Milla Jovovich
Sienna Guillory
Oded Fehr
Regie: Alexander Witt
Verleih: Constantin
Gerade noch konnte Alice (Milla Jovovich) Zombi-Dobermännern und anderen Scheußlichkeiten im Silo der Umbrella Corporation entrinnen, da geht für sie der Kampf schon wieder weiter. Denn Major Cain (Thomas Kretschmann) plant, die gesamte verseuchte Stadt in bälde von der Erdoberfläche zu beseitigen. Um vorher noch zu entkommen, muss die inzwischen genmanipulierte Alice mit ihren verzweifelten Mitstreitern nicht nur eine Armee von Zombies umpflügen, sondern auch ein Wiedersehen mit einem zur gewaltigen Mordmaschine mutierten, alten Kumpel überleben.
Bekannte Fronten und Gesichter findet man im actiongeladenen Sequel zur erfolgreichen Adaption eines ebenso beliebten wie übel beleumundeten Videogame-Krachers, diesmal unter der künstlerischen Leitung von Alexander Witt.
Wieder tritt eine Frau den Kampf gegen die fehlgeschlagenen Experimente irrer Wissenschaftler an, aber diesmal hat sie ihre Freundin dabei!
In Computerspielen geht es um Kampf, aber auch um Schönheit, um wüstes Gemetzel, aber immer auf der richtigen Seite, und schließlich geht es um Zwischenwelten, die mit der Realität leidlich wenig zu tun haben.
So ungefähr sieht es auch in "Resident Evil - Apocalypse" aus, denn hier handelt es sich um die Verfilmung eines Computerspiels, und das bereits in der Fortsetzung.
Man kennt also die Heldin Alice (Milla Jovovich) aus dem erfolgreichen ersten Film, und ihre Schönheit ist wie immer überzeugend.
Den Kampf hat sie ursprünglich im Abendkleid erledigt, mittlerweile trägt sie eine Art Combat-Uniform, die ihr schnell in Fetzen vom Körper hängt. Die lose Mode der Computerspiele, die Verbindung von Waffen und Trägerhemdchen, macht natürlich einen Teil des Vergnügens aus, mehr aber doch die Tatsache, dass die Rettung der zivilisierten Welt hier überhaupt in der Hand von Frauen liegt.
Mit Kampfkunst und viel Munition arbeiten sich Milla Jovovich und ihre Begleiterin durch ganze Horden rabiater Untoter. Wieder hat die Umbrella-Corporation einen Fehler begangen, wieder muss Frau Jovovich ihn beheben, ehe er großflächig durch einen Atomschlag beigelegt wird.
Gemeinsam mit einem Trupp von Guerilla-Wissenschaftlern wird eine Stadt voll Zombies durchkämmt, um schnell noch ein Mädchen zu retten, das bei all den Experimenten unter die Räder geriet.
Dabei kommt es für Milla nicht nur zur Begegnung mit einem interessanten Mann, sondern auch zum Zusammenstoß mit der Geheimwaffe "Nemesis", die speziell für ihren Untergang entwickelt wurde. Aber auch Milla hat ein paar neue Tricks auf Lager, nicht zuletzt eine genetische Veränderung, die sie als Kriegerin noch glamouröser macht.
