Aufwändiges Prequel zu den Capcom-Spielen, in dem ein Trupp Militärs gegen eine Horde wildgewordener Zombies kämpft. http://images.kino.de/flbilder/max02/mbiz02/mbiz12/z0212561/b150x150.jpg Resident Evil

Filmdetails

Resident Evil

Aufwändiges Prequel zu den Capcom-Spielen, in dem ein Trupp Militärs gegen eine Horde wildgewordener Zombies kämpft.


Resident Evil
Start: 21.03.2002

Horror / Action

Großbritannien/Deutschland 2002
Laufzeit: 100 Min.
FSK: ab 16 Jahre

Milla Jovovich
Michelle Rodriguez
Eric Mabius

Regie: Paul W.S. Anderson
Verleih: Constantin

So werten die bisherigen Besucher:

Gesamt
(1 Bewertung)

Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
Besucheransturm: lau
Besucher-
ansturm

Temperatur

lau

Inhalt

Weil sich ein Virus in einem verschachtelten Forschungslabor verselbständigt hat, wird ein Spezialtrupp in den so genannten Hive geschickt, um den außer Kontrolle geratenen Zentralcomputer auszuschalten. Auf dem Weg wird Alice aufgelesen, die ihr Gedächtnis verloren hat. Als die Soldaten im Hive von Untoten angegriffen werden, dämmert es Alice, dass sie die Schuld an der Katastrophe tragen könnte.


Kritik

Resident Evil

Die Zombies kommen. Nach seinem Erfolg mit "Mortal Kombat" wagt sich der britische Genrespezialist Paul Anderson mit einem gnadenlos kompakten Hightech-Thriller an seine zweite Videogame-Verfilmung. Angelegt als Prequel zu der mittlerweile vierteiligen Gamereihe von Capcom beruft sich Anderson nur peripher auf die naheliegenden Zombiewelten eines George Romero. Wenn nämlich Milla Jovovich und Michelle Rodriguez an der Spitze eines Militärtrupps im unentwegten Überlebenskampf gegen rund 500 Untote antreten, dann ist als Pate vor allem James Cameron und "Aliens - Die Rückkehr" auszumachen. Verpackt in stromlinienförmige Bilder, eine denkbar simple Handlung und einen unentwegt hämmernden Techno/Metal-Soundtrack ergibt sich ein Angebot, das das Zielpublikum - Jungs zwischen 16 und 25 Jahren - nicht ausschlagen wird.

Ein Blick auf "Mortal Kombat", "Event Horizon" und "Starforce Soldier" reicht, um zu wissen, wo die Stärken von Paul Anderson liegen: Der Brite mag kein Regievirtuose mit einem besonders glücklichen Händchen bei der Schauspielführung sein, aber er versteht sein Handwerk, technokratische Fantasywelten ganz im Sinne der Vorbilder Besson, Cameron und Scott auf die Leinwand zu zimmern. Höchstmögliche Funktionalität steht denn auch im Zentrum der weitgehend in und um Berlin (U-Bahnhof Reichstag, Studio Adlerhof) gedrehten 40-Mio.-Dollar-Produktion, deren Handlung weitaus weniger verschlungen ist als das labyrinthartige Untergrund-Gängesystem, in dem sich eine Militär-Eliteeinheit mit den Nachwehen eines freigesetzten Virus konfrontiert sieht. Ganz leise nur klingt der politische Subtext der Zombiefilme eines George Romero (der vor Jahren tatsächlich an einer Adaption von "Resident Evil" arbeitete) an, denn in Andersons schnörkellosem Shoot-'em-up-Spektakel geht es vor allem um glatt polierte Oberflächen und simpel herbeigeführte Probleme, die vor allem mit geschickter Waffenbeherrschung zu lösen sind. Und natürlich geht es um Effekte: Neben einer Horde Untoter - Arbeiter eines Untergrundlabors, die von besagtem Virus befallen und liquidiert wurden - stellen sich den Helden Zombie-Dobermänner und der aus dem Spiel bekannte und beliebte Mutant The Licker entgegen, sowie ein außer Rand und Band geratener Zentralcomputer, der den kanadischen Kulthit "Cube" kennen muss, in dem Menschen auf verblüffend ähnliche Art wie in "Resident Evil" von Laserstrahlen in kleine Stücke gehäxelt werden. Und damit's nicht nur unentwegt scheppert, sorgen die beiden Damen im Team für ein bisschen innere Spannung: Milla Jovovich ist als Alice Dreh- und Angelpunkt der Geschichte. Von der Eliteeinheit auf dem Weg zum Tatort lediglich aufgelesen, muss sie mit akuter Amnäsie kämpfen - und der Erkenntnis, dass sie nicht nur eine ausgebildete Amazone ist, sondern womöglich Schuld an der gesamten Katastrophe trägt. "Girlfight"-Entdeckung Michelle Rodriguez wiederum dreht die Spannungsschraube an, weil sie schon früh von einem Zombie gebissen wurde und auf die Gegenseite zu wechseln droht, wenn man ihr nicht alsbald ein Gegengift verabreicht. Viel Zeit für Exposition oder Entwicklung bleibt freilich nicht in diesem kakophonischen Popcorn-Schocker, der sich mit Songs von Schockrockern wie Slipknot oder Marilyn Manson pausenlos selbst Mut macht und zuversichtlich auf die Schultern klopft. All das ist, mit Verlaub, ziemlich hirnverbrannt und weit davon entfernt, eine ähnlich beeindruckende Marke zu setzen wie einst "Nacht der lebenden Toten" oder "Zombie". Aber der nötigen Kurzweil und Effektivität von "Resident Evil" steht der Einwand, dass es sich nicht um einen guten Film handelt, nicht im Weg, weil er es gar nicht sein will - sondern eine clevere, wissende und hoch kommerzielle Übersetzung des Games für die Leinwand. Und diese Maßgabe haben Anderson und sein Produzent Bernd Eichinger erfüllt. Game over - und jetzt bitte den High Score eintragen. ts.

