Jackie Chan
Chris Tucker
Max von Sydow
Regie: Brett Ratner
Verleih: Warner
In Paris herrscht Krieg. Ein Arm der chinesischen Triaden verwandelt die Stadt der Liebe in einen Moloch der Gewalt, mit schon einem Dutzend toter Gesetzeshüter. Letzte Hoffnung sind Chefinspektor Lee (Jackie Chan) und sein Kollege Carter (Chris Tucker) vom LAPD. Die Ankunft vermasselt ihnen schon ein reichlich verquerer Flic (Regie-Ikone Roman Polanski). Danach erweisen sich französische Taxis als gefährliche Geschwindigkeitsgeschosse, und Gangster jeden Härtegrads (Vinnie Jones und Max von Sydow) warten schon auf das Duo.
Mit Herz und Faust verabreicht das bekannteste Buddy-Gespann des Jahrzehnts seine geballte Dosis Fun und Action. Zum dritten Mal läuft das unveränderte Erfolgsteam unter der Regie von Brett Ratner zu Hochform auf: Chan in der Disziplin der Martial Arts, Tucker beim Sprücheklopfen.
Im dritten Hit-Arrangement von Chaos, Komik und Mega-Action verschlägt es Chris Tucker und Jackie Chan nach Frankreich und der China-Mafia die Sprache.
Witzige Pärchenbildung ist eine Säule der Actionkomödie, aber ein Dreierpack ist bei solchen Duos rar. Doch diese Kombi aus Hongkong- und Westküsten-Cop, aus höflich-bescheidenem Karatekünstler und nonstop geöffnetem Großmaul hat es geschafft - und das mit steigender Bilanz. In den USA knackte "Rush Hour" 1998 die 100-Millionen-, drei Jahre danach "Rush Hour 2" die 200-Millionen-Hürde.
Die Erwartungen sind also hoch, das investierte Budget auch, doch dieser flotte Dreier löst das Versprechen seiner Vorgänger auch ein. Und das in der Stadt der Liebe. Bevor aber Paris und die französische Kulturnation durch den Besuch der Cops erschüttert werden, präsentiert sich in den USA der neue Gegner.
Consul Han hält bei einem Gipfel zur internationalen Verbrechenskämpfung eine Rede über die chinesischen Triaden, die eine weltweite Bedrohung darstellen. Hans wichtigste Entdeckung aber bleibt ein Geheimnis, denn Attentäter schicken ihn auf die Intensivstation und damit Inspector Lee mit Detective Carter in das dritte gemeinsame Abenteuer.
Nach missverstandener Recherche in einem Karatestudio, die ein Martial-Arts-Riese schlagkräftig zu beenden versucht, fliegt das Duo nach Paris, wo die Triaden bereits eine Reihe französischer Agenten aus dem Verkehr gezogen haben.
"Teilen wir uns auf, ich übernehme die Frauen", eröffnet Carter gewohnt kontaktfreudig die Ermittlungen, tarnt sich später, umringt von Pariser Showgirls, als neuer Kostümdesigner, der das Eis sofort zu brechen versteht: "Zieht erst mal alles aus". Die Rollen sind also wieder klar verteilt. Tucker ist der Spruchbeutel, der Baggerkönig, der Mann, der mit seinem losen Mundwerk Chaos stiftet.
Chan ist der zurückhaltende Ausputzer, der mit seinen Fäusten allerdings eine immer noch virtuose Kampfsprache spricht. Zwischen diese gegensätzlichen Pole gerät ein Pariser Polizist (Roman Polanski), der seine mangelnde Gastfreundschaft bitter büßen muss, und natürlich eine Flut von Halsabschneidern und Killern, die im Auftrag der Triaden die Zwei zu Brei schlagen wollen.
Erwartungsgemäß gibt es in Frankreichs Liebesmetropole auch die schönsten Frauen. Einige suchen die Action im Bett, andere im Zweikampf. Besonders Chan hat es wieder einmal mit einer gefährlich messerscharfen Dame zu tun, doch auch er bekommt endlich, was ein Kuss im Vorgänger andeutete.
