Cary Elwes
Danny Glover
Monica Potter
Regie: James Wan
Verleih: Studiocanal
Es dauert eine Weile, bis die zwei in einem grottigen Toilettenbunker festgeschmiedeten, nur mit einer Säge und einer Pistole bewaffneten Männer begreifen, dass sie beide Opfer des fürchterlichen Jigsaw Killers wurden. Dieser Serienkiller drängt seine Opfer in perfide Todesfallen und zwingt sie dann, selbst zu Mördern zu werden. Jetzt soll Dr. Gordon (Cary Elwes) sein Gegenüber, den Fotografen Adam (Leigh Whannell), töten, sonst geht es seiner Familie an den Kragen. Doch Gordon hat keine Lust, nach Wunsch des Unholds zu funktionieren.
Düstere Atmosphäre und einen gewissen Einfallsreichtum in der Kategorie "kreativer Tod" bescheinigten bereits zahlreiche Besucher des Fantasy Filmfest diesem offenbar von "Sieben" inspirierten Killerthriller. Danny Glover, "Star Trek"-Heldin Dina Meyer und Monica Potter sind mit von der horriblen Partie.
Denn zum Spielen sind sie da. So denkt ein psychopathischer Killer, der seine Opfer in sadistischen Verzweiflungsszenarien leiden lässt. Horror mit Hirn und Spannungsgarantie.
Cary Elwes als Dr. Gordon weiß nicht, wie er in diese missliche Lage geraten ist (Foto: Kinowelt)
Nur im Kino will man gerne mal in schlechter Gesellschaft sein. Kontakt zu Serienmördern verspricht nur dort packende Unterhaltung, vor allem, wenn Originalität und Nervenkitzel zusammenarbeiten. Wem "Das Schweigen der Lämmer" nicht mehr die Sprache verschlägt oder "Sieben" Todsünden nicht mehr reichen, der darf jetzt wieder zittern.
Der Überraschungsschocker des letzten US-Kinojahres, mit dem zwei australische Newcomer Hollywood das Fürchten lehrten, zwingt zwei Männer in eine schreckliche Lage und - im wörtlichen Sinne - beinhart vor die Qual der Wahl.
Fotograf Adam (Leigh Whannell) und Arzt Lawrence Gordon (Cary Elwes) erwachen - mit Ketten an Rohre gefesselt - in einem Kellerraum. In dessen Mitte unterstreicht eine ausgeblutete Leiche den Ernst der Lage.
Wie sie dort hineingekommen sind, weiß keiner von beiden - wie sie herauskommen, nur ein psychopathisches Phantom, das sie mit Kameras beobachtet und vor eine diabolische Entscheidung stellt.
Wer sich selbst bis zum Abend das Bein durchsägt und das Leben des anderen beendet, bekommt sein eigenes geschenkt.
In Rückblicken erfährt man mehr über den Hintergrund der Männer und die grausame Bilanz des Unbekannten, der seine Opfer in sadistischen Quälszenarien dazu bringt, sich selbst oder andere zu töten.
Eine gespenstische Atmosphäre von unausweichlichem Verhängnis liegt über diesem Debütfilm von James Wan, dessen Drehbuch sein Freund und Hauptdarsteller Leigh Whannell schrieb.
So wie die beiden Gefangenen nach einem Ausweg aus dieser Hölle suchen, prüft man auch als Zuschauer alle Optionen, sortiert und deutet die häppchenweise angebotenen Hinweise, um das Rätsel zu knacken und den Täter zu enttarnen.
Das versucht auch ein engagierter Cop (Danny Glover), der das Monstrum seit langem verfolgt und - wie auch wir - von ihm manipuliert und immer wieder überrascht wird. "So etwas wie den schwarzen Mann gibt es nicht", sagt Lawrence in einem Rückblick zu seiner Tochter, die in den Plänen des Killers eine tragende Rolle spielt.
