Originaltitel: Black Knight
USA 2001
Martin Lawrence
Marsha Thomason
Tom Wilkinson
Regie: Gil Junger
Verleih: Fox
Jamal Walker (Martin Lawrence) arbeitet in einem Mittelalter-Vergnügungspark, als ein Arbeitsunfall ihn geradewegs aus der Gegenwart sieben Jahrhunderte zurück ins mittelalterliche Großbritannien katapultiert. Die verdutzten Royals interpretieren den schwarzen Mann im schrillen Shirt zum Glück als Abgesandten ferner Großmächte und erlauben dem Tunichgut, Chaos zu stiften, des Königs nymphomane Tochter zu befummeln und so nebenbei Nebenbuhler Persival (Vincent Regan) kräftig was überzubraten.
Der Schwarze Ritter ist zur Abwechslung voll der Gute, wenn Bad Boy Martin Lawrence ("Big Mamas Haus") Mark Twains Geschichte "Ein Yankee am Hofe des Königs Artus" in Homeboy-Manier interpretiert. Gil Junger ("10 Dinge, die ich an dir hasse") führte Regie bei der Slapstick-Zeitreise.

Mark Twains Geschichte "Ein Yankee am Hofe des Königs Artus" diente bereits mehrfach als Inspiration für Komödien, die eine Person der Gegenwart zurück ins dunkle Mittelalter verpflanzen. Diesmal ist der schwarze Komiker Martin Lawrence ("Big Mamas Haus") zeitreisender Besucher am englischen Königshof im Jahr 1328 und lässt flapsiges Homeboy-Gebaren slapstickreich auf förmliche Hofetikette prallen. Der Ritter aus Lach-Leidenschaft konnte am US-Startwochenende16,5 Mio. Dollar erbeuten.
Jamal Walker (Lawrence), angestellt in einem Mittelalter-Vergnügungspark, fällt in den künstlichen Burggraben und findet sich an einem See wieder. Er trifft auf einen verlotterten alten Mann (Tom Wilkinson), den er für einen Obdachloser hält. Er stellt sich jedoch als der in Ungnade gefallene Sir Knolte vor und beschreibt Jamal den Weg zum Königshof. Dort angekommen, wird der in Football-Jersey gekleidete "Mohr" für den lange erwarteten Botschafter des Regenten der Normandie gehalten. Alldieweil glaubt Jamal beim Konkurrenz-Vergnügungspark "Castle World" gelandet zu sein und muss bewundernd feststellen, wie echt mittelalterlich alles aussieht.
Die Fish-out-of-Water-Komödie entspinnt in Folge etliche Storyfäden, die in ihrer Vielfalt einen etwas wahllos zusammengewebten Gag-Gobelin ergeben. So wirft die nymphomanische Tochter des Königs ein Auge auf Jamal, mit dem "Sicherheitsschutz"-Ritter Persival (Vincent Regan) verbindet ihn alsbald eine tiefe Feindschaft und mit der schnuckeligen "nubischen" Hofdame Victoria (Marsha Thomason) mehr als Freundschaft. Victoria involviert den zunächst wenig begeisterten Jamal in eine politische Verschwörung, die abgesetzte Königin wieder auf den Thron zu bringen. Die Liebe zur holden Maid und ein Kampflehrgang mit Meister Knolte verwandeln den selbstgefälligen Egoisten Jamal buchstäblich in einen neuen Mann, den legendären schwarzen Ritter. Im Schlosshof kommt es zur Auseinandersetzung mit des Königs Mannen und einem Schwertkampf mit Erzfeind Persival.
Bis es soweit ist, entfalten sich diverse Episoden über das Leben am Hofe, was Lawrence Gelegenheit gibt in seiner patentierten Art zu zetern, palavern und Grimassen zu schneiden. Die langgezogene Einlage, in der er erfolglos versucht, einen wilden Hengst zu reiten, scheint in ihrer Zügellosigkeit anzudeuten, dass Regisseur Gil Junger (lieferte mit "10 Dinge, die ich an dir hasse" eine ordentliche Empfehlung) sich nur bedingt gegenüber seinem Star, der zudem als ausführender Produzent fungierte, durchsetzen konnte. Zudem variiert die Charakterzeichnung des Protagonisten. Er wird als Unsympath eingeführt, der mal großmäuliger Homeboy, dann wieder samtweicher Romantiker ist, zwischen Feigheit und Heldentum pendelt, und am Schluss geläutert die obligatorische Lektion fürs Leben gelernt hat. Highlights, wie die Szene, in der Jamal das Hoforchester "Dance To The Music" von Sly and the Family Stone intonieren lässt und mit dem verdutzten Hofstaat das groovige Tanzbein schwingt, sind schlicht zu selten zu finden. Unterhaltsame Anachronismen kommen nur ansatzweise zum Einsatz, und die sich anbietenden Parodien auf Historien- und Kostümfilme werden kaum wahrgenommen. Über Monty Pythons genial-groteske "Ritter der Kokosnuss" kann in diesem Fall sicherlich keine Lanze gebrochen werden. ara.
Nicht umsonst wurde Tom Wilkinson für seine Rolle in "In the Bedroom" für den Oscar nominiert - der Mann zählt zu den größten Schauspielern auf der Insel.
Auch sein komödiantisches Talent hat der Brite in "Ritter Jamal - Eine schwarze Komödie" oder in "Ganz oder gar nicht" eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Jetzt zieht es ihn wieder "Back to the Roots". Der Star aus "Ernst sein ist alles" wird demnächst in drei Independent Filmen mitwirken:
in Gillian Armstrongs "Seventh Heaven", in "Living and Breathing" von den Filmemachern Keith Fulton und Louis Pepe ("Lost in La Mancha") und auch in Regisseur Peter Webers Drama "Girl With a Pearl Earring", in dem auch Colin Firth and Scarlett Johansson zu sehen sein werden.
Wilkinson spielt den reichen Van Ruijven, der dem Maler Vermeer alias Colin Firth Geld zur Verfügung stellt. Dieser findet in einer Hausmagd, dargestellt von Johansson, das geeignete Model für ein Bild, das später als eines der berühmtesten Vermeer-Gemälde in die Geschichte eingehen wird: "Girl with a Pearl Earring".
Nichts bringt ihn aus der Ruhe. Dafür lässt er sein Gesicht umso deutlicher in jenen Verrenkungen der Mimik sprechen, mit denen es Jim...
Er strahlt eine unerschütterliche Ruhe und eine natürliche Autorität aus, die von seiner massiven Erscheinung und der sonoren Stimme...
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