Gnadenloser Horrorfilm über einen psychopathischen Killer, der ein diabolisches Todesspiel mit zwei ihm ausgelieferten Männern treibt. http://images.kino.de/flbilder/max05/mbiz05/mbiz02/z0502570/b150x150.jpg Saw

Filmdetails

Saw

Gnadenloser Horrorfilm über einen psychopathischen Killer, der ein diabolisches Todesspiel mit zwei ihm ausgelieferten Männern treibt.


Saw
Start: 03.02.2005

Thriller / Horror

USA 2004
Laufzeit: 103 Min.
FSK: k.J. (keine Jugendfreigabe)

Cary Elwes
Danny Glover
Monica Potter

Regie: James Wan
Verleih: Studiocanal

So werten die bisherigen Besucher:

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Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
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Temperatur

lau

Inhalt

Es dauert eine Weile, bis die zwei in einem grottigen Toilettenbunker festgeschmiedeten, nur mit einer Säge und einer Pistole bewaffneten Männer begreifen, dass sie beide Opfer des fürchterlichen Jigsaw Killers wurden. Dieser Serienkiller drängt seine Opfer in perfide Todesfallen und zwingt sie dann, selbst zu Mördern zu werden. Jetzt soll Dr. Gordon (Cary Elwes) sein Gegenüber, den Fotografen Adam (Leigh Whannell), töten, sonst geht es seiner Familie an den Kragen. Doch Gordon hat keine Lust, nach Wunsch des Unholds zu funktionieren.

Düstere Atmosphäre und einen gewissen Einfallsreichtum in der Kategorie "kreativer Tod" bescheinigten bereits zahlreiche Besucher des Fantasy Filmfest diesem offenbar von "Sieben" inspirierten Killerthriller. Danny Glover, "Star Trek"-Heldin Dina Meyer und Monica Potter sind mit von der horriblen Partie.


Kritik

Denn zum Spielen sind sie da. So denkt ein psychopathischer Killer, der seine Opfer in sadistischen Verzweiflungsszenarien leiden lässt. Horror mit Hirn und Spannungsgarantie.

Großansicht Cary Elwes als Dr. Gordon weiß nicht, wie er in diese missliche Lage geraten ist (Foto: Kinowelt)

Cary Elwes als Dr. Gordon weiß nicht, wie er in diese missliche Lage geraten ist (Foto: Kinowelt)

Nur im Kino will man gerne mal in schlechter Gesellschaft sein. Kontakt zu Serienmördern verspricht nur dort packende Unterhaltung, vor allem, wenn Originalität und Nervenkitzel zusammenarbeiten. Wem "Das Schweigen der Lämmer" nicht mehr die Sprache verschlägt oder "Sieben" Todsünden nicht mehr reichen, der darf jetzt wieder zittern.

Der Überraschungsschocker des letzten US-Kinojahres, mit dem zwei australische Newcomer Hollywood das Fürchten lehrten, zwingt zwei Männer in eine schreckliche Lage und - im wörtlichen Sinne - beinhart vor die Qual der Wahl.

Großansicht Ein Opfer: Vom Paradies direkt in die Hölle (Foto: Kinowelt)

Ein Opfer: Vom Paradies direkt in die Hölle (Foto: Kinowelt)

Ausweglose Situation

Fotograf Adam (Leigh Whannell) und Arzt Lawrence Gordon (Cary Elwes) erwachen - mit Ketten an Rohre gefesselt - in einem Kellerraum. In dessen Mitte unterstreicht eine ausgeblutete Leiche den Ernst der Lage.

Wie sie dort hineingekommen sind, weiß keiner von beiden - wie sie herauskommen, nur ein psychopathisches Phantom, das sie mit Kameras beobachtet und vor eine diabolische Entscheidung stellt.

Wer sich selbst bis zum Abend das Bein durchsägt und das Leben des anderen beendet, bekommt sein eigenes geschenkt.

Großansicht Will sich, nicht seine Familie opfern: Lawrence (Foto: Kinowelt)

Will sich, nicht seine Familie opfern: Lawrence (Foto: Kinowelt)

Häppchen gefällig?

In Rückblicken erfährt man mehr über den Hintergrund der Männer und die grausame Bilanz des Unbekannten, der seine Opfer in sadistischen Quälszenarien dazu bringt, sich selbst oder andere zu töten.

Eine gespenstische Atmosphäre von unausweichlichem Verhängnis liegt über diesem Debütfilm von James Wan, dessen Drehbuch sein Freund und Hauptdarsteller Leigh Whannell schrieb.

So wie die beiden Gefangenen nach einem Ausweg aus dieser Hölle suchen, prüft man auch als Zuschauer alle Optionen, sortiert und deutet die häppchenweise angebotenen Hinweise, um das Rätsel zu knacken und den Täter zu enttarnen.

