Russell Crowe
Cate Blanchett
Max von Sydow
Regie: Ridley Scott
Verleih: Universal
Robin Longstride ist Bogenschütze im Heer von Richard Löwenherz, bis ihm der Tod des Königs und seines Vertrauten Robert Loxley eine neue Bestimmung zuweist. Um die Krone nach England bringen und Loxleys letzten Wunsch erfüllen zu können, nimmt Longstride die Identität Loxleys an. Auf Wunsch ihres Schwiegervaters lässt Loxleys Witwe, Lady Marion, Longstride das Erbe ihres Mannes antreten. So wird aus einem einfachen Mann ein Held, der Marians Leben und das eigene verändern und England im Kampf gegen französische Invasoren einen wird.

In Ridley Scotts Epos über die Vorgeschichte des Volkshelden dominiert das Kettenhemd über die Strumpfhosen und Realismus über Mythos.
Jahrelang geisterte ein neues Drehbuch über Sherwoods grüne Gefahr in verschiedenen Metamorphosen durch die Filmszene, das in Brian Helgelands Finalfassung den bekannten Figuren neue Entwicklungsgeschichten zuweist. Während dem Sheriff von Nottingham nur kurze Reservisteneinsätze erlaubt sind, spielen andere vertraute Figuren eine zentrale Rolle. Marion ist hier die Frau eines seit 10 Jahren weit entfernt von der Heimat kämpfenden Kreuzritters, Robin ein einfacher, dank Russell Crowes gereifter Lebenserfahrung mehrdeutig mittelalterlicher Bogenschütze, der Richard Löwenherz auf seinem dritten Kreuzzug begleitete. Scotts Film, der vom Charisma seiner Stars und von Cate Blanchetts gewohnt filigraner Darstellung geadelt wird, führt Marion als Frau mit Herz und Bogen ein, springt zu einer XXL-Actionsequenz, in der das Kreuzzugsheer eine französische Burg einzunehmen versucht, bis ein Pfeil das Leben von Löwenherz beendet. Der Tod des Königs ist für Robin und seine drei Mitstreiter das Signal, nach England zurückzukehren. Doch als ein englischer Kapitalschurke, der die französischen Invasionspläne in England vorbereitet, eine Gruppe Kreuzritter, unterwegs mit der Krone ihres Königs, überfällt, fährt Robins Trupp dazwischen. Von nun an hat der Bogenschütze, der hier noch den Namen Longstride führt, in dem geflüchteten Attentäter einen Feind, im Wunsch des sterbenden Ritters Robert Loxley einen Auftrag fürs Leben, denn er soll Loxleys Schwert dessen Vater zurückbringen. Die Umstände zwingen Longstride den Namen des Toten anzunehmen, was sich als positive Fügung erweisen wird, war doch der gefallene Loxley Lady Marions Mann. Die fünfte Zusammenarbeit von Ridley Scott und Russell Crowe ist nicht nur als Leben hinter der Legende, sondern auch als Komplementärfilm zu "Königreich der Himmel" zu verstehen. "Robin Hood" setzt etwa 12 Jahre nach den dort gezeigten Ereignissen ein, zerpflückt im Dialog erneut die hehren Ideale der Muslime abschlachtenden Kreuzritter, und ist erneut von einer Vater-Sohn-Dynamik geprägt, die Robin, wie Balian im Vorgängerepos, ein überraschendes Erbe antreten lässt. Nach einer von Action dominierten ersten halben Stunde kommt der Film zur Ruhe, kontrastiert das Klima von Hunger und Armut im englischen Volk mit der Ignoranz und Arroganz des Königs, lässt Robin und Marion verhalten ihre zweckmäßige zu einer romantischen Beziehung entwickeln und endet schließlich in der Strand-Schlacht zwischen Engländern und Invasoren eindrucksvoll. Wer das Verspielte und entspannt Abenteuerliche früherer Verfilmungen erwartet, muss umdenken. Scott setzt Fight über Fun, Schwert über Bogen, entzaubert den Mythos mit Realismus und bringt malerische Cinemascope-Panoramen, von der nächtlichen Aussaat auf den Feldern bis zur Hommage an "Der Soldat James Ryan", auf die Leinwand. Zumindest hier wahrt Scott die Tradition, die eigene nämlich. kob.
