Chaotische Zeitreisen-Komödie, in der ein schwarzer Vergnügungsparkangestellter am englischen Königshof des Jahres 1328 landet. http://images.kino.de/flbilder/max02/mbiz02/mbiz28/z0228580/b150x150.jpg Ritter Jamal - Eine schwarze Komödie

Filmdetails

Ritter Jamal - Eine schwarze Komödie

Chaotische Zeitreisen-Komödie, in der ein schwarzer Vergnügungsparkangestellter am englischen Königshof des Jahres 1328 landet.


Ritter Jamal - Eine schwarze Komödie
Start: 08.08.2002

Originaltitel: Black Knight

Komödie

USA 2001
Laufzeit: 97 Min.
FSK: ab 12 Jahre

Martin Lawrence
Marsha Thomason
Tom Wilkinson

Regie: Gil Junger
Verleih: Fox

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Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
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Besucher-
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lau

Inhalt

Jamal Walker (Martin Lawrence) arbeitet in einem Mittelalter-Vergnügungspark, als ein Arbeitsunfall ihn geradewegs aus der Gegenwart sieben Jahrhunderte zurück ins mittelalterliche Großbritannien katapultiert. Die verdutzten Royals interpretieren den schwarzen Mann im schrillen Shirt zum Glück als Abgesandten ferner Großmächte und erlauben dem Tunichgut, Chaos zu stiften, des Königs nymphomane Tochter zu befummeln und so nebenbei Nebenbuhler Persival (Vincent Regan) kräftig was überzubraten.

Der Schwarze Ritter ist zur Abwechslung voll der Gute, wenn Bad Boy Martin Lawrence ("Big Mamas Haus") Mark Twains Geschichte "Ein Yankee am Hofe des Königs Artus" in Homeboy-Manier interpretiert. Gil Junger ("10 Dinge, die ich an dir hasse") führte Regie bei der Slapstick-Zeitreise.


Kritik

Ritter Jamal - Eine schwarze Komödie

Mark Twains Geschichte "Ein Yankee am Hofe des Königs Artus" diente bereits mehrfach als Inspiration für Komödien, die eine Person der Gegenwart zurück ins dunkle Mittelalter verpflanzen. Diesmal ist der schwarze Komiker Martin Lawrence ("Big Mamas Haus") zeitreisender Besucher am englischen Königshof im Jahr 1328 und lässt flapsiges Homeboy-Gebaren slapstickreich auf förmliche Hofetikette prallen. Der Ritter aus Lach-Leidenschaft konnte am US-Startwochenende16,5 Mio. Dollar erbeuten.

Jamal Walker (Lawrence), angestellt in einem Mittelalter-Vergnügungspark, fällt in den künstlichen Burggraben und findet sich an einem See wieder. Er trifft auf einen verlotterten alten Mann (Tom Wilkinson), den er für einen Obdachloser hält. Er stellt sich jedoch als der in Ungnade gefallene Sir Knolte vor und beschreibt Jamal den Weg zum Königshof. Dort angekommen, wird der in Football-Jersey gekleidete "Mohr" für den lange erwarteten Botschafter des Regenten der Normandie gehalten. Alldieweil glaubt Jamal beim Konkurrenz-Vergnügungspark "Castle World" gelandet zu sein und muss bewundernd feststellen, wie echt mittelalterlich alles aussieht.

Die Fish-out-of-Water-Komödie entspinnt in Folge etliche Storyfäden, die in ihrer Vielfalt einen etwas wahllos zusammengewebten Gag-Gobelin ergeben. So wirft die nymphomanische Tochter des Königs ein Auge auf Jamal, mit dem "Sicherheitsschutz"-Ritter Persival (Vincent Regan) verbindet ihn alsbald eine tiefe Feindschaft und mit der schnuckeligen "nubischen" Hofdame Victoria (Marsha Thomason) mehr als Freundschaft. Victoria involviert den zunächst wenig begeisterten Jamal in eine politische Verschwörung, die abgesetzte Königin wieder auf den Thron zu bringen. Die Liebe zur holden Maid und ein Kampflehrgang mit Meister Knolte verwandeln den selbstgefälligen Egoisten Jamal buchstäblich in einen neuen Mann, den legendären schwarzen Ritter. Im Schlosshof kommt es zur Auseinandersetzung mit des Königs Mannen und einem Schwertkampf mit Erzfeind Persival.