| Darsteller: | Milla Jovovich | als Alice | |
|---|---|---|---|
| Sienna Guillory | als Jill Valentine | ||
| Oded Fehr | als Carlos Oliveira | ||
| Thomas Kretschmann | als Major Cain | ||
| Jared Harris | als Dr. Charles Ashford | ||
| Mike Epps | als L. J. | ||
| Sandrine Holt | als Terri Morales | ||
| Sophie Vavasseur | als Angie Ashford | ||
| Razaaq Adoti | als Peyton Wells | ||
| Matthew G. Taylor | als Nemesis | ||
| Zack Ward | als Nicholai Sokolov | ||
| Frank Chiesurin | als Sniper | ||
| Eric Mabius | als Matt Addison | ||
| Tom Gerhardt | als Zombie-Vater | ||
| Regie: | Alexander Witt | ||
| Drehbuch: | Paul W.S. Anderson | ||
| Produzent: | Jeremy Bolt | ||
| Paul W.S. Anderson | |||
| Don Carmody | |||
| Ausf. Produzent: | Bernd Eichinger | ||
| Robert Kulzer | |||
| Samuel Hadida | |||
| Victor Hadida | |||
| Kamera: | Christian Sebaldt | ||
| Derek Rogers | |||
| Schnitt: | Eddie Hamilton | ||
| Musik: | Jeff Danna | ||
| Produktionsdesign: | Paul D. Austerberry | ||
| Nigel Churcher | |||
| Kostüme: | Mary McLeod | ||
| Ton: | David Lee | ||
| Casting: | Tina Gerussi | ||
Sienna Guillory ist vollkommen in ihrer Rolle der wilden Jill Valentine aufgegangen. Als ehemaliges Mitglied der Spezialeinheit S.T.A.R.S. tritt sie in "Resident Evil: Apokalypse" gegen Untonte und Mutanten an.
Das wird echte Geek-Liebe. Was soll ich sagen? Die Rolle in "Resident Evil: Apocalypse" ist einfach cool. Mehr Spaß könnte ich mir gar nicht vorstellen.
Jill ist eine heiße Braut. Sie ist lässig, sie ist Dynamit. Sie weiß, was sie will. Und sie macht, was sie will. Keiner kann es sich erlauben, ihr irgendwie blöd zu kommen. Wer würde es nicht lieben, eine solche Figur zu spielen?
Klar, absolut. Ich liebe die Klamotten und die Frisur. Nach Belieben rumzuballern, macht ebenfalls Laune. Die Wahrheit ist, dass ich schon lange in einem Actionfilm mitmachen wollte, aber keine Lust auf den albernen Comic-Nonsens hatte. Ich wollte bei einem richtigen Actionfilm dabei sein.
Einer meiner Lieblingsfilme ist "Alien". Der ließ mich nicht kalt, alles kam mir absolut real vor. Ich finde, in die gleiche Kerbe schlägt auch "Resident Evil: Apocalypse". Eine biologische Gefahr, die alles Leben befällt und auslöscht - das ist nachvollziehbar in unserer Zeit.
Alice fand ich schon im ersten Teil echt umwerfend. Die Beziehung zwischen ihr und Jill ist ziemlich intensiv - eine Kriegsbekanntschaft, bei der zwei Einzelgängerinnen gezwungen sind, gemeinsame Sache zu machen. Jill ist einfach nicht der Typ, der mit anderen Mädels rumhängt - obwohl andere Mädchen sie bewundern, weil sie so unfassbar taff ist.
Ich habe mir sagen lassen, dass ich eine Kämpfernatur sei. Seitdem ich mit der Schule fertig bin, lebe ich ein vollständig unabhängiges Leben. Ich bitte niemanden um Gefallen. Ich habe immer mein eigenes Geld verdient.
Ich habe immer das gemacht, was ich gerne machen wollte. Auf dieser Ebene bin ich in völligem Einklang mit Jill. Ich verstehe sie voll und ganz.
Meine Kindheit war sehr interessant. Ich habe viele Dinge sehen zu bekommen, die die meisten Kinder vermutlich nicht gesehen haben. Mein Vater ist Musiker, also hatten wir immer viele andere Musiker bei uns im Haus rumhängen. Als ich als Teenager selbst ins Partyalter kam, hatte ich das alles bereits miterlebt.
