Originaltitel: Rosemary's Baby
USA 1968
Mia Farrow
John Cassavetes
Ruth Gordon
Regie: Roman Polanski
Verleih: Paramount
Rosemary und Guy Woodhouse, ein frisch verheirates junges Ehepaar, zieht in einen ausladenden Wohnblock aus dem vorigen Jahrhundert an der Peripherie von New Yorks Central Park. Zunächst ist die schwangere Rosemary von der zutraulichen Art der benachbarten Rentnerkäuze begeistert, doch nach und nach legt sich ein Schatten der Unsicherheit über ihr Dasein: Ihre Umgebung scheint sich ausnahmslos mit okkultem Schnickschnack zu beschäftigen, in der Nacht quälen sie massive Alpträume und auch im Wesen ihres sonst so rationalen Mannes gehen beunruhigende Veränderungen vor.
Mit der glänzend inszenierten Geschichte einer ahnungslosen Hausfrau, die von einer verschworenen Sekte als Austrägerin des Leibhaftigen mißbraucht wird, erzielte Roman Polanski 1967 nicht nur den kommerziellen Durchbruch in den USA, sondern legte auch einen bedeutenden Grundstein zur wenige Jahre später voll erblühten Horrorfilmwelle. Mia Farrow, die hierfür ihrem kurzfristigen Eheglück mit Frank Sinatra den Abschied gab, erspielte sich in der Titelrolle Starstatus. Ruth Gordon ("Harold und Maude") erhielt als schrullige Nachbarin den Oscar für die beste Nebenrolle.
| Darsteller: | Mia Farrow | ||
|---|---|---|---|
| John Cassavetes | |||
| Ruth Gordon | |||
| Sidney Blackmer | |||
| Maurice Evans | |||
| Ralph Bellamy | |||
| Angela Dorian | |||
| Patsy Kelly | |||
| Elisha Cook Jr. | |||
| Regie: | Roman Polanski | ||
| Drehbuch: | Roman Polanski | ||
| Produzent: | William Castle | ||
| Buchvorlage: | Ira Levin | ||
| Kamera: | William A. Fraker | ||
| Musik: | Krzysztof Komeda | ||
Wer mit Vampiren tanzt, hat vor Satan keine Angst mehr.
Seine Vorliebe für den subtilen Horror mit einer angenehmen Portion Humor brachte Roman Polanski einen seiner größten Erfolge ein. Am 17. Oktober 1968 startete "Rosemary's Baby" in den deutschen Kinos und ließ dem gebannten Publikum die Haare zu Berge stehen. Und das ganz ohne Spezialeffekte und Filmblut.
Zum ersten Mal wagte sich der polnische Regisseur an eine amerikanische Produktion und sollte damit seinen Ruf als Genie auch außerhalb Europas festigen. Einen großen Teil zum Erfolg trug auch das grandiose Schauspielerensemble bei. Bis in die Nebenrollen der unheimlichen Satanisten waren die Darsteller perfekt besetzt. Hauptdarstellerin Mia Farrow gelang in ihrer Rolle als vom Teufel geschwängerte Frau eine Meisterleistung.
Dabei machte sie während der Dreharbeiten eine schwere Zeit durch. Am Set erhielt sie die Scheidungspapiere von Frank Sinatra. Der hatte vor der Hochzeit darauf bestanden, dass Mia Farrow ihre Filmkarriere beendete. Dass sie doch wieder eine Rolle angenommen hatte, wollte er nicht akzeptieren.
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