Jackie Chan
Chris Tucker
Tom Wilkinson
Regie: Brett Ratner
Verleih: Studiocanal
Hongkong-Cop Lee wird vom befreundeten chinesischen Konsul nach L.A. gerufen, als dessen kleine Tochter entführt wird. Daraufhin beauftragt das FBI den undisziplinierten Detective Carter damit, den ungebetenen Gast zu babysitten und vom Fall fernzuhalten. Natürlich können sich die beiden Partner wider Willen erst nicht ausstehen, bis sie sich doch zusammenraufen und die Kidnapper schnappen.

Wenn die schnellsten Hände des Ostens auf die größte Klappe des Westens treffen, dann hat das eine unwiderstehliche chemische Charisma-Reaktion in bester "Nur 48 Stunden" - und "Red Heat"-Tradition zufolge, die Hongkong-Superstar Jackie Chan ("Rumble in the Bronx"), dem aufsteigenden Komiker Chris Tucker ("Money Talks") und New Line mit 33 Mio. Dollar Wochenendeinspiel die bisher gewaltigste Box-Office-Explosion beschert. Damit nicht genug: Die turbulente Actionkomödie hat mit dem fünftbesten Startwochenende des Jahres den Rekord für das Einspiel eines im August, September oder Oktober gestarteten Films gebrochen.
Der superbe Martial-Arts-Akrobat Chan, der in seinen atemberaubend ausgefeilten Kampfchoreographien die sportliche Eleganz Bruce Lees mit der Slapstick-Komödie Buster Keatons scheinbar spielend vereint, hat nun nach mehreren Anläufen mit auf den Westmarkt zugeschnittenen Hongkong-Produktionen seinen endgültigen US-Durchbruch geschafft. Dabei sind seine charakteristisch einfallsreichen Kampfszenen diesmal relativ kurz ausgefallen. Chans Fans kommen dennoch auf ihre Kosten: Er läuft Wände hoch, gleitet von schwindelerregenden Höhen in die Tiefe, entwaffnet blitzschnell Gegner und kickt und boxt, was das Zeug hält. Der englischen Sprache immer besser mächtig, wenn auch mit starkem Akzent, wird dieses Manko in "Rush Hour" als effektiver Running Gag positiv umgemünzt, was zu schreiend komischen verbalen Schlagabtauschen zwischen dem ungleichen Buddy-Team führt. Nonstop-Quasselstrippe Tucker macht hier einen auf Eddie Murphys "Beverly Hills Cop", der im Eifer des Gefechts schon mal einen halben Straßenblock in Schutt und Asche legt, um einen Gauner dingfest zu machen. Die beiden ergänzen einander wunderbar und feuern sich zum gemeinsamen komischen Höhenflug an. Da bleibt es ziemlich unwichtig, daß es sich beim formelhaften Plot um altbekannte Action-Routine handelt:
Hongkong-Cop Lee (Chan) wird vom befreundeten chinesischen Konsul (Tzi Ma) nach Los Angeles gerufen, als seine kleine Tochter entführt wird. Daraufhin beauftragt das FBI den undisziplinierten Detective Carter (Tucker) mit der unliebsamen Aufgabe, den ungebetenen Gast zu babysitten und vom Fall fernzuhalten. Natürlich können sich die beiden Partner wider Willen nicht ausstehen, und im Stile der "Lethal Weapon"-Filme wird hier geneckt, gezetert und gemeckert, um sich schließlich zu besten Freunden zusammenzuraufen und den Kidnappern aus Hongkong auf die Spur zu kommen.
Für die spritzige Inszenierung zeichnet Brett Ratner verantwortlich, der bereits mit "Money Talks" ein gutes Gespür für die Erfordernisse einer Buddy-Komödie zeigte und sich üben konnte, Motor Mouth Chris Tucker halbwegs unter Kontrolle zu halten. Die Bemühungen haben sich gelohnt: Mit diesem unerwarteten Glückswurf werden sich für alle Beteiligten in der Zukunft sicherlich einige Türen öffnen. ara.
| Darsteller: | Jackie Chan | als Detective Inspector Lee | |
|---|---|---|---|
| Chris Tucker | als Detective James Carter | ||
| Tom Wilkinson | als Thomas Griffin | ||
| Elizabeth Peña | als Tania Johnson | ||
| Philip Baker Hall | als Captain Diel | ||
| Mark Rolston | als Agent Russ | ||
| Tzi Ma | als Konsul Han | ||
| Rex Linn | als Agent Whitney | ||
| Ken Leung | als Sang | ||
| Chris Penn | als Clive | ||
| Julia Hsu | als Soo Yung | ||
| Regie: | Brett Ratner | ||
| Drehbuch: | Jim Kouf | ||
| Ross Lamanna | |||
| Produzent: | Roger Birnbaum | ||
| Arthur Sarkissian | |||
| Jonathan Glickman | |||
| Ausf. Produzent: | Jay Stern | ||
| Kamera: | Adam Greenberg | ||
| Schnitt: | Mark Helfrich | ||
| Musik: | Lalo Schifrin | ||
| Produktionsdesign: | Robb Wilson King | ||
| Thomas Fichter | |||
| Kostüme: | Sharen Davis | ||
| Ton: | Kim H. Ornitz | ||
Christopher Nolan produziert und hat noch keinen Regisseur für den nächsten "Superman" gefunden.
Alle reißen sich um Natalie Portman. Doch der Star hat eigene Pläne. (Foto: Kurt Krieger)
Darren Aronofsky möchte Natalie Portman als Lois Lane. Wie jetzt bekannt wurde, äußerte der Regisseur von "The Wrestler" diesen Wunsch für den kommenden, von Christopher Nolan produzierten, "Superman"-Film. Doch weder Aronofski noch Portman sind bis jetzt sicher: Nolan hat sich für noch keinen Regisseur entschieden und Natalie sagte die Rolle schon einmal ab, als das Studio sie für "Superman Returns" haben wollte.
Die Teilnahme der sexy Schauspielerin, die sich bekanntermaßen ihre Rollen sehr genau aussucht, ist daher sehr fraglich. Wenn allerdings Aronofsky den Regie-Job bekommt, ändert Natalie Portman womöglich ihre Meinung denn die beiden kennen sich länger und drehten gerade erst zusammen "Black Swan". Für Portman würde dies dann allerdings eine weitere Comicverfilmung in Blockbusterdimensionen nach "Thor" bedeuten, wo sie als Jane Foster zu sehen sein wird.
Natalie Portman hat derweil an zwei anderen Projekten Interesse angemeldet: Als zickiges Schneewittchen in der sexy Neuverfilmung des Märchenklassikers von "Rush Hour"-Regisseur Brett Ratner sowie an einer Fortsetzung von "Leon - der Profi". Bei Letzterem allerdings besteht Portman darauf, dass Luc Besson Regie führt - Den hat man aber bisher wohl vergessen zu fragen, und so steht auch diese Konstellation in den Sternen.
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