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Ringu


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In japanischen Schülerkreisen kursiert die Legende von einem geheimnisvollen Videoband, dessen Genuss genau eine Woche später zum unvermeidlichen Ableben des Betrachters führt. Nach dem von rätselhaften Umständen begleiteten Tod ihrer schulpflichtigen Cousine beschließt Zeitungsreporterin Keiko im Angesicht neuer Gerüchte, die Angelegenheit zum Gegenstand einer Story zu machen. Als sie dabei selbst in Besitz des Tapes gerät, beginnt auch für sie die Uhr zu ticken. Gemeinsam mit Ex-Mann Ryuji bricht sie auf, das Geheimnis vor Ablauf der Woche zu lüften.


Kritik

Ringu

Der erfolgreichste japanische Horrorfilm (so man "Godzilla" nicht hinzu rechnet) und einer der beunruhigendsten Gruselfilme aller Zeiten erhält - flankiert vom erfolgreichen Kinodebüt des US-Remakes - seine längst überfällige Deutschlandveröffentlichung. Wahlweise als Nippon-Antwort auf "Scream" oder "Blair Witch Project" gehandelt, hinterließ Hideo Nakatas Adaption eines japanischen Bestsellers besten Eindruck auf einschlägigen Festivals und trat mehrere Sequels los. Pflicht im wohlsortierten Horrorprogramm.

Ringu

Darsteller:  Nanako Matsushima   als Reiko Asakawa
  Hiroyuki Sanada   als Ryuji Takayama
  Miki Nakatani   als Mai Takano
  Yuko Takeuchi   als Tomoko Oishi
  Hitomi Sato   als Masami Kurahashi
  Yoichi Numata   als Takashi Yamamura
 
Regie:  Hideo Nakata  
Drehbuch:  Hiroshi Takahashi  
Produzent:  Shinya Kawai  
  Takashige Ichise  
  Takenori Sendo  
Ausf. Produzent:  Masato Hara  
Buchvorlage:  Koji Suzuki  
Kamera:  Junichiro Hayashi  
Schnitt:  Nobuyuki Takahashi  
Musik:  Kenji Kawai  

"Ring"-Regisseur hört Stimmen

Ein stummmes Kind, eine verwirrte Psychologin und ein böser Geist. Wetten, dass Hideo Nakata diese Zutaten in Nerven zerfetzendes Grauen verwandeln kann?

Großansicht Hideo Nakata hat ein gutes Händchen für Geister (Foto: UIP)

Hideo Nakata hat ein gutes Händchen für Geister (Foto: UIP)

Ein, wenn mittlerweile auch etwas ältliches, Vorurteil lautete: Asiaten klauen westliche Ideen. Zumindest in punkto origineller Horror ist das längst ins Gegenteil verkehrt: "Ring", "Pulse", "Der Fluch" - viele US-Screamer imitieren ein asiatisches Original. Meist leider unter Verlust von Atmosphäre und Originalität - eben geistlos statt geisterhaft.

Nur fair, dass der japanische Kult-Regisseur Hideo Nakata sich jetzt auch mal fremder Ideen bedient. Der Schöpfer der "Ringu"-Reihe will den Mysterythriller "Voice From the Stone" inszenieren. Das Drehbuch basiert dabei auf dem italienischen Roman "La voce della pietra", filmfähig gemacht von Mark Wheaton, der bereits die Story zu "The Messengers" entwarf.

Ein Geist will zurückkehren

Die Geschichte selbst handelt von einer Psychologin, die einen seltsamen Fall betreut: Ein Junge versprach seiner Mutter am Sterbebett zu schweigen, bis sie als Geist zurückkehrt. Und offenbar bereitet diese ihr irdisches Comeback konkret vor - mit dem Körper der Psychologin als diesseitiges Vehikel. Übersinnliche Geheimnisse, fiese Geister - alles drin, was Hideo Nakata für Spitzen-Horror erfahrungsgemäß braucht.

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