Goldfisch-Aquarium, der mit verblüffender Leichtigkeit daran arbeitet, seinen Einstieg ins Filmgeschäft zu schaffen), "Get Shorty" bietet u. a. auch einen Wäschereibesitzer, der seinen Tod vortäuscht, um die Versicherung zu betrügen, ein vielversprechendes Drehbuch, für das ein A- Schauspieler gewonnen werden soll, und einen ominösen Koffer, der in einem Schließfach am Flughafen auf einen Abholer wartet. Genug Stoff für mehrere Filme. Hier werden sie jedoch so kunstvoll zusammengefügt, daß "Get Shorty" wie John Travolta von Anfang bis Ende überrascht: Nie weiß man, was als nächstes passiert, aber stets ist es in höchstem Maße unterhaltsam. Wer da "Pulp Fiction" denkt, ist auf dem Holzpfad: Leonard ist das Original, Tarantino erklärtermaßen der Lehrling. Ein Blick auf "Get Shorty" und man weiß, woher Tarantinos Verständnis für scheinbar belanglose Unterhaltungen, unerwartete Handlungswendungen und altbekannte Situationen, die auf neue Weise erzählt oder kombiniert werden, stammen. Von "Addams Family"-Regisseur Barry Sonnenfeld mit dem rechten Maß an Leichtigkeit und Boshaftigkeit immer leicht schräg in Szene gesetzt, um den Humor der Gangsterstory zu voller Geltung zu bringen, schlägt dieser triumphale Aufeinanderprall bunter Gestalten, prägnanter Typen und verrückter Situationen all die berechnenden Konzeptkomödien dieses Jahres um Längen. Jetzt fehlt nur noch ein entsprechender kommerzieller Erfolg, um den Triumph von "Get Shorty" zu vervollständigen. Hier sollte sich die Verwandtschaft mit "Pulp Fiction" als publikumsfördernd erweisen. ts.

Schnappt Shorty

Darsteller:  John Travolta  
  Gene Hackman  
  Rene Russo  
  Danny DeVito  
  Dennis Farina  
  Delroy Lindo  
  James Gandolfini  
  David Paymer  
  Martin Ferrero  
  Miguel Sandoval  
  Jon Gries  
  Linda Hart  
  Bette Midler  
  Harvey Keitel  
  Penny Marshall  
 
Regie:  Barry Sonnenfeld  
Drehbuch:  Scott Frank  
Produzent:  Danny DeVito  
  Michael Shamberg  
  Stacey Sher  
Ausf. Produzent:  Barry Sonnenfeld  
Buchvorlage:  Elmore Leonard  
Kamera:  Don Peterman  
Musik:  John Lurie  

Danny DeVito doch nicht am Broadway

Zum Wohle seiner Familie begräbt er seinen großen Traum: Danny De Vito

Zum Wohle seiner Familie begräbt er seinen großen Traum: Danny De Vito

Superstar Danny DeVito wollte sich endlich seinen großen Traum erfüllen: Einmal am Broadway spielen.

Lange hat er gesucht, bis er das richtige Stück für sein Broadway-Debüt gefunden hatte. Im November wollte er sich in der Wiederaufführung von David Mamets "Glengarry Glen Ross" auf die Bretter, die die Welt bedeuten, trauen.

Doch nun ist dieser Traum ausgeträumt. Der Hauptdarsteller aus "Schnappt Shorty" kann aus familiären Gründen nicht an der Inszenierung mitwirken.

Dabei hatte sich die Zusammenarbeit der beiden gut bewährt. Danny DeVito lief während der Dreharbeiten mit dem Regisseur und Drehbuchautor ("Hannibal", "Wag the Dog - Wenn der Schwanz mit dem Hund wedelt, "Wenn der Postmann zweimal klingelt") zum Kinoerfolg "Heist - Der letzte Coup" zur Hochform auf.

Mit seinem Broadwayprojekt scheint David Mamet kein Glück zu haben - zumindest was die Schauspieler angeht. Vor Danny DeVito sprang bereits "Zoolander" Ben Stiller ab.

Wer die Rollen der beiden Leinwandgrößen übernehmen wird, ist bisher noch unklar.

Star

John Travolta

Als Sohn sizilianischer und irischer Immigranten errang Travolta ersten Ruhm als großspuriger Vinnie Barbarino in der TV-Serie "Welcome Back...

Star

Gene Hackman

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