Diese in puncto Action und Amouren groß auffahrende Fortsetzung erfüllt eben Wünsche - vor und auf der Leinwand.
| Darsteller: | Jackie Chan | als Chefermittler Lee | |
|---|---|---|---|
| Chris Tucker | als Detective James Carter | ||
| Max von Sydow | als Reynard | ||
| Hiroyuki Sanada | als Kenji | ||
| Yvan Attal | als George | ||
| Youki Kudoh | als Jasmine | ||
| Noemie Lenoir | als Genevieve | ||
| Jingchu Zhang | als Soo Yung | ||
| Tzi Ma | als Ambassador Han | ||
| Dana Ivey | als Schwester Agnes | ||
| Mia Tyler | als Marsha | ||
| Regie: | Brett Ratner | ||
| Drehbuch: | Jeff Nathanson | ||
| Produzent: | Arthur Sarkissian | ||
| Roger Birnbaum | |||
| Jonathan Glickman | |||
| Jay Stern | |||
| Andrew Z. Davis | |||
| Koproduzent: | Jamie Freitag | ||
| Kamera: | J. Michael Muro | ||
| Schnitt: | Mark Helfrich | ||
| Don Zimmerman | |||
| Musik: | Lalo Schifrin | ||
| Produktionsdesign: | Ed Verreaux | ||
| Kostüme: | Betsy Heimann | ||
| Casting: | Ronna Kress | ||
Siamesische Zwillinge, Fettsäcke, Dummköpfe: Peter Farrelly macht vor keinem Tabu halt, politische Korrektheit Fehlanzeige. Nun wagt er sich gar an die Kombination aus körperlicher Missbildung und derbem Genitalwitz.
Seit "Dumm und Dümmer" steht der Name Peter Farrelly für die absolut respektlose Sorte Humor. Ein Ruf, den er mit Werken wie "Verrückt nach Mary", "Unzertrennlich" und zuletzt "Nach 7 Tagen ausgeflittert" zementiert hat.
Doch was der Klamaukmeister nun gedreht hat, ist selbst für Farrelly-Verhältnisse ein starkes Stück: In seiner neuen Episodenkomödie zeigt er Superstar Hugh Jackman als Mann, dessen Hoden nicht anatomisch korrekt im Schritt baumeln, sondern direkt unter dem Kinn.
Kate Winslet hat dabei das zweifelhafte Vergnügen, mit Hugh Jackman ein Rendezvous zu erleben. Das Seltsame dabei: Außer ihr scheint niemand die unglaubliche Missbildung ihres Gegenübers zu bemerken!
Das Ganze ist einer von mehreren Kurzfilmen, die Peter Farrelly zu einer noch unbetitelten Episodenkomödie verknüpft. Zumindest die Geschichte mit Hugh Jackman und Kate Winslet hat aber schon einen Namen: "The Catch", was soviel bedeutet wie "Der Haken an der Sache".
In weiteren Episoden werden neben Jackman und Winslet unter anderem Gerard Butler, Naomi Watts und Sam Rockwell zu sehen sein. Auch Gastregisseure sind am Werk, so zum Beispiel "Rush Hour"-Macher Brett Ratner und "Spider-Man"-Schönheit Elizabeth Banks mit ihrem Regie-Debut.
"Zombieland"-Darstellerin Emma Stone, die ebenfalls in einem der Kurzfilme mitspielt, zeigt sich von "The Catch" begeistert: "Die Episode mit Hugh Jackman und Kate Winslet ist die einzige außer meiner eigenen, die ich bisher gesehen habe. Ihr werdet nicht glauben, was ihr da zu sehen bekommt, es ist so verdammt lustig! Das ist wirklich unglaublich krasser Humor!"
Nun mag man über diese Art Witz geteilter Meinung sein. Aber es ist das erste Mal, dass anerkannte Schauspieler vom Range Hugh Jackman und Kate Winslet mit Peter Farrelly arbeiten. Also muss schon irgendwas dran sein an dem schrägen Genitalspaß ...
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