Marlon Wayans
Shawn Wayans
Anna Faris
Regie: Keenen Ivory Wayans
Verleih: Highlight (Central)
Eine Gruppe von Studenten wird von ihrem lüsternen Professor unter dem Deckmantel sogenannter Schlafstudien in ein Spukhaus eingeladen. Der Geist des ehemaligen Hausherrn treibt sein Unwesen und hat es vor allem auf ein Schäferstündchen mit den weiblichen Gästen abgesehen. Unheimliche Dinge geschehen, und der bizarre Butler tut sein bestes, den Gästen gründlich den Appetit zu verderben.

Im vergangenen Jahr Jahr lagen die Wayans-Brüder mit ihrer aggressiv anzüglichen und genussvoll Ekel provozierenden Teenhorrorparodie "Scary Movie" genau im Trend der Zeit und konnten einen Monsterhit verbuchen. Ob der Boxoffice-Blitz im Fall der Fortsetzung in dieser Größe zweimal einschlägt, ist dagegen fraglich. Dem deutlich sichtbar unter Zeitdruck entstandenen Sequel fehlt es am Überraschungseffekt des Originals, und zudem konnte auch das Subgenre der Bad-Taste-Komödie an den Kinokassen in letzter Zeit wenig erfreuliche Zahlen verbuchen. So wurde das Rekordeinspiel (für einen Film mit R-Rating) des Vorgängers von 42,5 Mio. Dollar in den USA am ersten Wochenende deutlich unterboten: 34,5 Mio. Dollar nach nur fünf Tagen beweisen allerdings, dass der gute Name des Originals immer noch ein Kassenmagnet ist.
Zunächst lässt der Prolog, bei dem der Horrorklassiker "Der Exorzist" mit eimerweise Urin, grüner Kotze und typisch Wayans'scher krasser sexueller Suggestivität durchaus gelungen tief in die Gag(jauche)grube getaucht wird, vermuten, dass die Filmemacher mit ihrem Sequel genau dort anknüpfen, wo sie mit dem Original aufgehört hatten. Doch während da in erster Linie die selbstironisch-smarte "Scream"-Reihe krude aufs Korn genommen wurde, wählte Regisseur und Drehbuchautor (in Zusammenarbeit mit sieben weiteren Autoren) Keenen Ivory Wayans diesmal mit einer Geisterhaus-Prämisse ein weniger ergiebiges Verulkungsmaterial. Eine Gruppe von Collegestudenten wird von ihrem lüsternen Professor (Tim Curry) zwecks "Schlafstudien" in das düstere Hell House eingeladen. Es gibt ein Wiedersehen mit Ray (Shawn Wayans), der nach wie vor hinsichtlich seiner sexuellen Identität verwirrt ist und sich diesmal an einer Killerclown-Puppe verlustiert, seiner zänkischen Freundin Brenda (Regina Hall) und dem dauerzugedröhnten Kiffer Shorty (Marlon Wayans), der die rauchende Rache einer riesigen Potpflanze erfährt. Neu dabei sind u.a. Tori Spelling, der im Namen sogenannter Selbstironie jegliche Form von Selbstrespekt abhanden kommt, während David Cross als Rollstuhlfahrer die Zielscheibe für die obligatorischen Behindertenwitze ist, Chris Elliott als bizarrer Butler mit deformierter Hand auf eine Ekelversion von Marty Feldman in "Frankenstein Junior" macht und James Woods als blähungsreicher Exorzist den für diese Rolle wegen Krankheit ausgefallenen Marlon Brando ersetzt. Selbstverständlich wird in dieser etwas schlampigen Gagparade eine Reihe von aktuellen Filmreferenzen eingebaut, die von "Schatten der Wahrheit" über "Save The Last Dance" zu "3 Engel für Charlie" sowie "Hollow Man" reichen. Allerdings ist die Trefferquote der ansteckenden Albernheiten nicht mehr so hoch wie beim Vorgänger, und mancher Gag wirkt flach und forciert. Das höhere Budget macht sich indes mit einem Mehr an Spezialeffekten bemerkbar, die in einem Film dieser Art nur Nebensache sein können. Letztlich werden diese Kritikpunkte an der Kinokasse Makulatur sein: Der Erfolg von "Scary Movie 2" wird vor allem davon abhängen, wie viele Kinogänger zwölf Monate nach dem Original Lust auf einen Nachschlag haben werden. ara.
| Darsteller: | Marlon Wayans | als Shorty Meeks | |
|---|---|---|---|
| Shawn Wayans | als Ray Maker | ||
| Anna Faris | als Cindy Campbell | ||
| Regina Hall | als Brenda Meeks | ||
| Tori Spelling | als Alex | ||
| Christopher Masterson | als Clark | ||
| Kathleen Robertson | als Jamie Lee Curtisto | ||
| James Woods | als Priester | ||
| Andy Richter | als Vater Kerris | ||
| Chris Elliott | als Hanson | ||
| Natasha Lyonne | als Jasonia Voorhees | ||
| Tim Curry | als Professor | ||
| Richard Moll | |||
| Regie: | Keenen Ivory Wayans | ||
| Drehbuch: | Shawn Wayans | ||
| Marlon Wayans | |||
| Alyson Fouse | |||
| Greg Grabianski | |||
| Dave Polsky | |||
| Michael Anthony Snowden | |||
| Craig Wayans | |||
| Produzent: | Eric L. Gold | ||
| Ausf. Produzent: | Bob Weinstein | ||
| Harvey Weinstein | |||
| Brad Weston | |||
| Peter Schwerin | |||
| Kamera: | Steven Bernstein | ||
| Schnitt: | Peter Teschner | ||
| Thomas J. Nordberg | |||
| Richard Pearson | |||
| Musik: | George S. Clinton | ||
| Produktionsdesign: | Cynthia Charette | ||
| Cat Smith | |||
| Kostüme: | Mary Jane Fort | ||
| Valari Adams | |||
| Ton: | David Kirschner | ||
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