Großansicht Zwei Cops sind dem Wahnsinnigen dicht auf den Fersen (Foto: Kinowelt)

Zwei Cops sind dem Wahnsinnigen dicht auf den Fersen (Foto: Kinowelt)

Wechselbad der Gefühle

Das versucht auch ein engagierter Cop (Danny Glover), der das Monstrum seit langem verfolgt und - wie auch wir - von ihm manipuliert und immer wieder überrascht wird. "So etwas wie den schwarzen Mann gibt es nicht", sagt Lawrence in einem Rückblick zu seiner Tochter, die in den Plänen des Killers eine tragende Rolle spielt.

Nach 100 Minuten Adrenalinschub und dem ständigen Wechsel zwischen Hoffnung und Verzweiflung erfährt er, dass er sich geirrt hat. Gnadenloser wurde im Kino selten für die Wertschätzung des Lebens geworben und um dieses gekämpft. Das Grauen hat einen neuen Namen. Sehen Sie zu - sägen Sie mit.

Saw

Darsteller:  Cary Elwes   als Dr. Lawrence Gordon
  Danny Glover   als Detective Tapp
  Monica Potter   als Allison Gordon
  Michael Emerson   als Zep
  Tobin Bell   als Jigsaw
  Ken Leung   als Sing
  Makenzie Vega   als Diana
  Shawnee Smith   als Amanda
  Benito Martinez   als Brett
  Dina Meyer   als Kerry
  Leigh Whannell   als Adam
  Ned Bellamy   als Gefangener
  Paul Gutrecht   als Mark
  Alexandra Chun   als Carla
  Avner Garbi   als Nachbar
  Mike Butters   als Paul
 
Regie:  James Wan  
Drehbuch:  James Wan  
  Leigh Whannell  
Produzent:  Oren Koules  
  Mark Burg  
  Gregg Hoffman  
Koproduzent:  Daniel Jason Heffner  
  Richard H. Prince  
Ausf. Produzent:  Stacey Testro  
Kamera:  David Armstrong  
Schnitt:  Kevin Greutert  
Musik:  Charlie Clouser  
Produktionsdesign:  Julie Berghoff  
  Nanette Harty  
Kostüme:  Jennifer Soulages  
Ton:  Jonathan Miller  
Casting:  Amy Lippens  

"Frankenstein" wird neu erweckt

Schon allein, wie Victor Frankenstein sein Geschöpf "zusammenbaut", verspricht allerfeinsten Kinohorror.

Großansicht Frankenstein macht sich prima im Kino, wie Kenneth Branagh 1994 zeigte. (Foto: SPHE)

Frankenstein macht sich prima im Kino, wie Kenneth Branagh 1994 zeigte. (Foto: SPHE)

Nachdem im Kino mit "Twilight" das Vampirfieber neu ausgebrochen ist, saust der nicht minder blutrünstige Frankenstein-Mythos hinterher. Wie Sony meldet, wird es nun eine Neuverfilmung des Stoffes geben. Als Regisseur ist Craig Fernandez, Drehbuchautor von "From Prada to Nada", vorgesehen. Damit ist Guillermo del Toro, der den Stoff schon vor zwei Jahren neu verfilmen wollte, wohl aus dem Rennen.

Zuletzt war Frankenstein 1994 unter der Regie von Kenneth Branagh als schaurig-pompöse Horrormär zu sehen. Robert De Niro gab in "Mary Shelley's Frankenstein" des Professors Kreatur. Helena Bonham Carter spielte Victors Verlobte Elisabeth und Branagh selbst übernahm die Rolle des Meisters.

Wie soll die neue Kreatur aussehen?

Wie sich die Neuverfilmung gestalten soll, ist noch nicht bekannt. Wird Fernandez die Werktreue beibehalten oder soll das Ganze womöglich eine moderne Splatterorgie im Stil von "Saw" werden? Da der Mythos schon oft verfilmt wurde und Branaghs Umsetzung an Opulenz und Schaurigkeit kaum noch zu überbieten ist, dürfte dies ein schwieriges Unterfangen werden.

Die britische Schriftstellerin Mary Shelley schrieb im 19. Jahrhundert den Roman "Frankenstein oder der moderne Prometheus", auf dem der Mythos gründet. Die Geschichte erzählt von dem Schweizer Arzt und Forscher Victor Frankenstein, dem es gelingt, ein lebendes Geschöpf aus Leichenteilen zu erschaffen. Doch als er angesichts der Tragweite seines Tuns moralische Bedenken bekommt, flieht das Monster. Frankenstein hält es für tot - doch das Wesen sucht unermüdlich nach seinem "Vater" und Schöpfer, wünscht sich nichts sehnlicher als eine Gefährtin und rächt sich schließlich auf seine Weise für sein elendes Dasein als lebende Leiche.

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