Psychologischer, ein wenig unglaubwürdiger Krimi, inszeniert mit Sinn für stilistisches Flair und endlose Handlungswendungen. http://images.kino.de/flbilder/max98/bf98/bf28/b9828012/b150x150.jpg Scharfe Täuschung

Filmdetails

Scharfe Täuschung

Psychologischer, ein wenig unglaubwürdiger Krimi, inszeniert mit Sinn für stilistisches Flair und endlose Handlungswendungen.


Scharfe Täuschung
Start: 06.08.1998

Originaltitel: Deceiver

Thriller

USA 1997
Laufzeit: 102 Min.
FSK: ab 12 Jahre

Tim Roth
Chris Penn
Michael Rooker

Regie: Jonas Pate, ...
Verleih: Jugendfilm (Central)

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Action
Humor
Romantik
Spannung
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Inhalt

Der zynische Millionenerbe Wayland wird von den Cops Kennesaw und Braxton mittels eines Lügentdetektortests zum Mord an einer Prostituierten befragt. Ein psychologisches Katz-und-Maus-Spiel zwischen dem kompulsiven Lügner, der sich rühmt, den Detektor täuschen zu können, und den beiden Cops beginnt, als Wayland Informationen über die dunkle Vergangenheit der Befrager auszupacken anfängt.


Kritik

Scharfe Täuschung

Wie gelang es zwei Newcomern im Filmgeschäft, die sich nur auf ihr 1996 in Sundance positiv aufgenommenes Debüt "The Grave" berufen konnten, renommierte Charaktermimen (etwa Ellen Burstyn als beinharte Gangsterchefin) für ihr Nachfolgeprojekt zu gewinnen? Mit einem wohl bereits im Erstling ausgewiesenen formalen Qualitätsanspruch und einem Krimistoff, der die Grenzen zwischen Lüge und Wahrheit diffus werden läßt und nicht nur Protagonisten, sondern auch Nebendarstellern Entfaltungsmöglichkeiten bietet. Ohne die Vorab-Euphorie jedoch, die etwa das denkbare Vorbild "Die üblichen Verdächtigen" seit der Vorführung in Cannes begleitete, steht das kommerzielle Schicksal des 1997 in Venedig weitgehend ignorierten Genrestücks nicht unter einem vergleichbar guten Stern.

Handwerklich verrät "Scharfe Täuschung" die beachtliche Reife der Zwillingsbrüder Jonas und Joshua Pate, die Drehbuch und Regie gemeinsam verantworteten. Trotz einer Zeitebenen und Perspektiven wechselnden Geschichte behält der Schnitt den Überblick, wirkt keine Kameraeinstellung beliebig, reflektieren elegante Bildübergänge die formale Ambition der Filmemacher. Größere Probleme bereitet die Story, die mit zunehmender Laufzeit gegen Unglaubwürdigkeit tendiert. Aber auch das Casting, das durch Zweifel an der Schuld der zentralen Figur ermöglichte Überraschungsmomente in Grenzen hält. Der auf Psychos abonnierte Tim Roth spielt den intelligenten und arroganten Millionärssohn Wayland, der des Mordes an einer Prostituierten verdächtigt wird und von zwei Cops (Michael Rooker, Chris Penn) mit einem Lügendetektortest aus der Reserve gelockt werden soll. Es entwickelt sich ein psychologisch und darstellerisch intensives, durch weitgehende Konzentration auf einen Schauplatz klaustrophobisch wirkendes Katz-und-Maus-Spiel, in dem Manipulator Wayland die Machtverhältnisse umkehrt, die Integrität der Cops perforiert wird, die auf dramaturgischer Ebene erwünschte Spannung sich letztlich aber nicht einstellt. kob.

Scharfe Täuschung

Darsteller:  Tim Roth   als Wayland
  Chris Penn   als Braxton
  Michael Rooker   als Kennesaw
  Renée Zellweger   als Elizabeth
  Ellen Burstyn   als Mook
  Rosanna Arquette   als Mrs. Kennesaw
 
Regie:  Jonas Pate  
  Josh Pate  
Drehbuch:  Jonas Pate  
  Josh Pate  
Produzent:  Peter Glatzer  
Koproduzent:  Don Winston  
Ausf. Produzent:  Mark Damon  
Kamera:  Bill Butler  
Schnitt:  Dan Lebental  
Musik:  Harry Gregson-Williams  
Produktionsdesign:  John D. Kretschmer  
Kostüme:  Dana Allyson Greenberg  
Ton:  Peter Bentley  

Star

Tim Roth

Seine Gauner und Ganoven wirken kaum einschüchternd, eher verklemmt und latent sadistisch, mit schlechten Manieren und leicht psychopathischen Zügen....

Star

Chris Penn

Ein echter Heavy und Reservoir Dog. Klobig, groß, kräftig, wusste Chris Penn (1965-2006) die Fäuste zu gebrauchen und brillierte als Gangster,...

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