Ein junger ladakhischer Mönch kehrt nach drei Jahren einsamer Meditation in sein Kloster zurück und macht entgegen seinen eigentlichen spirituellen Zielen sexuelle Erfahrungen. http://images.kino.de/flbilder/max02/mbiz02/mbiz32/z0232507/b150x150.jpg Samsara

Filmdetails

Samsara

Ein junger ladakhischer Mönch kehrt nach drei Jahren einsamer Meditation in sein Kloster zurück und macht entgegen seinen eigentlichen spirituellen Zielen sexuelle Erfahrungen.


Samsara
Start: 29.08.2002

Drama

Deutschland 2001
Laufzeit: 145 Min.
FSK: ab 12 Jahre

Shawn Ku
Christy Chung
Neelesha BaVora

Regie: Pan Nalin
Verleih: Solo Film

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Inhalt

Volle drei Jahre betete und fastete der Jungmönch Lama Tashi (Shawn Ku) in einer Felsenhöhle, doch anstatt sich danach wie geplant geistigen Betätigungen im Kloster zu widmen, möchte Tashi lieber die Wonnen der Sexualität ergründen. In der hübschen Pema (Christy Chung) findet er das ideale Studienobjekt, sagt der Entsagung Ade und entwickelt sich zum ebenso reichen wie skrupellosen Geschäftsmann. Aber ist er damit auch glücklich?

In opulenten Bildern und bisweilen naiv wirkenden Episoden erzählt der indische Autodidakt Pan Nalin in seinem nach sieben Jahren zähen Ringens endlich realisierten Debüt vom immerwährenden Widerstreit zwischen Askese und Eros. "Zenematography"!


Kritik

Samsara

Exotik, Esoterik und Erotik, diese Kombination klappt hier bestens. Im fernen Ladakh geht es um den Widerstreit zwischen Askese und irdischen Gelüsten, um Grundwerte und philosophische Lebensfragen, auf die der aus Indien stammende Autodidakt Pan Nalin für die westliche Zivilisation überraschende Antworten findet.

Sieben Jahre kämpfte Pan Nalin um die Realisierung seiner Idee und konnte letztendlich Pandora-Film überzeugen. Am Set trafen dann Crew-Mitglieder aus 15 Ländern zusammen, allein die Hauptdarsteller stammen aus New York (Shawn Ku), Hongkong (Christy Chung) und Berlin (Neelesha BaVora). Pan Nalin nimmt mit auf eine spirituelle Reise in eine fremde Welt. Nach dreijähriger Meditation in einem Felsstollen wird der junge Lama Tashi vom alten Mönch Apo und dessen Schüler Sonam aus der Trance wieder in die Wirklichkeit geholt. Doch statt sich geistiger Themen zu widmen, entdeckt Tashi seine Sexualität. Als er bei der Erntesegnung in einem Dorf die hübsche Pema trifft, beginnt er ernsthaft über den Sinn seiner mönchischen Existenz nachzudenken. Die Einführung in tantrische Texte und Zeichnungen bringen ihn zum Entschluss, das Kloster zu verlassen. Fast scheint alles wie im Märchen. Er heiratet Pema, genießt die Freuden der Sexualität und als Vater eines Sohnes, wird reich und angesehen, aber ob seiner modernen Methoden auch gefürchtet. Immer weiter entfernt er sich von seinen einstigen Prinzipien. Erst ein sein Besitz zerstörendes Feuer führt zur Katharsis - und zu einer Lebenskorrektur. Das große Plus dieses manchmal naiv wirkenden Werkes ist die Bildopulenz und der besonders am Anfang dokumentarische Look. In Anlehnung an den Zen-Buddhismus spricht der Regisseur von "Zenematography". Man kann sich kaum sattsehen an der Bergwelt, den leuchtenden Farben der Kleider, die mal mit der Umwelt harmonieren, mal in Kontrast stehen und sukzessive die emotionale Entwicklung wiederspiegeln. Am Ende steht die Frage, was ist besser - sich 1000 Bedürfnisse zu erfüllen oder eines zu besiegen. "Samsara" ist der Begriff für die Welt, in der der Mensch lebt, egal ob im Kloster oder Dorf. Und menschlich ist es auch, Experimente zu wagen, zwischen persönlichen Verlangen und Schicksal einen Weg zu finden wie der Protagonist. Nicht nur eifrige Freunde der Esoterik-Fraktion kommen hier auf ihre Kosten, auch ein spezifisches Publikum, das Gefallen an Filmen wie "Das alte Ladakh" oder "Kundun" findet, sollte sich auf dieses filmische Abenteuer einlassen. mk.

Samsara

Darsteller:  Shawn Ku   als Tashi
  Christy Chung   als Pema
  Neelesha BaVora   als Sujata
  Tenzin Tashi   als Karma
  Jamayang Jinpa   als Sonam
  Sherab Sangey   als Apo
  Kelsang Tashi   als Jamayang
  Lhakpa Tsering   als Dawa
  Tsewang Dorjee   als Kunga
  Lobsang Jinpa   als Hermit Norbu
  Tsepak Tsangpo  
  Neelesha Barthel  
 
Regie:  Pan Nalin  
Drehbuch:  Pan Nalin  
  Tim Baker  
Produzent:  Karl Baumgartner  
  Christoph Friedel  
Koproduzent:  Reinhard Brundig  
  Marc Sillam  
  Domenico Procacci  
Kamera:  Rali Raltschev  
Schnitt:  Isabel Meier  
Musik:  Cyril Morin  
Produktionsdesign:  Petra Barchi  
  Emma Pucci  
Kostüme:  Natasha de Betak  
Ton:  Bruno Tarrière  
Casting:  Vivian Hasbrouk  
  Andrew Leung  

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