Donnie Wahlberg
Franky G.
Shawnee Smith
Regie: Darren Lynn Bousman
Verleih: Studiocanal
Mordkommissar Eric (Donnie Wahlberg) hat eigentlich schon genug Probleme am Hals mit seiner kaputten Ehe und dem entfremdeten Teenagersohn (Eric Knudsen). Da bittet ihn die schöne Kollegin (Dina Meyer) im Fall des zu Unrecht besiegt geglaubten Jigsaw Killers um Unterstützung. Der scheint es seinerseits auf einen Infight mit Eric gerade abgesehen zu haben und sperrt deshalb dessen Sohn in ein fallengespicktes Horrorhaus - zusammen mit sieben weiteren Todeskandidaten.
Mit altem Autor (Leigh Whannel), neuem Regisseur (Darren Lynn Bousman) und deutlich höherem Budget geht der Horror-Überraschungserfolg der Saison 2004 in die zweite und mutmaßlich noch lange nicht letzte Runde.
Es darf wieder kräftig gesägt werden! Dank einjähriger Pause hat der Jigsaw-Killer jede Menge Frischfleisch in seiner Folterkammer eingebunkert.
Und wieder ist die Todesfalle des psychopathischen Killers zugeschnappt (Foto: Kinowelt)
Jahrelang vom drögen Teengrusel eingelullte Kinogänger trauten ihren Augen nicht, als sie von "Saw", der filmischen Entsprechung eines Death-Metal-Konzerts, angefallen wurden: Der totgesagte Serienkiller hatte sich mit einem Paukenschlag zurückgemeldet. Mehr als eine halbe Million Besucher wollten dem durchgeknallten Jigsaw-Mörder zusehen, wie er bestialische Fallen für die Unglücklichen ersann, die ihm irrtümlich in die Quere gekommen waren.
Das an Splattermovies angelehnte Werk brachte frisches Blut ins Schockerfach und führte auf unvergessliche Weise vor, was man mit Eisensägen so alles veran- und verunstalten kann.
Hannibal Lecter hätte den genialen Todesapparaten applaudiert, die auch in der Fortsetzung wieder massiv zum Einsatz kommen. Der Jigsaw-Killer (abermals höchst widerwärtig gespielt von Tobin Bell) hat erst so richtig Gefallen daran gefunden, seine perversen Mordspielchen zu treiben: Diesmal hat er Detective Masons Sohn mitsamt einer Riege zwielichtiger Gestalten in eine hermetisch abgeriegelte Abrissbude gesteckt. Ort: unbekannt.
Per Monitor muss Mason (Marks Bruder Donnie Wahlberg) zusehen, wie die Gruppe ums Überleben kämpft. Sein SWAT-Team kann nichts ausrichten, derweil der krebskranke Menschenfeind Jigsaw und mit ihm der unerschrockene Zuschauer voll auf ihre Kosten kommen.
Denn in dem dreckig gestylten Haus tickt die Zeit: die acht Insassen, allen voran ein unzurechnungsfähiger Drogendealer, werden an einem vorher injizierten Nervengift sterben, so sie nicht rechtzeitig die tückischen Rätsel lösen. Diese aber fordern ungeahnte Leidensfähigkeit und den Mut zur Selbstverstümmelung heraus. In Jigsaws kranker Moral bekommt niemand etwas geschenkt, für das er nicht bitter bezahlt.
Debütant Darren Lynn Bousman versteht es, das groteske Schreckenskabinett mit schier unerträglichen Spannungswerten aufzuladen. Das Resultat ist hartgesotten, dreckig und höllisch gemein - ein Heidenspaß, der einem das Nervenkostüm bis auf die letzten Fäden auftrennt. In den USA war der Fall klar: Platz eins in den Kinocharts.
| Darsteller: | Donnie Wahlberg | als Eric | |
|---|---|---|---|
| Franky G. | als Xavier | ||
| Shawnee Smith | als Amanda | ||
| Glenn Plummer | als Jonas | ||
| Emmanuelle Vaugier | als Addison | ||
| Beverley Mitchell | als Laura | ||
| Erik Knudsen | als Daniel | ||
| Dina Meyer | als Kerry | ||
| Tobin Bell | als John | ||
| Regie: | Darren Lynn Bousman | ||
| Drehbuch: | Darren Lynn Bousman | ||
| Leigh Whannel | |||
| Produzent: | Gregg Hoffman | ||
| Oren Koules | |||
| Mark Burg | |||
| Ausf. Produzent: | James Wan | ||
| Leigh Whannell | |||
| Stacey Testro | |||
| Kamera: | David Armstrong | ||
| Schnitt: | Kevin Greutert | ||
| Produktionsdesign: | David Hackl | ||
| Kostüme: | Axel Kavanaugh | ||
| Maske: | Patrick Baxter | ||
| Neil Morrill | |||
| Casting: | Amy Lippens | ||
Er kam, "Saw" und siegte.
Allein in den USA spielte "Saw III" über 80 Millionen Dollar ein, in Deutschland 5,7 Millionen Euro. Schon kurz nach Kinostart kündigte Regisseur Darren Lynn Bousman das nächste Sequel an. Jetzt hat die Produktionsfirma Lionsgate erste Details verraten:
Auch wenn sich Jigsaw-Killer und Amanda einen blutigen Showdown geliefert haben, lebendige Opfer der beiden gibt es noch. Hier kommt SWAT-Commander Rigg ins Spiel. Er wird entführt und ihm bleiben nur 90 Minuten, in denen er eine Reihe grauenvoller Fallen überwinden muss, um einen alten Freund zu retten oder selbst die tödlichen Konsequenzen zu tragen.
Und so findet der brutale Jigsaw-Killer auch nach seinem eigenen Ableben neue Opfer für seine perversen Mordspiele. Nachdem er Anfang 2005 in "Saw" das ausgeblutete Serienkillergenre wieder zum Leben erweckt hatte, folgte ein Jahr später die nächste Schlachtplatte.
Während er im ersten Film zwei Männer in einen Keller mit Säge kettete, waren in der nicht minder gnadenlosen Fortsetzung gleich acht Todeskandidaten mit von der Partie. Und auch in der dritten Horrorshow ging das Splattergemetzel diesen Februar munter weiter, Unterstützung erhielt der dahinsiechende Mörder dabei von seiner Gefolgsfrau Amanda. Regisseur Bousman hat versprochen, dass "Saw 4" noch schockierender wird. Den Sägen seiner inzwischen eingeschworenen Fangemeinde hat er allemal.
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