Ich hatte also keine Lust, mich mit Drogen vollzustopfen und in Clubs abzuhängen. Das hat mich gelangweilt, weil es mir so kindisch vorkam. Ich wollte mein eigenes Ding durchziehen. Ich würde sagen, Jill sieht die Welt genauso. Sie schießt zuerst und stellt dann Fragen, weil sie nur mit dieser Einstellung eine Überlebenschance hat. Wenn man als Mädchen in einer Männerwelt gehört werden will, muss man den Mund aufmachen. Und wenn man den Mund aufmachen will, muss man Leute auch beeindrucken können. Daran muss man arbeiten, hart arbeiten.
Ich liebe die Körperlichkeit des Parts. Physisch wird mir wirklich alles abverlangt. Und ich muss mit einem amerikanischen Akzent spielen, was nicht weiter wild ist, weil mein Vater Amerikaner ist. Tatsächlich hilft mir der Akzent, mich in der Rolle noch weiter von mir selbst zu distanzieren. Wenn man etwas mit einem anderen Akzent sagen muss, dann wirkt es automatisch wichtig und bedeutungsvoll, weil man das auf diese Weise nicht schon tausendmal gesagt hat.
Was die körperlichen Aspekte anbetrifft: Was mir geholfen hat - und lachen Sie jetzt nicht - ist meine Pantomime-Erfahrung, die ich als Teenager sammeln konnte. Da lernt man wirklich, jede noch so kleine Bewegung bewusst wahrzunehmen. Wenn ich mich jetzt in einer Szene mit einer Waffe in der Hand bewegen muss, dann weiß ich genau, was ich da tue. Das finde ich gut. Man kann das auch nicht so leicht abschütteln. Das frisst sich förmlich in einen rein. Als ich nach einem Drehtag nach Hause ging, passierte der große Stromausfall. Da bin ich mit einer Taschenlampe durch die Wohnung gestreift, als wäre sie eine Waffe. Als mir das auffiel, kam ich mir völlig albern vor. Zum Glück hat mich niemand gesehen.
Unsere Beziehung erinnert mich an die Beziehung zwischen Jill und Alice. Milla Jovovich ist cool und weiß, was sie will, da muss man schon dagegen halten. Aber ich habe in meinem Leben schon so manchen Krieg ausgefochten, um dahin zu kommen, wo ich jetzt bin. Darüber bin ich froh. Wenn das aus dem Mund von Jill Valentine nicht so blöd klingen würde, würde ich sagen: Ich bin glücklich.
Ich habe als Model gearbeitet und manche andere unsinnige Jobs gemacht. Wenn man keine reichen Eltern hat, muss man sein eigenes Geld verdienen, will man sich etwas leisten können. Ich habe ganz schön schuften müssen. Und ich verstehe, dass auch Milla in ihrem Leben ganz schön schuften musste. Das verstehe ich und ich respektiere es. Sie wären verblüfft, wie intelligent und tiefgründig sie ist. Traut man einem bildschönen Mädel wie ihr einfach nicht zu. Aber sie ist es. Wir sind uns ähnlich, und das spiegelt sich in unserer Beziehung wider. Bisher waren wir uns am Set über alles einig. Keine Ahnung, was passiert, wenn das mal nicht so sein sollte. Könnte hitzig werden. Aber bisher ist alles cool.
Ich bin ein sehr defensiver Typ. Beim Sport spiele ich immer in der Verteidigung. Verteidigung ist gut, weil ich niemandem vertraue. Deshalb überlege ich mir nicht, wo ich sein werde. Meine Angst ist eher, dass ich in fünf Jahren irgendwo NICHT sein könnte. Grundsätzlich würde ich sagen: Wenn ich so weitermachen kann wie bisher, bin ich zufrieden.
Hmm, einen würde ich bestimmt noch machen. Ich komme gerne wieder zurück und gewinne noch einmal. Da aber Abwechslung das Leben würzig macht, sollte ich besser als nächstes etwas anderes machen.
Milla Jovovich wurde 1975 in Kiew geboren und verbrachte ihre Kindheit in der Ukraine. Sie siedelte mit ihrer Familie nach Los Angeles um,...
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