Hinreißende Komödie über einen ungewöhnlichen Akademie-Schüler, der sich in eine Lehrerin verliebt, auf die es auch sein Mentor abgesehen hat. http://images.kino.de/flbilder/max99/bf99/bf41/b9941810/b150x150.jpg Rushmore

Filmdetails

Rushmore

Hinreißende Komödie über einen ungewöhnlichen Akademie-Schüler, der sich in eine Lehrerin verliebt, auf die es auch sein Mentor abgesehen hat.


Rushmore
Start: 08.03.2001

Komödie / Drama

USA 1998
Laufzeit: 93 Min.
FSK: ab 6 Jahre

Jason Schwartzman
Bill Murray
Olivia Williams

Regie: Wes Anderson
Verleih: Movienet

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Gesamt
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Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
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Besucher-
ansturm

Temperatur

lau

Inhalt

Max Fischer ist der enthusiastischste Schüler der ehrenwerten Rushmore Academy. Kaum ein Tag vergeht, an dem er nicht neue Arbeitskreise gründet. Leider lassen seine Schulleistungen zu wünschen übrig, so dass ihm der Ausschluss droht. Zu allem Überdruss verliebt sich Max in die unerreichbare Lehrerin Ms. Cross, die eine Beziehung mit Max' großem Vorbild, dem Magnaten Blume, beginnt. Max sinnt auf Rache.


Kritik

Rushmore

Seine Visitenkarte gab der 28jährige Nachwuchsregisseur Wes Anderson 1996 mit seiner von Kritikern vielgelobten, jedoch vom Publikum kaum beachteten Komödie "Bottle Rocket" ab. Sein Folgefilm "Rushmore", für den er in erneuter Zusammenarbeit mit Owen Wilson das clevere und äußerst originelle Drehbuch verfaßte, hat nun das Zeug zum Kulthit. So kommt es nicht von ungefähr, daß Disney beschloß die schrullig-charmante Offbeat-Komödie um einen exzentrischen Schüler mit schier unverwüstlichen Selbstvertrauen im Dezember bereits für eine Woche in limitierter Veröffentlichung zu zeigen. Damit sollte in erster Linie Bill Murray die Chance für eine sicherlich verdiente, jedoch letztlich nicht gewährte Oscar-Nomierung als bester Nebendarsteller ermöglicht werden.



Die Hauptrolle des 15jährigen Max Fischer, der seinen Besuch auf der elitären Privatschule "Rushmore" als Lebensaufgabe betrachtet, wird von Jason Schwartzmann dargestellt. Der Sohn von Talia Shire ("Der Pate") und Neffe von Francis Ford Coppola gibt damit sein überaus beachtliches Schauspieldebüt. Äußerlich an eine Kreuzung aus dem jungen Dustin Hoffman und Woody Allen erinnernd, meistert er die nicht leichte Aufgabe, überzeugend einen Protagonisten zu mimen, der als wandelnder Widerspruch ebenso wenig leicht zu greifen wie zu spielen ist. So sieht Max Fischer mit dicker Brille und Zahnspange zwar uncool aus, er kompensiert das aber mit grenzenlosem Selbstvertrauen, frühreifem Auftreten und höflich-umgänglichen Manieren. Max schreibt zwar durchweg schlechte Noten, engagiert sich jedoch in unzähligen außerlehrplanmäßigen Aktivitäten wie dem Fecht-, Buch-, Gymnastik- und Imkerclub und erweist sich als talentierter Regisseur von Schultheaterstücken (ausgefeilte Events, für die sich Max von "Serpico" und "Apocalypse Now" inspirieren läßt). Er legt romantische, rührende und witzige Qualitäten an den Tag, kann aber auch ein verlogener Angeber sein und verbissen und hartnäckig seine Ziele verfolgen. Als er sich in die hübsche englische Lehrerin Rosemary Cross verliebt, läßt er sich weder vom Altersunterschied noch von ihrem gutmütigen Desinteresse abschrecken. Erst als Max aufgrund eines ausufernden Aquariumsbaus von der Schule verwiesen wird und darüberhinaus erfährt, daß sein bester Freund, der 50jährige Stahlbaron Herman Blume, eine Affäre mit der angebeteten Miss Cross unterhält, zeigen sich vorübergehende Risse in seiner Minimogul-Fassade. Doch ein wahrer Underdog ist nicht kleinzukriegen.

"Rushmore" ist eine Teenkomödie der anderen Art und nicht im entferntesten mit aktuellen Vertretern des Genres wie "Varsity Blues" oder "She's All That" zu vergleichen. Wes Anderson zelebriert in seiner stilsicheren Breitwandformat-Inszenierung mit gekonnter Hand und ohne peinliche Sentimentalität oder hohl klingende Botschaften echten Individualismus mit allen Ecken und Kanten. Der Humor bewegt sich nicht auf der üblichen rowdyhaft-anzüglichen Schiene, sondern wird aus einfallsreichen Dialogen und unerwarteter Situationskomik destilliert. Doch gerade weil "Rushmore" es wagt von der stereotypen Norm abzuweichen, könnte sich das breite Massenpublikum ein wenig überfordert fühlen. Unverständlich jedenfalls, warum dem gnadenlos unwitzigen "Breakfast of Champions" auf der Berlinale der Vorzug vor diesem einzigartigen, originellen Filmerlebnis gegeben wurde: Das Festival wäre eine verdiente Bühne für diesen Sleeperhit der etwas anderen Art gewesen. ara.

Rushmore

Darsteller:  Jason Schwartzman   als Max Fischer
  Bill Murray   als Herman Blume
  Olivia Williams   als Rosemary Cross
  Seymour Cassel   als Bert Fischer
  Brian Cox   als Dr. Guggenheim
  Mason Gamble   als Dirk Calloway
  Sara Tanaka   als Margaret Yang
  Stephen McCole   als Magnus Buchan
  Ronnie McCawley   als Ronny Blume
  Keith McCawley   als Donny Blume
  Connie Nielsen   als Mrs. Calloway
  Kim Terry   als Mrs. Blume
 
Regie:  Wes Anderson  
Drehbuch:  Wes Anderson  
  Owen Wilson  
Produzent:  Barry Mendel  
  Paul Schiff  
Koproduzent:  John Cameron  
Ausf. Produzent:  Wes Anderson  
  Owen Wilson  
Kamera:  Robert Yeoman  
Schnitt:  David Moritz  
Musik:  Mark Mothersbaugh  
Produktionsdesign:  David Wasco  
  Andrew Laws  
Kostüme:  Karen Patch  
Ton:  Pawel Wdowczak  

Star

Jason Schwartzman

* 26.06.1980

Star

Bill Murray

Anführer der "Ghostbusters", Bosley der neuen "Engel für Charlie", Millionär und "Rushmore"-Absolvent Mr. Blume, "Murmeltier"-Reporter und...

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