"Rocky": Der drittklassige Berufsboxer Rocky Balboa erhält die Chance, gegen den Champion Apollo Creed anzutreten und liefert nach hartem Training den Kampf seines Lebens. "Rocky II": Von seiner Frau zur Rückkehr in den Boxring überredet, kann Rocky schließlich Apollo Creed besiegen. "Rocky III": Nachdem er vorübergehend seinen Titel verloren hat, gelingt es Rocky, ihn zurück zu gewinnen. "Rocky IV": Rocky kämpft gegen einen russischen Champion, der seinen besten Freund im Ring getötet hat. "Rocky V": Verarmt kehrt Rocky mit seiner Familie nach Little Italy zurück. Als er den talentierten Tommy Gunn trifft, sieht er eine Chance als Trainer und Manager.

Sammlung mit den fünf von 1976 bis 1990 entstandenen Filmen, in denen Sylvester Stallone den boxenden Underdog Rocky Balboa verkörpert und den amerikanischen Mythos der Möglichkeit des Aufstiegs eines Niemands zum Superstar auf der Leinwand zelebriert. Die auf Drehbüchern von Stallone beruhenden Filme wurden teils von ihm selbst inszeniert (II, III, IV), teils von John G. Avildsen (I, V). "Rocky I" wurde mit drei Oscars ausgezeichnet, u.a. als bester Film und für die beste Regie.
| Darsteller: | Sylvester Stallone | ||
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Filme sind keine Wirklichkeit und Schauspieler tun nur so als ob…
Alles nur Show: Sylvester Stallone ist für seine Rocky-Filme in die Boxing Hall of Fame aufgenommen worden - neben lauter "echten" Kämpfern (Foto: Fox)
Die Binsenweisheit, dass die Ereignisse in einem Hollywood-Film nur erfunden sind, ist in den USA offenbar vergessen worden. Wie sonst wäre zu erklären, dass Sylvester Stallone in die Boxing Hall of Fame aufgenommen wurde, wo sonst echte Boxgrößen wie Muhammed Ali, George Foreman oder Max Schmeling geehrt werden?
Als Grund gab die Jury an, Stallone habe mit seinen "Rocky"-Filmen "viel zur Popularität des Boxsports beigetragen". Sly war sich dabei durchaus bewusst, dass seine Ehrung nicht bei jedem auf Verständnis stößt: "Ich habe nie so getan, als sei ich wirklich ein Boxer - aber ich habe zumindest ein gewisses Verständnis davon, was im Ring passiert", rechtfertigte sich Stallone bei den Feierlichkeiten in der Kleinstadt Canastota, 400 km nördlich von New York City.
Das ist sicher nicht übertrieben, denn der 63-Jährige hat drei Jahrzehnte seines Lebens einem Kino-Boxer geschenkt - vom ersten "Rocky"-Film, der 1976 sogar drei Oscars gewann, bis zum sechsten Boxdrama, das schlicht nur noch hieß wie sein Held: "Rocky Balboa".
Zudem ist Sly Stallone beileibe nicht der erste Nicht-Boxer, der in die Hall of Fame aufgenommen wird. Auch Trainer, Promoter, Funktionäre und Sportjournalisten wurden schon geehrt. Allerdings haben auch diese alle etwas mit dem realen Boxsport zu tun und nicht nur mit dem rein fiktiven.
Ebenfalls aufgenommen wurde in diesem Jahr übrigens der einstige K.o.-König "Iron" Mike Tyson, der aktuell auch wieder in "Hangover 2" seinen kultigen und schlagkräftigen Cameo-Part aus dem ersten Film wiederholt. Der exzentrische Schläger, der für seine Blitzknockouts ebenso berühmt wurde wie später für das abgebissene Ohr von Evander Holyfield und regelmäßige Konflikte mit dem Gesetz, überraschte mit seiner Reaktion alle: Sein "Danke, danke, danke" brachte er mühsam unter vielen Tränen hervor.
Das waren - anders als bei Rockys "Adrian"-Heulbojenkonzerten - reale Emotionen, denen sich keiner der Anwesenden, egal ob Tyson-Fan oder -Kritiker, entziehen konnte.
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