Paraderolle für Schimmi: er darf undercover als Trucker bei einer internationalen Schlepperorganisation anheuern. http://images.kino.de/flbilder/max12/auto12/auto07/12070462/b150x150.jpg Schimanski: Asyl

Filmdetails

Schimanski: Asyl

Paraderolle für Schimmi: er darf undercover als Trucker bei einer internationalen Schlepperorganisation anheuern.


So werten die bisherigen Besucher:

Gesamt
(0 Bewertungen)

Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
Besucheransturm: lau
Besucher-
ansturm

Temperatur

lau


Kritik

Schimanski: Asyl

Reifer sei er geworden, souveräner, sagt Götz George; und spricht damit vielleicht auch über sich. Vor allem aber meint er Schimanski, das Raubein aus Duisburg, das zwar immer noch an seinem Markenzeichen, der Jacke, zu erkennen ist, ansonsten aber kaum noch etwas mit dem liebenswerten Rüpel zu tun hat, der zwanzig Jahre zuvor in der deutschen Krimilandschaft für Furore sorgte. Längst wird der Mythos nur noch benutzt, um Betroffenheitsfernsehen zu produzieren. Diesmal geht es um das Thema Menschenhandel. Mit dem Schmuggel von Flüchtlingen etwa aus Tschetschenien, weiß Autor Horst Vocks, wird mittlerweile mehr Geld verdient als mit dem Rauschgifthandel. Und weil Menschenhandel eine schmutzige Sache ist, muss Schimanski mitmischen; zwar nicht ganz freiwillig, aber schließlich doch mit gewohntem Engagement.

Der Film beginnt mit zwei Dutzend Leichen: Flüchtlinge sind in einem Container qualvoll erstickt. Bloß ein Junge, Attila (Sebastian Urzendwosky), hat überlebt. Schimanski adoptiert ihn kurzerhand und lässt sich dann vom alten Kumpel Hänschen (Chiem an Houweninge) und dessen immer noch schnöseligem Kollegen Hunger (Julian Weigend) unsanft als Undercover-Ermittler engagieren: Er wird in die Schlepperbande eingeschleust, damit die Polizei an die Hintermänner kommt. Dann aber fliegt die Tarnung auf; nun ist nicht nur Schimanski in Gefahr, sondern auch Attila.

Regisseur Edward Berger ("Frau2 sucht Happy End"), der schon den Schimanski-Film "Kinder der Hölle inszeniert hat, traute aber der Geschichte offenbar nicht ganz und bereichert die Handlung immer wieder um unnötige Mätzchen. Die Schnitte sind sprunghaft und die Handkamera wackelt derart, dass man unwillkürlich nach einem Halt sucht. Auf diese Weise entsteht eine Hektik, die der ansonsten eher unspektakulären Geschichte kaum angemessen ist.

Ohnehin erinnert auch dieser "Schimanski"-Film, der insgesamt vierzigste, nur noch von Ferne an die einstigen "Tatort"-Glanzlichter, und das, obwohl (oder weil?) Autor Vocks die Figur vor gut zwanzig Jahren gemeinsam mit Thomas Wittenburg erfunden hat. Der Mythos hat sich endgültig überlebt; es wird Zeit, die Jacke für immer an den Nagel zu hängen. tpg.

Schimanski: Asyl

Darsteller:  Götz George   als Horst Schimanski
  Chiem van Houweninge   als Hänschen
  Julian Weigend   als Hunger
  Denise Virieux   als Marie-Claire
  Sebastian Urzendowsky   als Attila
  Peter Kurth   als Will
  Ekaterina Medvedeva   als Lara
  Thomas Thieme   als Eisner
  Valentin Platareanu   als Dudev "General"
  Murat Yilmaz   als Albano
  Samuel Finzi   als Djemo
  Jewgenij Sitochin   als Besim
  Helmut Stauss   als Elvis
 
Regie:  Edward Berger  
Drehbuch:  Horst Vocks  
Produzent:  Sonja Goslicki  
Kamera:  Oliver Bokelberg  
Schnitt:  Dora Vajda  
Musik:  Jan Tilman Schade  
Produktionsdesign:  Stefan Schönberg  
Kostüme:  Dorothee Kriener  
Ton:  Csaba Kulcsar  
  Bert Roth  

Star

Götz George

Er ist ein kraftvoller Schauspieler und Draufgänger, der sich auflehnende Charaktere und Außenseiter ebenso beherrscht wie die ihm auf den Leib...

Star

Chiem van Houweninge

Den meisten deutschen Fernsehzuschauern ist Chiem van Houweninge als Hänschen aus den Schimanski-Krimis bekannt. Doch der...

Top-Filme der Woche

  • Men in Black 3

    Film der Woche: Der Kult geht weiter, die Alien-Jäger blitzdingsen wieder! Will Smith reist in die Sixties, um den jungen Agent Kay (Josh Brolin) zu retten.

  • LOL

    Preview der Woche: Schöne Komödie mit "Hannah Montana" Miley Cyrus, die sich in ihren besten Freund verliebt.

 

treffpunkt kino kompakt

In der aktuellen Ausgabe: Die große Preview zu "Ice Age - Voll verschoben" und der erste Trailer zu "Skyfall"!

Zum Magazin

Das multimediale Kinomagazin jede Woche kostenlos per Mail - jetzt registrieren!

GO

Ähnliche Filme auf DVD & Blu-ray

 

Service

kino.de mobil

kino.de mobil

Das aktuelle Programm Ihres Lieblingskinos haben Sie überall dabei - kostenlos auf Ihrem Handy.