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Thriller/Horror - USA 2004 FSK: keine Jugendfreigabe - 103 Min. - Verleih: Kinowelt Start: 03.02.2005
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Es dauert eine Weile, bis die zwei in einem grottigen Toilettenbunker festgeschmiedeten, nur mit einer Säge und einer Pistole bewaffneten Männer begreifen, dass sie beide Opfer des fürchterlichen Jigsaw Killers wurden. Dieser Serienkiller drängt seine Opfer in perfide Todesfallen und zwingt sie dann, selbst zu Mördern zu werden. Jetzt soll Dr. Gordon (Cary Elwes) sein Gegenüber, den Fotografen Adam (Leigh Whannell), töten, sonst geht es seiner Familie an den Kragen. Doch Gordon hat keine Lust, nach Wunsch des Unholds zu funktionieren.
Düstere Atmosphäre und einen gewissen Einfallsreichtum in der Kategorie "kreativer Tod" bescheinigten bereits zahlreiche Besucher des Fantasy Filmfest diesem offenbar von "Sieben" inspirierten Killerthriller. Danny Glover, "Star Trek"-Heldin Dina Meyer und Monica Potter sind mit von der horriblen Partie. |
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KRITIK
Denn zum Spielen sind sie da. So denkt ein psychopathischer Killer, der seine Opfer in sadistischen Verzweiflungsszenarien leiden lässt. Horror mit Hirn und Spannungsgarantie.
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Cary Elwes als Dr. Gordon weiß nicht, wie er in diese missliche Lage geraten ist (Foto: Kinowelt) |
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Nur im Kino will man gerne mal in schlechter Gesellschaft sein. Kontakt zu Serienmördern verspricht nur dort packende Unterhaltung, vor allem, wenn Originalität und Nervenkitzel zusammenarbeiten. Wem "Das Schweigen der Lämmer" nicht mehr die Sprache verschlägt oder "Sieben" Todsünden nicht mehr reichen, der darf jetzt wieder zittern.

Der Überraschungsschocker des letzten US-Kinojahres, mit dem zwei australische Newcomer Hollywood das Fürchten lehrten, zwingt zwei Männer in eine schreckliche Lage und - im wörtlichen Sinne - beinhart vor die Qual der Wahl.

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Ein Opfer: Vom Paradies direkt in die Hölle (Foto: Kinowelt) |
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Ausweglose Situation

Fotograf Adam (Leigh Whannell) und Arzt Lawrence Gordon (Cary Elwes) erwachen - mit Ketten an Rohre gefesselt - in einem Kellerraum. In dessen Mitte unterstreicht eine ausgeblutete Leiche den Ernst der Lage.

Wie sie dort hineingekommen sind, weiß keiner von beiden - wie sie herauskommen, nur ein psychopathisches Phantom, das sie mit Kameras beobachtet und vor eine diabolische Entscheidung stellt.

Wer sich selbst bis zum Abend das Bein durchsägt und das Leben des anderen beendet, bekommt sein eigenes geschenkt.

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Will sich, nicht seine Familie opfern: Lawrence (Foto: Kinowelt) |
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Häppchen gefällig?

In Rückblicken erfährt man mehr über den Hintergrund der Männer und die grausame Bilanz des Unbekannten, der seine Opfer in sadistischen Quälszenarien dazu bringt, sich selbst oder andere zu töten.

Eine gespenstische Atmosphäre von unausweichlichem Verhängnis liegt über diesem Debütfilm von James Wan, dessen Drehbuch sein Freund und Hauptdarsteller Leigh Whannell schrieb.

So wie die beiden Gefangenen nach einem Ausweg aus dieser Hölle suchen, prüft man auch als Zuschauer alle Optionen, sortiert und deutet die häppchenweise angebotenen Hinweise, um das Rätsel zu knacken und den Täter zu enttarnen.

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Zwei Cops sind dem Wahnsinnigen dicht auf den Fersen (Foto: Kinowelt) |
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Wechselbad der Gefühle

Das versucht auch ein engagierter Cop (Danny Glover), der das Monstrum seit langem verfolgt und - wie auch wir - von ihm manipuliert und immer wieder überrascht wird. "So etwas wie den schwarzen Mann gibt es nicht", sagt Lawrence in einem Rückblick zu seiner Tochter, die in den Plänen des Killers eine tragende Rolle spielt.

Nach 100 Minuten Adrenalinschub und dem ständigen Wechsel zwischen Hoffnung und Verzweiflung erfährt er, dass er sich geirrt hat. Gnadenloser wurde im Kino selten für die Wertschätzung des Lebens geworben und um dieses gekämpft. Das Grauen hat einen neuen Namen. Sehen Sie zu - sägen Sie mit. | Peter Koberger |
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