Resident Evil

Darsteller:  Milla Jovovich   als Alice
  Michelle Rodriguez   als Rain
  Eric Mabius   als Matt
  James Purefoy   als Spence
  Martin Crewes   als Kaplan
  Colin Salmon   als One
  Pasquale Aleardi   als JD
  Heike Makatsch   als Lisa
  Michaela Dicker   als Red Queen
  Ryan McCluskey   als Mr. Grey
  Oscar Pearce   als Mr. Red
  Indra Ové   als Ms. Black
  Anna Bolt   als Dr. Green
  Joseph May   als Dr. Blue
  Robert Tannion   als Dr. Brown
  Stephen Billington   als Mr. White
  Fiona Glascott   als Ms. Gold
  Liz May Brice   als Medizinerin
 
Regie:  Paul W.S. Anderson  
Drehbuch:  Paul W.S. Anderson  
Produzent:  Bernd Eichinger  
  Samuel Hadida  
  Jeremy Bolt  
  Paul W.S. Anderson  
Koproduzent:  Chris Symes  
Ausf. Produzent:  Robert Kulzer  
  Victor Hadida  
  Daniel Kletzky  
  Yoshiki Okamoto  
Kamera:  David Johnson  
Schnitt:  Alexander Berner  
Musik:  Marco Beltrami  
  Marilyn Manson  
Produktionsdesign:  Richard Bridgland  
  Tony Reading  
  Jörg Baumgarten  
Kostüme:  Richard Bridgland  
Ton:  Roland Winke  

Paul W.S. Anderson verfilmt "Pompeji"

Eine Liebesgeschichte im Ascheregen - "Pompeji" verspricht großes Kino.

Großansicht Paul W.S. Anderson mit Gattin und Muse Milla Jovovich (Foto: Crdedit)

Paul W.S. Anderson mit Gattin und Muse Milla Jovovich (Foto: Crdedit)

"Resident Evil"-Regisseur Paul W.S. Anderson hat die Regie bei dem schon länger geplanten Film "Pompeji" übernommen. Das Monumentalprojekt war bereits vor Jahren mit Roman Polanski in Arbeit, wurde dann aber auf Eis gelegt, unter anderem weil Polanski nicht mehr wollte.

Die Story wird sich nicht nur um den legendären Vulkanausbruch drehen, sondern auch mit einer Liebesgeschichte aufwarten: Im Jahr 79 nach Christus träumt ein Sklave davon, sich irgendwann freikaufen und dann die Tochter seines Gebieters heiraten zu können. Daraus wird natürlich vorerst nichts, denn die Schöne ist einem anderen versprochen und er selbst wird weiterverkauft. Dann bricht die Katastrophe herein und nun heißt es rennen, was das Zeug hält, und gleichzeitig die Liebste retten.

Reist Milla Jovovich nach "Pompeji"?

Ursprünglich waren Orlando Bloom und Scarlett Johansson für die Besetzung vorgesehen. Jetzt ist allerdings davon auszugehen, dass zumindest die weibliche Hauptrolle an eine Dame geht, die bei Anderson auch privat die Nummer eins ist: Milla Jovovich, die auch in Andersons kommendem Film "Die drei Musketiere" mit dabei ist.

Die römische Stadt Pompeji wurde an einem Augusttag im Jahr 79 nach Christus dem Erdboden gleichgemacht. Achtzehn Stunden lang wütetete der Vesuv und verwandelte Pompeji in ein Massengrab. Wie man später herausfand, wurde die erste Welle der Katastrophe, ein Regen aus Bimsstein, den meisten Menschen zum Verhängnis: Die Steine verschlossen im Nu Türen und Fenster und führten dazu, das die Einwohner in ihren Häusern erstickten. Diejenigen, die überlebten, fanden kurze Zeit später in Schwefelwolken und Glutlawinen den Tod.

Drehbeginn für "Pompeji" soll im Frühling 2012 sein

Bilder von Paul W.S. Anderson

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