Bis es soweit ist, entfalten sich diverse Episoden über das Leben am Hofe, was Lawrence Gelegenheit gibt in seiner patentierten Art zu zetern, palavern und Grimassen zu schneiden. Die langgezogene Einlage, in der er erfolglos versucht, einen wilden Hengst zu reiten, scheint in ihrer Zügellosigkeit anzudeuten, dass Regisseur Gil Junger (lieferte mit "10 Dinge, die ich an dir hasse" eine ordentliche Empfehlung) sich nur bedingt gegenüber seinem Star, der zudem als ausführender Produzent fungierte, durchsetzen konnte. Zudem variiert die Charakterzeichnung des Protagonisten. Er wird als Unsympath eingeführt, der mal großmäuliger Homeboy, dann wieder samtweicher Romantiker ist, zwischen Feigheit und Heldentum pendelt, und am Schluss geläutert die obligatorische Lektion fürs Leben gelernt hat. Highlights, wie die Szene, in der Jamal das Hoforchester "Dance To The Music" von Sly and the Family Stone intonieren lässt und mit dem verdutzten Hofstaat das groovige Tanzbein schwingt, sind schlicht zu selten zu finden. Unterhaltsame Anachronismen kommen nur ansatzweise zum Einsatz, und die sich anbietenden Parodien auf Historien- und Kostümfilme werden kaum wahrgenommen. Über Monty Pythons genial-groteske "Ritter der Kokosnuss" kann in diesem Fall sicherlich keine Lanze gebrochen werden. ara.

Ritter Jamal - Eine schwarze Komödie

Darsteller:  Martin Lawrence   als Jamal Walker
  Marsha Thomason   als Victoria
  Tom Wilkinson   als Sir Knolte
  Vincent Regan   als Sir Percival
  Daryl Mitchell   als Steve
  Michael Countryman   als Phillip
  Kevin Conway   als König Leo
  Jeannette Weegar   als Prinzessin Regina
  Erik Jensen   als Derek
  Dikran Tulaine   als Dennis
  Helen Carey   als die Königin
  Michael Burgess   als Ernie
  Isabell Monk   als Mrs. Bostwick
  Kevin Stillwell   als Ritter 1
  Mikey Post   als junger Mann
  Tim Parati   als Puppenspieler
  Mark Joy   als erste Wache
  Joe Inscoe   als zweite Wache
  Angel Desai   als Vindy
  Elizabeth Roberts   als Ling
  Greg Cooper   als Rebellenanführer
  Tammy Arnold   als Bauer
  Charles E. Bailey   als Bruder Chuck
  Jeff Chase   als der Gigant
  Joseph Congema   als Schwertkämpfer
  Betty Huber   als Grand Dame
  Joseph Long   als Dorfbewohner
  David Lowe   als Ritter
  Mark Jeffrey Miller   als Dieb
 
Regie:  Gil Junger  
Drehbuch:  Darryl Quarles  
  Peter Gaulke  
  Gerry Swallow  
Produzent:  Arnon Milchan  
  Darryl Quarles  
  Michael Green  
  Paul Schiff  
Koproduzent:  Aaron Ray  
Ausf. Produzent:  Martin Lawrence  
  Jeff Kwatinetz  
  Peaches Davis  
  Jack Brodsky  
Kamera:  Ueli Steiger  
Schnitt:  Michael R. Miller  
Musik:  Randy Edelman  
Produktionsdesign:  Leslie Dilley  
  Steve Cooper  
Kostüme:  Marie France  
Ton:  Carl Rudisill  

Tom Wilkinson auf dreifachem Indi-Trip

Erhielt eine Oscar-Nominierung für "In the Bedroom": Tom Wilkinson

Erhielt eine Oscar-Nominierung für "In the Bedroom": Tom Wilkinson

Nicht umsonst wurde Tom Wilkinson für seine Rolle in "In the Bedroom" für den Oscar nominiert - der Mann zählt zu den größten Schauspielern auf der Insel.

Auch sein komödiantisches Talent hat der Brite in "Ritter Jamal - Eine schwarze Komödie" oder in "Ganz oder gar nicht" eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Jetzt zieht es ihn wieder "Back to the Roots". Der Star aus "Ernst sein ist alles" wird demnächst in drei Independent Filmen mitwirken:

in Gillian Armstrongs "Seventh Heaven", in "Living and Breathing" von den Filmemachern Keith Fulton und Louis Pepe ("Lost in La Mancha") und auch in Regisseur Peter Webers Drama "Girl With a Pearl Earring", in dem auch Colin Firth and Scarlett Johansson zu sehen sein werden.

Wilkinson spielt den reichen Van Ruijven, der dem Maler Vermeer alias Colin Firth Geld zur Verfügung stellt. Dieser findet in einer Hausmagd, dargestellt von Johansson, das geeignete Model für ein Bild, das später als eines der berühmtesten Vermeer-Gemälde in die Geschichte eingehen wird: "Girl with a Pearl Earring".

Star

Martin Lawrence

Nichts bringt ihn aus der Ruhe. Dafür lässt er sein Gesicht umso deutlicher in jenen Verrenkungen der Mimik sprechen, mit denen es Jim...

Star

Tom Wilkinson

Er strahlt eine unerschütterliche Ruhe und eine natürliche Autorität aus, die von seiner massiven Erscheinung und der sonoren Stimme...

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