Kriminalfilm http://images.kino.de/flbilder/max09/mbiz09/mbiz49/z0949512/b150x150.jpg Schimanski: Tödliche Liebe

Filmdetails

Schimanski: Tödliche Liebe


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Kritik

Da ist es wieder, das Energiebündel, das Raubein, der Prachtkerl. Die gleiche Jacke, die gleichen Manieren, die gleiche Sehnsucht nach Gerechtigkeit; nur "Scheiße" sagt Schimanski kaum noch. Im neuesten Fall ermittelt der Kommissar a.D. und Freizeitschnüffler in einer Drückerkolonne. Ein junges Mädchen ist tot im Duisburger Hafen gefunden worden. Die Spur führt in eine Mafia-ähnliche geführte Gemeinschaft verkrachter Existenzen, die von ihrer Chefin mit despotischer Härte geleitet wird. Schimanski gibt sich als früherer Gangsterkönig aus und lernt eine Welt kennen, in der ganz eigene Regeln herrschen.

Für Regisseur Andreas Kleinert ("Klemperer") ist der Film jedoch allenfalls in zweiter Linie ein Krimi; Kleinert wie auch die ausgezeichnete Hauptdarstellerin Katrin Saß (als Herrscherin dieser Welt) sehen in "Tödliche Liebe" vor allem Liebesgeschichten. Tatsächlich versucht das Drehbuch (Christa Kosmala, Peter Zingler), zwei Ebenen miteinander zu verknüpfen: hier Schimanskis "Under Cover"-Ermittlungen, dort sein Privatleben, in dem sich Freundin Marie-Claire recht brüsk und unvermittelt von ihm trennt. Auch die Mitglieder der Drückerkolonne, ja sogar ihre Chefin suchen in erster Linie Liebe und Geborgenheit; die eigentliche Krimihandlung tritt daher zwangsläufig in den Hintergrund.

Am überzeugendsten ist Kleinert die Schilderung des Drückermilieus gelungen. Die Figuren wirken ebenso authentisch wie ihr Alltag, der von Kameramann Johann Feindt und Ausstatter Jochen Schumacher in entsprechend tristen Farben gezeigt wird; Recherchen dürften in dieser hermetisch abgeschlossenen Welt äußerst schwierig gewesen sein. Weniger gut gelungen ist Kleinert die flüssige Kombination der diversen Handlungsstränge; und der neue Ko-Star Hunger (Julian Weigend) bekommt viel zu wenig Raum, um sich zu entfalten. Am meisten aber schadet dem Film ausgerechnet der Superstar: Götz George schlüpft zwar mit Lust in die Rolle des schmierigen Ganoven, begnügt sich dabei aber bloß mit all jenen Manierismen, mit denen er seine verschiedenen Rollentypen stets auszustatten pflegt. tpg.

Schimanski: Tödliche Liebe

Darsteller:  Götz George   als Horst Schimanski
  Julian Weigend   als Hunger
  Chiem van Houweninge   als Hänschen
  Denise Virieux   als Marie-Claire
  Katrin Saß   als Elke Dorn
  Inga Busch   als Karin Schulte
  Fabian Busch   als Ricardo
  Karl Kranzkowski   als Bertram
  Robert Glatzeder   als Mike
  Misel Maticevic   als Axel
  Henriette Heinze   als Lisa
  David Scheller   als Fränki
  Antonia Holfelder   als Iris
  Bernd Tauber   als Baldorf
  Simone von Zglinicki  
 
Regie:  Andreas Kleinert  
Drehbuch:  Christa Kosmala  
  Peter Zingler  
Produzent:  Prof. Dr. Georg Feil  
  Sonja Goslicki  
Kamera:  Johann Feindt  
Produktionsdesign:  Jochen Schumacher  
Kostüme:  Rosemarie Hettmann  
Ton:  Csaba Kulcsar  

Star

Götz George

Er ist ein kraftvoller Schauspieler und Draufgänger, der sich auflehnende Charaktere und Außenseiter ebenso beherrscht wie die ihm auf den Leib...

Star

Julian Weigend

Julian Weigend begann seine Karriere am Theater. Dem Fernsehpublikum wurde er ab 1999 als Kommissar Schimanskis Assistent Thomas Hunger...

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