Bei dem Mord an einer jungen Frau gehört auch ein Pfarrer zum Kreis der Verdächtigen... http://images.kino.de/flbilder/max05/bf05/bf41/b0541113/b150x150.jpg Rosa Roth: Im Namen des Vaters

Filmdetails

Rosa Roth: Im Namen des Vaters

Bei dem Mord an einer jungen Frau gehört auch ein Pfarrer zum Kreis der Verdächtigen...


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Kritik

Rosa Roth: Im Namen des Vaters

So viel Moral gab's zuletzt im Kino der Fünfzigerjahre: Da wird eine Frau mit wechselnden Liebhabern als "Nymphomanin" bezeichnet, und ein katholischer Priester bekommt Gewissensbisse, weil er nicht bloß ein Verhältnis, sondern auch eine Tochter hat.

In beiden Fällen ist die Lösung der Tod: Die vermeintliche Nymphomanin muss für ihren freizügigen Auftritt zu Beginn des Films unmittelbar drauf bitter büßen, der Priester wählt später den Freitod. "Im Namen des Vaters" ist bereits der zwanzigste "Rosa Roth"-Film in elf Jahren. Es ist immer wieder verblüffend, wie frisch die Geschichten und ihre Figuren nach wie vor anmuten. Allein die Umsetzung durch Iris Berbens Stammregisseur Carlo Rola, der alle zwanzig Filme inszeniert hat, trägt diesmal Züge von Routine. Im Vergleich zum fulminanten Tempo des letzten Falls, "Flucht nach vorn" (mit Christian Ulmen), wirkt der neue Film fast schon zahm. Der renommierte Krimi-Schriftsteller Friedrich Ani, Autor der Buchreihe über den Vermissten-Kommisar Tabor Süden, legt allerdings auch deutlich mehr Wert auf die Figuren als auf Action. Rolas verhaltene Inszenierung und der völlige Verzicht auf vordergründige Effekte sind also nur konsequent. Geschickt reduziert Ani die charakterlichen Abgründe auf Andeutungen: die ständigen Bauchschmerzen eines kleinen Mädchens, die inbrünstigen Gebete ihrer Mutter (Nina Kronjäger), die Ausflüge des vom Weg abgekommenen Priesters (Fritz Karl) in den Boxring.

Durchsichtigste Figur in dem Reigen ist ausgerechnet der Hauptverdächtige, ein Taxifahrer (Michael Rast), der mit der Polizei noch eine Rechnung offen hat; man muss nicht mal Krimi-Fan sein, um den Mann umgehend von der Liste zu streichen. Viel interessanter ist ein zweiter Priester (Dieter Laser), der für die Probleme seines Kollegen eine ganz einfache Lösung hat: Die Kirche zahlt. Von ihm stammt auch die sinnige Feststellung, der Himmel habe einen Riss. Dabei meint er das ganz wortwörtlich: Die Rede ist von einem Gemälde an der Kirchendecke. tpg.

Rosa Roth: Im Namen des Vaters

Darsteller:  Iris Berben   als Rosa Roth
  Zacharias Preen   als Jürgen Roeder
  Jockel Tschiersch   als Charly Kubik
  Carmen-Maja Antoni   als Karin von Lomanski
  Gunter Schoß   als Zorn
  Fritz Karl   als Severin Burghoff
  Nina Kronjäger   als Amalie Scheck
  Nicole Mercedes Müller   als Miriam Scheck
  Silvina Buchbauer   als Elisabeth Scheck
  Michael Rast   als Max Robertsen
  Dieter Laser   als Jacob Salfeld
  Marko Bräutigam   als Peter Konsort
 
Regie:  Carlo Rola  
Drehbuch:  Friedrich Ani  
Produzent:  Oliver Berben  
Kamera:  Frank Küpper  
Musik:  Georg Kleinebreil  

Star

Iris Berben

"Was Iris will, das kriegt sie auch." Das behauptet "Stammregisseur" Carlo Rola von seiner bevorzugten Hauptdarstellerin Iris Berben ("Rosa Roth...

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