Nach 100 Minuten Adrenalinschub und dem ständigen Wechsel zwischen Hoffnung und Verzweiflung erfährt er, dass er sich geirrt hat. Gnadenloser wurde im Kino selten für die Wertschätzung des Lebens geworben und um dieses gekämpft. Das Grauen hat einen neuen Namen. Sehen Sie zu - sägen Sie mit.
| Darsteller: | Cary Elwes | als Dr. Lawrence Gordon | |
|---|---|---|---|
| Danny Glover | als Detective Tapp | ||
| Monica Potter | als Allison Gordon | ||
| Michael Emerson | als Zep | ||
| Tobin Bell | als Jigsaw | ||
| Ken Leung | als Sing | ||
| Makenzie Vega | als Diana | ||
| Shawnee Smith | als Amanda | ||
| Benito Martinez | als Brett | ||
| Dina Meyer | als Kerry | ||
| Leigh Whannell | als Adam | ||
| Ned Bellamy | als Gefangener | ||
| Paul Gutrecht | als Mark | ||
| Alexandra Chun | als Carla | ||
| Avner Garbi | als Nachbar | ||
| Mike Butters | als Paul | ||
| Regie: | James Wan | ||
| Drehbuch: | James Wan | ||
| Leigh Whannell | |||
| Produzent: | Oren Koules | ||
| Mark Burg | |||
| Gregg Hoffman | |||
| Koproduzent: | Daniel Jason Heffner | ||
| Richard H. Prince | |||
| Ausf. Produzent: | Stacey Testro | ||
| Kamera: | David Armstrong | ||
| Schnitt: | Kevin Greutert | ||
| Musik: | Charlie Clouser | ||
| Produktionsdesign: | Julie Berghoff | ||
| Nanette Harty | |||
| Kostüme: | Jennifer Soulages | ||
| Ton: | Jonathan Miller | ||
| Casting: | Amy Lippens | ||
Schon allein, wie Victor Frankenstein sein Geschöpf "zusammenbaut", verspricht allerfeinsten Kinohorror.
Nachdem im Kino mit "Twilight" das Vampirfieber neu ausgebrochen ist, saust der nicht minder blutrünstige Frankenstein-Mythos hinterher. Wie Sony meldet, wird es nun eine Neuverfilmung des Stoffes geben. Als Regisseur ist Craig Fernandez, Drehbuchautor von "From Prada to Nada", vorgesehen. Damit ist Guillermo del Toro, der den Stoff schon vor zwei Jahren neu verfilmen wollte, wohl aus dem Rennen.
Zuletzt war Frankenstein 1994 unter der Regie von Kenneth Branagh als schaurig-pompöse Horrormär zu sehen. Robert De Niro gab in "Mary Shelley's Frankenstein" des Professors Kreatur. Helena Bonham Carter spielte Victors Verlobte Elisabeth und Branagh selbst übernahm die Rolle des Meisters.
Wie sich die Neuverfilmung gestalten soll, ist noch nicht bekannt. Wird Fernandez die Werktreue beibehalten oder soll das Ganze womöglich eine moderne Splatterorgie im Stil von "Saw" werden? Da der Mythos schon oft verfilmt wurde und Branaghs Umsetzung an Opulenz und Schaurigkeit kaum noch zu überbieten ist, dürfte dies ein schwieriges Unterfangen werden.
Die britische Schriftstellerin Mary Shelley schrieb im 19. Jahrhundert den Roman "Frankenstein oder der moderne Prometheus", auf dem der Mythos gründet. Die Geschichte erzählt von dem Schweizer Arzt und Forscher Victor Frankenstein, dem es gelingt, ein lebendes Geschöpf aus Leichenteilen zu erschaffen. Doch als er angesichts der Tragweite seines Tuns moralische Bedenken bekommt, flieht das Monster. Frankenstein hält es für tot - doch das Wesen sucht unermüdlich nach seinem "Vater" und Schöpfer, wünscht sich nichts sehnlicher als eine Gefährtin und rächt sich schließlich auf seine Weise für sein elendes Dasein als lebende Leiche.
Trotz zahlreicher Film- und TV-Produktionen ist der 1947 in San Francisco geborene Danny Glover für immer mit der Rolle des schwarzen Cop Roger...
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