| Darsteller: | Russell Crowe | als Robin Hood | |
|---|---|---|---|
| Cate Blanchett | als Marion Loxley | ||
| Max von Sydow | als Sir Walter Loxley | ||
| William Hurt | als William Marshall | ||
| Mark Strong | als Sir Godfrey | ||
| Oscar Isaac | als Prinz John | ||
| Kevin Durand | als Little John | ||
| Danny Huston | als König Richard Löwenherz | ||
| Eileen Atkins | als Eleanor von Aquitaine | ||
| Mark Addy | als Bruder Tuck | ||
| Matthew Macfadyen | als Sheriff von Nottingham | ||
| Scott Grimes | als Will Scarlet | ||
| Alan Doyle | als Allan A'Dayle | ||
| Douglas Hodge | als Sir Robert Loxley | ||
| Léa Seydoux | als Isabella von Angoulême | ||
| Jonathan Zaccaï | als König Philip von Frankreich | ||
| Regie: | Ridley Scott | ||
| Drehbuch: | Brian Helgeland | ||
| Produzent: | Brian Grazer | ||
| Russell Crowe | |||
| Ridley Scott | |||
| Ausf. Produzent: | Michael Costigan | ||
| Ryan Kavanaugh | |||
| Charles J. D. Schlissel | |||
| Jim Whitaker | |||
| Buchvorlage: | Brian Helgeland | ||
| Ethan Reiff | |||
| Cyrus Voris | |||
| Kamera: | John Mathieson | ||
| Schnitt: | Pietro Scalia | ||
| Musik: | Marc Streitenfeld | ||
| Produktionsdesign: | Arthur Max | ||
| Kostüme: | Janty Yates | ||
| Casting: | Jina Yay | ||
Der Kinotrend zum Blutsauger hält an: In London soll Russell Crowe auf Vampirjagd gehen, in Transsylvanien wird der Original-Dracula entstaubt.
Filmriese Warner Bros., so fand das NY Magazine heraus, verhandelt mit Russell Crowe über eine Vampirjagd. Der Star aus "Robin Hood" soll in "Harker", einer Neuauflage von "Bram Stoker's Dracula", die Hauptrolle übernehmen.
Als Produzent von "Harker" ist Leonardo DiCaprio an Bord. Die Story wird aus der Sicht von Jonathan Harker erzählt. Anders als in der Originalgeschichte wird Harker kein Rechtsanwalt sein. Statt dessen ist er ein Ermittler bei Scotland Yard, der eine Reihe unappetittlicher Morde aufzuklären hat.
Auch die Konkurrenz will Eckzähne zeigen: Die Universal Studios holen ebenfalls Graf Dracula aus der Gruft. Hier wird mit derzeit mit Werbefilmer Gary Shore über die Regie von "Dracula Year Zero" verhandelt. Der Film steckt seit Jahren im Projektstau des Studios, "Avatar"-Star Sam Worthington sollte die Hauptrolle spielen und Alex Proyas ("Knowing", "I, Robot") inszenieren.
Nun, mit neuem Drehbuch und dafür weniger Budget bekommt das Projekt einen Schubs. "Dracula Year Zero" wird sich mit Vlad, dem Pfähler beschäftigen, der historischen Figur hinter Graf Dracula. Sam Worthington ist nicht mehr involviert.
Auch Nicolas Cage trägt etwas zum Vampir-Trend bei. Vor Monaten stellte ein Fan eine Fotografie von 1870 ins Internet; der Mann darauf sieht Cage verblüffend ähnlich. Die krude Theorie, die sich im Netz verbreitete: Nicolas Cage sei ein unsterblicher Vampir. In einer TV-Show stellte der Star jetzt klar: "Vampire haben keine Reflexionen. Aber ich konnte heute morgen mein Spiegelbild sehen, außerdem gibt es Fotos von mir. Und ich trinke keine Blut. Ergo: Ich bin kein Vampir!"
Skeptisch wie Bogart, rabiat, hartnäckig, energisch, lakonisch, verschlossen: Ein sensibler Einzelgänger mit rauer Schale und einem Hang zum...
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